Home
http://www.faz.net/-gqg-77816
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Politisch korrektes Deutsch Verbände wollen „soziale Unwörter“ zensieren

 ·  Die Armutskonferenz will „soziale Unwörter“ aus dem Sprachgebrauch verbannen. Das Bündnis hat dazu eine Liste mit 23 abwertenden Begriffen erstellt. Nach Ansicht der Sprachwächter sind selbst Worte wie „alleinerziehend“ oder „arbeitslos“ diskriminierend.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (153)
  1 2 3 4 5 6 7  
Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
Michael Wolf

Bildungsferner Aktionismus

Also geben wir der ganzen Sch... ich meine natürlich dem "braunen Verdauungsendprodukt" einen neuen Namen und alles ist gut? Klasse, so machen wir es! An den Auslösern für die z.T. diskriminierende Bedeutung dieser Worte zu arbeiten wäre ja auch viel zu kompliziert. Und wenn die neuen Worte dann nach wenigen Jahren auch wieder mit negativer Bedeutung aufgeladen sind, erfinden wir einfach wieder neue. Genial!

Empfehlen
Markus Fuchs
Markus Fuchs (Opramoas) - 26.02.2013 15:23 Uhr

Miniwahr sagt

Verbrechdenk doppelplus ungut

Empfehlen
Karl Rotte

Schlechtes Wetter verbieten, Bauchweh und Zahnschmerzen

Der Gesetzgeber möge gleiche geistige, materielle, moralische, seelische etc. Ausstattung für alle Insassen/innen/außen des Staates beschließen. Natürlich einklagbar. Und das ganze soll diese beknackte Konferenz bezahlen.
Und ferner mögen die Konferenzmitglieder mal auf ein paar aufrechte Assis treffen (nicht die Sorte, die mit C1 bezahlt wird), auf daß ihnen klar werde, daß es nichts nützt, das Wort abzuschaffen, solange es die Kategorie noch gibt. Wenn wir das Wort "Dieb" verbieten, wird es trotzdem weiter Diebe geben. Warum fordert diese Stußkonferenz nicht, daß Privatfernsehen abgeschafft wird, alle Menschen 3Sat und Arte gucken müssen, Luise Rinser (nach 45) und Eugen Drewermann lesen, klares Wasser mit Hängulin trinken und Löwenzahn essen? Die Mitglieder/innen/außen dieser Konferenz werfen doch hoffentlich jeden Tag pro Person ein Kilo Nahrungsmittel weg, aus Solidarität mit den Hungernden? Sie schlafen doch hoffentlich auf dem Boden, weil wir zuviele Matratzen haben? Spinner.

Empfehlen
Frank Marx
Frank Marx (NoGreen) - 26.02.2013 15:18 Uhr

Sehr geehrter Herr Christoph Schäfer

Vielen Dank für den letzten Satz Ihres Artikels.
Wenn sich diese selbsternannten Moralapostel, nur ein wenig um die Realität kümmern würden, die hinter den von ihnen kritisierten Wörtern / Bezeichnungen steckt, anstatt sie nur verbal zu verniedlichen, würde vieles evtl. endlich einmal angegangen anstatt nur mit lieben Worten zerredet.

Empfehlen
Norbert Unger

Betriebsfeier?!

Ich denke, das Ganze stammt aus einem versehentlich öffentlich gewordenen Protokoll der Betriebsfeier der Mitglieder der Armutskonferenz, wo zu vorgerückter Stunde, und nach Genuss von bewusstseinserweiternden Substanzen, Dinge einfach mal so "in's Unreine" gedacht und gesprochen wurde.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.02.2013 21:15 Uhr
Michael Hochmuth

danke Herr Unger,

denk ohne Literweise Alk in sich reingegossen zu haben könnten solch krankhaften ideen nicht entstehen

Empfehlen
Closed via SSO

Heute ein Südseekönig - Oder wieviel Humor hat Balotelli?

