Home
http://www.faz.net/-gqg-77816
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Politisch korrektes Deutsch Verbände wollen „soziale Unwörter“ zensieren

 ·  Die Armutskonferenz will „soziale Unwörter“ aus dem Sprachgebrauch verbannen. Das Bündnis hat dazu eine Liste mit 23 abwertenden Begriffen erstellt. Nach Ansicht der Sprachwächter sind selbst Worte wie „alleinerziehend“ oder „arbeitslos“ diskriminierend.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (153)
  1 4 5 6 7  
Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
bert Lorch
bert Lorch (darkspace) - 26.02.2013 12:25 Uhr

Armutskonferenz auflösen!

Kein Steuergeld für selbsternannte Sprachzensurpolizei! Stoppt endlich den Funktionärswahnsinn!

Empfehlen
Michael Wagner
Michael Wagner (comic) - 26.02.2013 12:24 Uhr

Sind wir denn schon so weit,

dass man die Wahrheit nicht mehr beim Namen nennen darf?

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.02.2013 13:41 Uhr
Konstantinos Dafalias

Ja sind wir.

Eh schon lang.

Empfehlen
lu fauk
lu fauk (Fauck) - 26.02.2013 11:47 Uhr

Zunächst sollte man die Armutskonferenz loben,

dass sie dieses wichtige Thema zu ihrem Anliegen macht. Wäre nicht auch der Begriff Armut zu tilgen - lässt er doch vergessen, dass sich unter der Klientel der Konferenz viele Menschen befinden, die sehr reich sind, an Herz, Lebenserfahrung, Wissen u v a?

Es ist ja nun bedauerlicherweise so, dass man mit Worten einen Menschen nie zutreffend und hinreichend erfassen oder beschreiben kann - wieviel weniger eine Gruppe, der dann auch ohne eigenes Zutun Menschen eingeordnet werden. Eine skandinavische Sängerin brachte das in der Liedzeile "Wer gab dir das Recht, zu sagen wer ich bin?" sehr schön auf den Punkt.

Im Grunde müssten wir also vor dem wunderbaren Geheimnis Mensch schweigen.

Nun sind sprachliche Äußerungen aber nicht immer vermeidbar. Und hier lernen wir, dass es zumindest teilweise gelingt durch hohe Formulierungskünste (Menschen, die dem Bildungssystem fern stehen) mehr Offenheit zu schaffen. Ob allerdings der scheiternde Schüler dem Bildungssystem wirklich fernsteht?

Empfehlen
Heiko  Friedrichs
Heiko Friedrichs (Heikjo) - 26.02.2013 11:46 Uhr

und mit Hurra in die Propaganda Maschinerie

Ach wie schön, 80 Jahre nach dem Entstehen des Propaganda Ministeriums, will nun eine neue Elite diesmal in roter statt brauner Gewandung dem Deutschen vorgeben was er zu sagen hat und was er auf keinenfall zu sagen hat.

Die Meinungsfreiheit is doch mehr Last als Lust, da sollte man sie dem deutschen Michel schleunigst wieder abnehmen, bevor er sich damit zu sehr beschäftigt und noch auf andere abstruse Gedanken in seiner Freiheit kommt...

Da kann man nur mit fröhlichem Grinsen auf die nächsten Listen warten, die einem das Denken abnehmen und einem erklären wie weit die Freiheit des Wortes noch reicht.
Der Deutsche ist es ja gewohnt in seinen 4 Wänden die Gedanken sind frei zu singen.

Empfehlen
Andreas Schmidt

Wohl eher geistige Umnachtung

Geht das nur mir so oder wird die gesamte Welt wirklich immer verrückter?

Soziale Verbände als Sprachwächter, ts. Wo sind wir denn hier, bei den Taliban? Ich fordere Freiheit für unsere Sprache!

Empfehlen
Thomas Reinholz
Thomas Reinholz (threin) - 26.02.2013 11:40 Uhr

konsequent sein

Und alles Unangenhmes nicht aussprechen. Es wird dann bald verschwinden und es geht uns allen besser. So handeln heißt auch von den Politikern lernen. Es kann nicht verkehrt sein!!!

Empfehlen
Closed via SSO

Totalitäre Regime zensieren zuerst die Sprache, um kritisches Denken zu unterdrücken

Anschließend sperrt man die weg, die sich der Repression nicht beugen. Ein Blick auf den Nationalsozialismus, den Stalinismus auch ostdeutscher Ausprägung genügt, um immer wieder die gleichen Unterdrückungsmuster zu erkennen.

Empfehlen
Richard Herre

So kritisch ich die vorgeschlagene Zensur ...

..der Verbände auch halte, berechtigt sie, Herr Schäfer, noch lange nicht diesen spöttischen Unterton in diesen Artikel zu stecken. Dies ist kein "Meinungsartikel". Würde es ihnen denn gefallen wenn man sie als Menschen mit Migrationshintergrund ohne eigene Migrationserfahrung bezeichnen würde? Auch wenn sie in Deutschland geboren wurden, hier sozialisiert wurden, mit Abitur und Hochschulabschluss von deutschen Universitäten ausgestattet sind- und trotzdem als "anders" als die Anderen bezeichnet würden?
Was? Das können sie sich nicht vorstellen? Na dann denken sie doch bitte erst einmal nach bevor sie hier ihrem Spott freie Bahn lassen.

Empfehlen
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 28.02.2013 17:36 Uhr
Sigrid Fröhlich

@ Richard Herre:So kritisch...

Sie haben recht. Herr Schäfer hätte besser keinen spöttischen Unterton angeschlagen. Er hätte sich erregen müssen über soviel Gesinnungstyrannei . Man könnte das Ansinnen der Verbände für schwachsinnig halten und unkommentiert ad acta legen, wenn es nicht eben typischer Ausdruck links-grüner Umerziehungsversuche wäre, denen man nicht energisch genug entgegen treten kann. Vielleicht sollten Sie einmal nachdenken - das Lesen dieser Forumszuschriften hilft dabei.

Empfehlen
Michael Mitzsch

Wieso haben sie mit Anderssein ein Problem?

In Deutschland leben 80 Mill Menschen. Mit Sicherheit gleicht keiner dem Anderen. Um gesellschaftliche Veränderung oder auch Probleme messbar und sichtbar zu machen, teilen Soziologen die Menschen in Gruppen ein. Die Gruppe der "Menschen mit Migrationshintergrund ohne eigene Migrationserfahrung " wird sich wohl in einigen Bereichen von "Menschen mit Migrationshintergrund, Ausländern oder Kartoffeldeutschen unterscheiden. Deren Probleme in der Gesellschaft kristallisieren sich nur heraus, wenn man sie vergleichend zu den anderen Gruppen betrachtet.
Mit Sicherheit ist der Begriff unglücklich. Aber niemand spricht jemand anderen so an. Sie sollten sich nicht beleidigt fühlen, es ist schlicht und einfach Studiendeutsch...

Empfehlen
Maria  Berger

Die Geistige Armutskonferenz hat völlg recht...

Ich bin eine erwerbslose gemeinschaftserziehende Nichtmännin mit regionalem Migrationshintergrund und möchte bei der Zensur nicht mitmachen.

Uff gud hessisch: isch bin e Hausfraa mit Mann un Kinner, die jetzt nemmer in Hesse lebt, un die FAZ liest.

Empfehlen
Bernd H. Rust
Bernd H. Rust (xbhr) - 26.02.2013 11:32 Uhr

dick, dumm, doof, gefräßig, gierig

Alle Begriffe im Zusammenhang mit Sozialverbänden und anderen auf Verteilung von Eigentum Dritter spezialisierten Organisation und Parteien, die einen kritische Einstellung erkennen und vermuten lassen, dürfen nicht mehr in den Zusammenhang mit vorgenannten benutzt werden.
Dafür sollte sofort eine Behörde eingerichtet werden.

Empfehlen
Joerg Schmelcher

Krank!

Unfaßbar, welche Auswirkungen der allenthalben grassierende Blödheitsvirus hat. Gibt es in dieser sog. "Armutskonferenz" niemanden, der merkt, wie lächerlich er sich macht und sich wenigstens ein bißchen schämt ? Der Verlust der Scham ist nämlich der Beginn des Schwachsinns !

Empfehlen
Christian Bergisch

Das eben ist der Fluch der bösen Tat...

bzw. das ewige Dilemma des politisch Korrekten. Die Jagd nach dem politisch "korrektesten" Ausdruck wird immer weiter gehen, weil die Konnotation immer Schritt halten wird, also die Bedeutung und der (Neben-)Sinn, die wir einem Wort beimessen.
Ist möglicherweise aber auch so gewollt, weil dann diejenigen, die sich die Deutungshoheit anmaßen, immer schön die PC-Klatsche schwingen können.

Empfehlen
joachim tarasenko

Hätte endlich eine Chance verdient, diese Bewerbung

Eine mögliche Bewerbung,

Alleinerziehende Mutter mit Migrationshintergrund, welche zur Zeit auf Wohngeld, Hartz4 Bezug,Heizungsgeld und an der Armutsgrenze lebend, schwach ausgebildet, auf diesem
Wege eine belastfreie und angenehme Dauerstellung suchend, (flexitime wäre ideal) um künftige Besuche in Sozialmärkten zu vermeiden. Bin relativ jung, freidenkend sowie mit lohnfreier Praktika Erfahrung in diversen deutschen Konzernen, Weitere Referenzen aus 1 Euro Jobs kann ich zweifelsfrei nachweisen.Kleiner Bonus, habe mich auch als Kaffeeköchin und Brotzeitholerin im Büro und in diversen Behindertenwerkstätten bewährt und würde wirklich alles tun um endlich zu meinem Traumziel, nämlich ehrliche Arbeit, zu gelangen. Bin flexibel, rund um die Uhr erreichbar und bin für jegliche Vorschläge aller Art offen.In meinem katholischen Elternhaus wurde mir genug Demut und bedingungsloser Gehorsam beigebracht um am deutschen Arbeitsmarkt eine reele Chance zu haben. Bitte nur seriöse Angebote

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.02.2013 14:32 Uhr
Florian Jäger
Florian Jäger (DaJaga) - 27.02.2013 14:32 Uhr

Was...

will uns der Dichter damit sagen?

Empfehlen
Karlheinz Wehner

Geistige Armut bzw. Geistige Desorientierung...

darf man den Mitgliedern dieser Konferenz sicher bescheinigen. Mir tun nur die Klein-Kinder
leid, die in deren Haushalten aufwachsen muessen: Wenn nicht aeusserst stabil, sind sie
mit 12 Jahren verbogen. Solch Unding sollte der Staat beseitigen - aber wir sind ja auf dem
Wege in die Dekadenz.

Empfehlen
Closed via SSO

Gesellschaft der Verbote

Woher kommt der Moralismus unserer Zeit?
Man projeziert ihn auf die Kirche, in Wirklichkeit sind es aber die politisch Korrekten, welche allenthalben das Volk durch Verbote zur Prüderie erziehen wollen.
Die Moralkeule findet man heute vor allem bei den Grünen.
Die Botschaft der Kirche hingegen zielt auf Freiheit und freiheitliche Verantwortlichkeit, jenseits von selbstgerechten, den Menschen überfordernden Moralvorstellungen.

Empfehlen
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.02.2013 18:36 Uhr
Sigrid Fröhlich

Moralkeule bei den Grünen

Richtig. Dort fanden auch nachdem Untergang des Kommunismus diealten Kommunisten, Maoisten, Stamokaps etc. Unterschlupf und geistige Heimat und sie tun weiterhin alles, um den anderen das "richtige Bewußtsein" einzutrichtern. Am liebsten wären ihnen vermutlich immer noch Umerziehungslager, aber die jetzt gefundene Methode scheint viel erfolgreicher zu sein. Vor allem, weil Sebstbestimmung, Eigenverantwortung, selbständiges Denken und gesunder Menschenverstand unbequemer und deshalb aus der Mode gekommen sind. Übrigens: die Rechten sind nicht besser - siehe Hitler, der ebenfalls Sprach"hygiene" betrieb und verordnete. Wenn man die Linie zwischen extrem rechts und extrem links zu einem Kreis verbindet, stoßen beide aneinander. Sie haben beide die gleiche Geisteshaltung, das gleiche Menschenverständnis und die gleichen Ziele: die anderen Menschen zu beherrschen und zu manipulieren.

Empfehlen
Fritz Garbor

woher? Das ist recht einfach nachzuweisen: aus den USA! Es ist eine

direkte Folge (und eine logische Antwort!!!) auf den Egomanen- Liberalismus,
den der Calvinismus in Verbund mit dem Primat der Ego- Ökonomie (erstmal komm ich!) entwickelt hat.

Empfehlen
Nadine Hoffmann
Nadine Hoffmann (Raffz) - 26.02.2013 11:12 Uhr

Die geistig Armen tagen auf einer Armutskonferenz, wollen ahlt auch was zu tun haben.


Wirklich, hier herrscht ein ideologischer Irrsinn, wie damals unter Hitler, nur in die andere Richtung.

Von einer Umbenennung oder vom Totschweigen werden die Verhältnisse jawohl kaum besser.

Man sollte diese Gesinnungsgenossen und Wörtverbieter irgendwo auf eine Insel verbannen, da können sie sich gegenseitig das Sprechen und Denken verbieten und wir hier haben Ruhe.

Empfehlen
Ronald Schlimm
Ronald Schlimm (ronslim) - 26.02.2013 11:12 Uhr

"Armutskonferenz"

Auch dieser Begriff müßte demnach abgeschafft werden, suggeriert er doch spätestens beim Durchlesen diese Elaborates geistige Verarmung. Die hochbezahlten Kommissionsmitglieder sollten besser konkrete Schritte ausarbeiten, wie sich die Probleme aus Arbeitslosigkeit, Migration und Alleinerziehung b e h e b e n lassen.

Empfehlen
Jochem Halfmann
Jochem Halfmann (bosjha) - 26.02.2013 11:10 Uhr

Wahrscheinlich muss man "Armut" auch verbieten

womit sich auch diese Institution (Was ist der/die/das überhaupt) auch schon verboten hätte. Wird wahrscheinlich von Steuergeldern bezahlt, die dann an anderer Stelle fehlen.

Fazit: "wir haben richtig echte Probleme", ob alleinerziehend oder mit/ohne Migrationshintergrund.

Empfehlen
Gert Müller

Orwell läßt grüßen

Die Einrichtung eines Wahrheitsministeriums ist wohl nur noch eine Frage der Zeit.
Einen Arbeitslosen als arbeitslos zu bezeichnen ist dann eine Lüge.

Empfehlen
Closed via SSO

Plem Plem !!!

Mehr fällt mir dazu nicht mehr ein...

Empfehlen

26.02.2013, 09:23 Uhr

Weitersagen
 

Der neue Kampf um die 35 Stunden

Von Ralph Bollmann

Väter sollen künftig weniger arbeiten, aber Mütter sollen mehr arbeiten: In Deutschland wird über die Familienarbeitszeit debattiert. Ein neuer Verteilungskampf hat begonnen. Mehr 28 8


Die Börse
Name Kurs Änderung
  F.A.Z.-Index --  --
  Dax --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --