26.02.2013 · Die Armutskonferenz will „soziale Unwörter“ aus dem Sprachgebrauch verbannen. Das Bündnis hat dazu eine Liste mit 23 abwertenden Begriffen erstellt. Nach Ansicht der Sprachwächter sind selbst Worte wie „alleinerziehend“ oder „arbeitslos“ diskriminierend.
Von Christoph SchäferRichtlinien für Lesermeinungen
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wenn Worte wie arbeitslos oder alleinerziehend, die ja die Wahrheit wieder-
geben, nicht mehr benutzt werden dürfen. aber die Wahrheit ist in diesem
unserem Lande ja schon lange nicht mehr gefragt, was an der Behandlung
von Herrn Sarrazin in seiner eigenenen Partei ablesen kann. Während in
der SPD die Wahrheit bestenfalls noch 5 % ausmacht, ist dies bei Sarrazin
zu ca. 95 % der Fall. Sowas ist dann schlecht kompatibel. Nur noch traurig
das Ganze. Griechenland hat sich ja schon lange von PLATOS 3-Satz
denken, was wahr ist
fühlen, was schön ist
wollen, was gut ist
abgewandt. Hier erfolgt die Abkehr von diesen einfachen Grundregeln auch in
immer schnelleren Schritten. Wann werden wir dann hier auch
Zustände be-
kommen, wie im sogenannten arab. Frühling?
Haben wir in Deutschland nun einen "Verteidigungsminister"
oder einen "Kriegs(einsatz)minister? (Bu-Mm... der Verteidigung)
Haben wir wirklich einen Verbraucher"schutz" ... samt
derzeitiger Schutz-Mini-sterin? (Bu-Mm ... für Ernährung,
Landwirtschaft und Verbraucherschutz)
Haben wir ein "Bildungs"ministerium? (Bu-Mm... für
Bildung und Forschung)
Haben wir ein "Familien"ministerium? (Bu-Mm... für
Familie, Senioren, Frauen und Jugend)
Haben wir ein "Arbeits"ministerium? (Bu-Mm... f ü r
Arbeit und Soziales)
Oder sind das alles bloß seit Jahrzenten bestehende PR-Gags und
inhaltsleere Worthülsen?
zwecks Postengeklüngel?
Frei nach dem Motto: Je mehr Ministerien (Mysterien) samt Ministerchen,
desto größer die "Macht", das "Ansehen"
des Kanzlers, der Kanzlerin.
Das einzig wortgetreue scheint derzeit das "Entwicklings(hilfe)
Bu-Mm... zu sein.
Und das wollte der derzeitige "Amtsinhaber" doch mal
abschaffen. Oder?
Alles zusammen: Ein Witz. Ein teurer für den Steuerzaaaahler. Bumm.
Alleinerziehende Negerküsse ziehen Arbeitslose und ausländische Zigeuner magisch an
... Man muss passiven Widerstand leisten. Doppelplusungut.
Ihr könnt lügen und Begriffe verbiegen wie Ihr wollt:
Verbrecher bleiben Verbrecher, Ungebildete bleiben Ungebildete usw.
Daran ändert auch Orwell'scher Newspeak nichts.
Die Diktatur der Sprache durch politisch korrekte Gutmenschen wird immer
peinlicher und lächerlicher. Es wird Zeit, dem durch Boykott ein
Ende zu setzen.
Offiziell ist dieses Land noch eine Demokratie.
Die Bemühungen der genannten Verbände um diskriminierungsfreie Begriff sind im Grunde nachvollziehbar, schwanken aber zwischen den Polen Ernsthaftigkeit und Lächerlichkeit. Vermutlich werden Menschen, die "von Bildung nicht erreicht" worden sind, eher letzteres empfinden. Schade, denn nicht zuletzt bei diesem Personenkreis soll ja wohl das "Gutwelsch" greifen. Übrigens bleibt die Frage offen, ob die "Bildung" jene Gruppe bei Besuchen dort nicht angetroffen hat oder ob sie von ihr nicht besucht worden ist. Meines Wissens werden Bildungseinrichtungen von Bildungswilligen oder Bildungsverpflichteten aufgesucht und nicht umgekehrt. So könnte wohl der eher der Begriff "Bildung nicht (Auf-)suchende" zutreffen, was ja immerhin diesen Menschen die Würde der Willensfreiheit beließe. Und wie ist das mit "Arbeiterwohlfahrt"? Was ist mit Arbeiterinnen? Und gilt dieser Begriff für alle, also auch erwerbsfreie Arbeiten? Nein. Ich sehe versteckte Diskriminierungen. Das kann so nicht bleiben! Ändern!
Auch das ministry of truth sollte beispielsweise bei den Jüngsten
und Wehrlosen diese newspeak in den Schulen verbreiten.
Durch neue Armutsdefinitionen könnte es gelingen immer mehr
Menschen als zufriedene Kundschaft der Armutsbranche zu gewinnen und aus
der Erwerbstätigkeit zu locken.
Dafür müßte man mehr für die Armut tun, damit Armut
wieder lukrativer wird als die Arbeit.
Schon vor Jahrzehnten hat man geworben:
Dein Recht auf Sozialhilfe. Laßt dich nicht vom Kapitalisten ausbeuten.
Auch andere Branchen, wie das deutsche Metzgerhandwerk sollten über
die Sprache ihren Branchenumsatz vergrößern.
Die Entwicklung ist doppelplusungut.
Ich habe in den letzten Tagen Orwells "1984" gelesen und ich
fand es beeindruckend, wie sehr seine Dystopie immer mehr Anklang in der
Realität wiederfindet, so absurd es auch ist.
Und gerade die Kritik am Begriff "bildungsfern" strotzt nur so
von Staatsgläubigikeit, von Sozialismus. Man möchte es
ersetzen durch "dem Bildungswesen fern". Mit Verlaub: Bildung
kann man auch außerdem des Bildungswesen erfahren. Und Bildung
muss man außerhalb des staatlichen Bildungswesen erfahren, denn
sonst ist man bildungsfern, denn in der Schule lernt man nur
Grundfertigkeiten und Grundwissen, aber Bildung konstituiert sich erst
durch jahrelange Bildung in Eigeninitiative oder durch eine bildungsnahe
Erziehung durch die Eltern.
Der Autodidakt Marcel Reich-Ranicki hat nie eine Universität
besucht. Bildungsfern ist nicht, aber nach der vorgeschlagenen Defintion
wird er in einen Topf geworfen mit Leuten, die "dem Bildungswesen
fern" sind. Seine persönliche Leistung wird schlicht negiert.
nur dringend nahelegen, sich zumindest mal von Wolf Schneider
"Magie der Worte" zu Gemüte zu führen. Denn was die
Herr- und Frauschaften (hoffentlich war das politisch korrekt genug?!)
nicht bedenken bei ihrer Sprachanalyse ist der Umstand, dass JEDES Wort
zugleich auch sein Gegenteil bedeuten kann, das liegt - man kann es
bedauern oder einfach nur in seine alltägliche
Realitätswahrnehmung einfließen lassen - in der Natur der
Sprache.
Jedes neu ziselierte, noch längere, Kunstwort, wird binnen weniger
Jahre ebenfalls einen Rattenschwanz an Konnotationen sammeln - es
handelt sich ergo um eine Inflation der gesellschaftlichen Euphemismen.
Jetzt würde mich nur noch die Höhe des Sitzungsgeldes für
diese "Sprachforscher" interessieren.
Ich frage mich manchmal nur noch, wie viel Langeweile muss man haben um an so einer "Konferenz" teilzunehmen???
Assoziationen sind diskriminierend
Genauso diskriminiertend finde ich Armut, Einzelkind, verhaltensauffällig, Hartz IV. Aber nicht wegen der Zusammensetzung der Buchstaben, sondern wegen der Assoziationen, die diese Wörter wecken, bewusst geweckt werden. Die meisten Bezeichnungen kommen doch aus dem Behördendeutsch, weil die dort um Unterstützung ersuchenden Menschen irgendwie klassifiziert und eingeordnet werden müssen, damit ihnen die auf sie zugeschnittene Hilfe zuteil werden kann. Bewusst zu Bittstellern abgewertet sollen sie vor dem Bürokratenapparat möglichst klein gehalten werden, bis hin zur Kapitulation. Kafka lässt grüßen.
Die haben noch ein Wort vergessen (Ironie)
Das Wort Zensur ist negativ behaftet und muss mit auf die Liste.
Begründung Zensur wird generell mit Diktaturen und
Menschenverachtenden Regierungen verbunden. Damit niemand auf die Idee
kommt so etwas über unsere Regierung zu sagen muss vorher dieses
Böse Wort auf die Lsite mit den nicht zu nennenden Wörtern
gesetzt werden. Eine Langjährige Haftstrafe dazu mit
Kommunikationsverbot nach aussen und die PC Umerziehung. Sonst
könnten ja wieder so unanständige Wörter in die
Öffentlichkeit gelangen. (Ironie aus).
.
Wenn man Alleinerziehend und Arbeitslos nicht mehr sagen darf wird es im
schlimmsten fall dazu führen dass Menschen die in dieser Situation
sind keine Hilfen mehr bekommen.
.
Alleinerziehende haben mein tief empfundenen Respekt denn ich kenne kaum
eine Aufgabe die Herausfordernder für die betroffenen ist.
Im Grundgesetz Artikel 3 Absatz 3 heißt es: "Niemand darf
wegen (...) seiner Sprache (...) benachteiligt oder bevorzugt werden.
(...) "
Ich fühle mich diskriminiert, wenn ich die Realitäten nicht in
den Worten meiner Muttersprache benennen darf. Für mich bleibt
daher ein Ausländer ein Ausländer, ein Zigeuner ein Zigeuner,
ein Negerkuß ein Negerkuß, ein Illegaler ein Illegaler usw. usf.
Gut, "Migrant" oder "Mensch mit
Migrationshintergrund" dürfen diese orwellschen Faschisten von
mir aus verbieten, Das waren ohnehin nur politisch korrekte
Ersatzbegriffe für Ausländer.
Ich sage weiter Ausländer. Punkt.
Orwell'sche "Sprachreinigung" in Reinkultur!
Was hier entsteht, ist eine faschistische Diktatur.
Max Liebermann
soll beim Betrachten eines gewissen Fackelzuges gesagt haben:
„Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen
möchte.“ Dem ist eigentlich nichts hizuzufügen.
Wer die Begriffe beherrscht, beherrscht die Politik.
Wehret den Anfängen!
Ziel der Nationalen Armutskonferenz(!) ist laut Homepage . Das klingt
alles sehr gutmenschlich und unterstützenswert in deutschen Ohren.
Deshalb hackt nun auch eine große Mehrheit auf dem
SAP-Milliardär Plattner herum, der sich seines Reichtums nicht
schämt und großzügige Spenden angekündigt hat,
deren Zweck und Verwendung er allerdings selbst bestimmen will. Nein, so
hallt es, der soll sein (hoch versteuertes) Geld nicht spenden oder
stiften, er soll es gefälligst dem Staat geben, auf das der es
GERECHT verteilen möge. Denn offenbar kann nicht sein, was nicht
sein darf: dass einer solch ein Vermögen wirklich verdient, weil er
Erfindungsgeist hat, klug, innovativ und wagemutig ist.
Und nun kommen die politisch ganz korrekten Sprachpanscher der nak
daher, wollen uns Maulkörbe verpassen mit einem Katalog neuer
Un-Worte. Also schnell die Schulbücher ändern und
Sprach-Blockwarte einsetzen!!
Leider ist in meinem Beitrag "Was es nicht alles gibt", 26.2., 20:45 Uhr, etwas schiefgelaufen
Da muss es im ersten Absatz heißen:
...ist laut Homepage "Bedürftigkeit in Deutschland zu
minimieren... Nach dem Motto 'Armut ist falsch verteilter Reichtum'. Das klingt...
Tut mir leid!
Es ist m. E. Zeitverschwendung, was die Armutskonferenz da gemacht hat.
Denn letztlich können auch neu geprägte Begriffe für z.
B. "alleinerziehend" genauso abwertend gebraucht werden.
Ändern würde sich also nichts.
Den Begriff "alleinerziehend" sehe ich selbst nicht als
negativ an.
In meinen Augen wird es mit der "politischen Korrektheit"
einfach übertrieben. Oder wäre es politisch korrekt, wenn ich
in einer Pommesbude statt eines Zigeunerschnitzels ein "Sinti- und
Roma-Schnitzel" bestelle?
Mut zur Intoleranz gegen den rigiden Sprachkodex
Meinungsfreiheit ist eine der wichtigsten Errungenschaften der Demokratie. Womit wir wiederholt konfrontiert werden, ist ein weiteres Kapitel im Amoklauf der PC. Aus falschverstandener Toleranz werden Verhaltensweisen von PC-Ideologen gebilligt (wie lange noch?), deren PC-Sprachnormierungen und -Stilblüten sich bis ins Absurde steigern, die eigentlich nicht mehr hinzunehmen sind. Zu Recht gilt das Paradoxon: «Im Namen der Toleranz müssen wir uns das Recht vorbehalten, die Intoleranz nicht zu tolerieren».
wenn man Mist als "Mist" und Murks als "Murks" bezeichnete.
"Menschen mit Migrationshintergrund" sieht man doch deutlich,
daß eine Änderung bzw. ein verbot von Bezeichnungen absolut
nichts ändert. Wer mit dem bisherigen Wort eine negative
Konnotation verbindet, der wird diese auch auf das neue Wort transferieren.
Und was ist bitte an "Behindertentransport" so schlimm? Ein
Bus ist ein öffentliches Transportmittel, und auch wenn es am
ÖPNV etliches auszusetzen gibt, als Gegenstand fühlt sich wohl
keiner der Transportierten. Der Duden sagt: "Transportmittel:
Transportieren von Gütern und Personen dienendes Kraft-, Schienen-,
Luft- oder Wasserfahrzeug."
Übrigens kann man auch Gegenstände befördern. Tja, die
deutsche Sprache wieder mal...
Diese übermäßige Political Correctness verhindert und
verbessert nichts. In den USA ist es eine Beschimpfung, wenn man sagt
jemand solle den "short bus" nehmen. Klingt harmlos, im
Klartext ist es das Equivalent des deutschen "du bist sowas von
behindert", weil zu diesem Zweck meist Kleinbusse eingesetzt werden
Ein Depp ist ein Depp ist ein Depp
Wir brauchen viel eher diese Art von Klarheit, das eindeutige Benennen
der schlichten Tatsachen.
ein Depp
ist ein Depp und bleibt ein Depp, wenn er arbeitet und Parteien
wählt,
welche die kalte Progression ums verrecken nicht abschaffen wollen.
Falsch!
Ein Depp ist kein Depp sondern ein "Andersfähiger"! Ja da darf lachen. Jemand ist auch nicht fett sondern "vertikal herausgefordert". Das ist echter Neusprech mit Humorpotential!
Ist ein "soziales Unwort".
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