Werbung:
Balotelli versonnen zu Hause in den Fernseher guckend, wie er Deutschland gerade mit seinem zweiten Tor endgültig versenkt hat. Aus dem Off seine Stimme (frei nach Katrin Müller-Hohenstein): "Der 28. Juni 2012. Mein ganz persönlicher innerer Reichsparteitag."
Und von allen Plakatwänden in Deutschland lächelt uns Balotelli mit Bierglas an: "Heute ein Südseekönig!"

Anders ist den Brüdern und Schwestern von der Armutskonferenz nicht beizukommen.

Empfehlen
Jan Matthias

Ist doch lustig!

Als wäre das Wort der Grund für die negativ/ positive Assoziation. Wenn ich Gold sage und Gold meine, dann ist das für meinen Gegenüber eine positive Assoziation. Wenn ich Ding sage und Gold meine und mein Gegenüber das weiß, dann bleibt es dabei. Weiß er es nicht, verstehen wir uns einfach nicht.
Dasselbe Spiel in die andere Richtung kann ich selbstverständlich mit den verschiedenen Worten für Exkremente spielen.
Die Amerikaner kennen das ja auch schon. Aber das gesellschaftliche Verbieten eines Wortes, macht aus einem Rassisten nunmal keinen MultiKulti. Letztlich ist es wie immer: egal was für einen Ding die Amerikaner vormachen, wir lachen darüber und machen es dann nach.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.02.2013 17:12 Uhr
Closed via SSO
Mark Antofsky (Mark.L) - 26.02.2013 17:12 Uhr

Pommes mit Mayonnaise

Da gibts jedoch Hip-Hop und Quentin Tarantino.

Empfehlen
Closed via SSO
vera schmidt (vera-s) - 26.02.2013 15:12 Uhr

als nichtdeutsche

blickt man ja in letzter zeit immer wieder hochgradig verwundert vom ösiland zu euch rüber und kann sich des eindrucks nicht erwehren, dass manchen bei euch offenbar mächtig "fad im schädel" ist, wie wir das bei uns sagen... das gott, uralte kinderbücher müssen umgeschrieben werden, eine völlig witzlose debatte über männerbeschneidung wurde vom zaun gebrochen... als ob ihr immer noch nicht genug hättet, kommt jetzt diese neue liste angeblicher unwörter daher.

wie sollten wir denn heute zu einem schwarzen sagen? er könnte ein afrikaner sein, dann dürfte man ihn wohl so bezeichnen. und die anderen? "maximal-pigmentierte" oder wie?

das ist einfach nur noch lächerlich! jetzt mal abgesehen davon dass die schwarzen völlig selbstverständlich weiße zu uns sagen und sich auch keiner von denen, die ich kenne, und das sind einige, über mohrenköpfe oder neger in uralt-kinderbüchern aufregt.

alleinerziehend diskriminierend? da kann man wirklich nur noch den kopf schütteln!

Empfehlen
Karl Bernhard Möllmann

WOHLFAHRT = ARMUT

. . .
Wenn Sie sich die Liste der Beteiligten anschauen, dann wir schnell klar, daß es sich hierbei um die Liste der für die Armut verantwortlichen Polit-Lobbyisten handelt - von denen kein einziger demokratisch gewählt wurde.
.
Wer sich Deutschland von aussen anschaut, der kapiert nicht, warum es praktisch an Allem fehlt, die Arbeiter dennoch zu Hause sitzen und zur Arbeitslosigkeit gezwungen werden.
.
595.000 Kilometer Dauerstau laut ADAC auf Autobahnen produziert Armut durch rund 100 Milliarden Euro Verschwendung von Zeit und Benzin - dennoch sitzen die bezahlten Arbeiter zu Hause vor der Glotze und werden depressiv, weil sie nicht einfach breitere Strassen bauen dürfen.
.
Dieser Wahnsinn hat Methode und nennt sich Wohlfahrt.
.
Statt jetzt den frustrierten und unglücklichen Menschen einen Maulkorb umzuhängen, sollten wir ein einziges Wort ändern: Statt WOHLFAHRT sollten wir den Irrsinn HÖLLENFAHRT nennen !

Empfehlen
Johannes Reusch
Johannes Reusch (joreu) - 26.02.2013 15:06 Uhr

Verniedlichung...

Warum darf man Sachen nicht mehr so nennen, wie sie wirklich sind?
Heißt es demnächst auch nicht mehr "böse", sondern "nicht ganz so gut, wie es sein sollte"? "Böse" könnte ja ungute (noch so ein unangebrachter Euphemismus) Konnotationen hervorrufen...
Irgendwann wird der "Mörder" (böses Wort!!! Vllt tut es ihm ja ganz doll Leid und er fühlt sich dann sehr stark diskriminiert...) zu einem Menschen, der "sich nicht in ausreichendem Maße um die Gesundheit eines Mitbürgers gesorgt hat"...

Empfehlen
Herbert Sax
Herbert Sax (H.Sax) - 26.02.2013 14:56 Uhr

Es gab einmal eine Zeit in Deutschland da war sogar "Guten Tag" politsch unkorrekt

Die damaligen Sprachzensoren haben es durch "Heil Hitler" ersetzt. Wer sich dagegen wehrte riskierte seine Freiheit. Einige Jahre später schrieb Orwell sein Buch "1984". Darin thematisierte er auc

Empfehlen
Miguel Torres

Makulatur !

Wörter schönen ist genauso ineffizient, wie wenn man Ämter in Agenturen umbenennt wie z. B
Arbeitsamt in Agentur für Arbeit und Jobcenter.
Die Situation verbessert sich dadurch nicht. Ein Leistungsempfänger der Hartz 4 bezieht, wird als Hartzer betitelt, das ist nicht weniger Würdelos.
Deutschland hat ein anderes Problem, das sind die Aufoktroyierten Migration bzw. soziale Unterschichten Stempel die man nur schwer wieder loswird. So ist das eben mal in einer leistungsorientierten Gesellschaft.
Außen hui, innen pfui.

Empfehlen
Rainer Schweitzer
Rainer Schweitzer (RSRS) - 26.02.2013 14:46 Uhr

interessante Betrachtungsweise

Ah, Menschen müssen nicht mehr das Bildungssystem nutzen, sich gar um Bildung bemühen, sondern "werden vom Bildungssystem erreicht", oder auch nicht. Ja wenn das so ist, ist es doch auch nicht mehr haltbar, daß sie zu ihrem Broterwerb hingehen müssen, statt von ihm "erreicht" zu werden.

Empfehlen
dieter diehm
dieter diehm (johndow) - 26.02.2013 14:43 Uhr

Nun haben wir sie...

...die GeSpraPo (Geheime Sprachpolizei). Im BRD-Narrenhaus gibt es von Tag zu Tag immer mehr Steigerungen des Irrsinns!

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.02.2013 15:16 Uhr
Karl Bernhard Möllmann

Ge Stra Po

. . .
nicht zu verwechseln mit der GeStraPo - der geheimen StraßenPolizei - die auch dringend von der GeSpraPo zur Ordnung gerufen werden muss, denn sie missbrauchen das Wort "zivil" für ihre Geheime Überwachung der Bürger !
.
Zivil bedeutet aber Feierabend für Soldaten, also Dienst-Ende und dann wird aus der Uniform Zivil !
.
Die GeStraPo dreht das auf den Kopf - und pervertiert die Deutsche Sprache, indem sie den Geheimen Dienst als "Zivil" umdeklariert - was ein klarer Betrug oder Etikettenschwindel ist !

Empfehlen
Kai Bockelmann
Kai Bockelmann (KB63) - 26.02.2013 14:38 Uhr

"Nur ein...

Mohrenkopf höchstens, denn Ordnung muß sein“, sang einst Udo Jürgens. Darf das Lied „Aber bitte mit Sahne“ eigentlich noch gespielt werden? Und fühlen sich Berliner diskriminiert, weil es ein überzuckertes Gebäck gleichen Namens gibt? Oder Amerikaner? Wie verhält es sich beim Jägerschnitzel? Langsam wird es albern. Irgendwann muß jedes Wort auf die Goldwaage gelegt werden, es könnte ja abwertend sein. "Ich fühle mich diskriminiert, gemobbt und zurückgesetzt" würde Olaf Schubert sagen. Und er hat recht, ich fühle mich diskriminiert durch die sog. Armutskonferenz (bei denen geht es bestimmt nicht ärmlich zu). Ich lasse mir nicht von jedem dahergelaufenen Rechthaber (sorry Sprachwächter) vorschreiben, welche Worte ich zu gebrauchen habe!

Empfehlen
Bodo Schwarze
Bodo Schwarze (geezer) - 26.02.2013 14:31 Uhr

Inquisition unter der Tarnkappe der political correctnes

Rücksicht auf Minderheiten? Schutz der Wehrlosen? Da wird von sprachlichen Dilletanten etwas in Bewegung gesetzt was ungeheuerliche Wirkung haben wird. Die "pc"pusher üben mit Urkundenfälschung in Kinderbüchern, die Sozialverbände heilen Schäden durch vertuschen. Auf der Strecke dieser Kontrollfreaks bleibt die Freiheit der Sprache. Da fürchte ich Faschismus.

Empfehlen
Rainer Schweitzer
Rainer Schweitzer (RSRS) - 26.02.2013 14:24 Uhr

Soziales Unwort

"Nationale Armutskonferenz"

Empfehlen
Herbert Müller

Neusprech doppelplusgut für Gutdenk!

„Welche Bezeichnung am Ende für Nichtdeutsche und Zugewanderte überhaupt noch verwendet werden darf, bleibt Geheimnis der Autoren“ sorgt sich da allen Ernstes der Autor des FAZ-Artikels.
Kein Geheimnis ist offensichtlich, dass er selbst das Konzept von Neusprech und Gutdenk nicht verstanden hat. Klar ist ja, dass es in Deutschland – die Kommentarspalten hier zeigen es – noch immer eine Minderheit von Menschen gibt, die sich zum Leidwesen des sozialindustriellen Komplexes so ihre Gedanken darüber machen, ob die ungesteuerte Zuwanderung in unser Land – und damit die Vermehrung des Klientels dieser Verbände - eine wirklich gute Idee ist.
Ein Denkverbrech, das gerade mit der Eliminierung jedes Begriffes für Nichtdeutsche und Zugewanderte noch besser und gründlicher unterbunden wird als mit der Marginalisierung der oben skizierten Minderheit und ihrer medialen Zuordnung zum absolut Bösen, den „Rechten“. Denn man kann noch so viele Exempel a la Sarrazin statuieren, es wird immer wieder Eig

Empfehlen
Klaus Mueller
Klaus Mueller (Jeeves3) - 26.02.2013 14:21 Uhr

... die spinnen ...

(oder ist das ganze nur IRONISCH gemeint?)

Empfehlen
Claus Behrens
Claus Behrens (chipin) - 26.02.2013 14:19 Uhr

Grunz, grunz. Früher war alles irgendwie besser.

Wäre der Mensch doch auf der Evolutionsstufe stehen geblieben, auf der er noch nicht sprach. Uns wäre dieser ganze Quatsch heute erspart geblieben.
Mich würde einmal interessieren, was das für Menschen sind, die sich solchen Dingen - höchstwahrscheinlich hauptberuflich und bezahlt - widmen ¡UND! daran Freude und Erfüllung finden.
Allerdings möchte ich anmerken, daß ich die Formulieren "vom Bildungswesen nicht Erreichte" für zu pauschal erachte. Es sollte schon zwischen denjenigen, die das Bildungswesen nicht erreicht hat und denjenigen, die sich vom Bildungswesen nicht haben erreichen lassen wollen (zusätzlich zu denjenigen, die oft auch mit Migrationshintergrund belastet sind) differenziert werden.
Mein Gott, das Negerkußbrötchen hat niemandem in Afrika geschadet. Und für kein Zigeunerschnitzel mußte jemand auf dem Balkan sterben.
Wir reglementieren uns zu Tode!

Empfehlen

26.02.2013, 09:23 Uhr

Weitersagen
 

Jetzt müssen alle ran

Von Georg Giersberg

Wenn Deutschland seinen Wohlstand halten will, muss es alle Reserven mobilisieren: Schüler, Auszubildende, Studenten, Rentner - jeder ist gefragt. Mehr 95 22


Die Börse
Name Kurs Änderung
  F.A.Z.-Index --  --
  Dax --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --