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Politisch korrektes Deutsch Verbände wollen „soziale Unwörter“ zensieren

 ·  Die Armutskonferenz will „soziale Unwörter“ aus dem Sprachgebrauch verbannen. Das Bündnis hat dazu eine Liste mit 23 abwertenden Begriffen erstellt. Nach Ansicht der Sprachwächter sind selbst Worte wie „alleinerziehend“ oder „arbeitslos“ diskriminierend.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (153)
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Wolfgang Richter

Neues aus der Anstalt

Man kann gar nicht glauben, wo wir inzwischen hingeraten sind.
Daß hochbezahlte "Experten" so zugleich lächerliche und für Freiheit und Demokratie hochgefährliche Vorschläge präsentieren würden, hätte man vor einigen Jahren für unmöglich gehalten.
Man glaubt, in eine offene Psychiatrie-Einrichtung geraten zu sein.

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Greulich Franz

Hilfe, holt mich hier raus!

Das scheint mir noch schlimmer, als das Dschungelcamp.
Solange sogenannte "Experten" mit so etwas Geld verdienen und vor allem recht viel Raum in den Medien bekommen, geht´s uns noch viel zu gut!

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Christian Hund

Just say "no"

Es ist doch eigentlich recht einfach: mögen sich Einige ausdenken, was sie wollen - während wir uns nur schlecht gegen EU-Zwangsabgaben, EU-Zwangserweiterungen, EU-Zwangshilfestellungen für Clown-Republiken etc. wehren können, liegt die Freiheit der Gedanken und deren Artikulation doch beim Einzelnen selbst?! In einem Gemeinwesen muss es immer eine linke und eine rechte Grenze geben, um anderen nicht rücksichtslos auf die Füße zu treten - das ist klar.
Aber die Anordnung von immer mehr "Gutmenschlichkeit" ist doch nicht alternativlos?! Der Mainstream wird ja gerade nicht von Wenigen vorgegeben, sondern er wird von der Masse gelebt. Man muss sich im Gegenzug lediglich von dem Selbstbild verabschieden, der glatteste und schmierigste Aal im Fluß sein zu wollen...

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Alfred Schaller

Gedankenverbrechen jetzt verboten?

Das erinnert doch stark an die Gedankenverbrechen in "1984".
Es passt zu dem gegenwwärtigen Trend von Tabuisierung und political correctness, bei dem unangenehme Teile der Realität in der öffentlichen Diskusssion verdrängt werden. Glaubt man wirklich, man könnte Probleme lösen, indem man ihre Beschreibung verbietet?

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Wolfgang Richter

Wer zensiert endlich die "politisch Korrekten"?

Die politisch korrekten Gutmenschen links-sozialistischer Couleur wollen durch Begriffsbesetzungen herrschen und in ihrem Sinne die Gesellschaft verändern und alle Menschen zwangserziehen.
Damit üben sie mindestens genauso Zwang und Herrschaft aus wie die von ihnen verachteten "Reaktionäre".
Sie sollten nicht vergessen, daß die von ihrem Vorbild, der grünen Bewegung, sehr erfolgreich verwendeten Verfahren wie "Sand im Getriebe", "ziviler Ungehorsam" etc. sich auch gegen sie richten lassen. Es wird Zeit dafür.

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Otto Meier

Aus den Ohren, aus dem Sinn? Soziale Unwörter spiegeln die Realität.

Die Diskriminierung von Menschen ist in Deutschland an der Tagesordnung. Das sollte sich auch weiterhin im Sprachgebrauch niederschlagen. Es gibt schon genug geschönte Statistiken, als daß es auch noch geschönter Sprache bedarf.

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claus bronner

Es ist schlimm....

Dass es immer mehr dieser "Gutmenschen" gibt, die alles besser wissen, besser können und unsere Welt ach so gut machen wollen!

Aber, wir haben ohne diese Unzahl von Gutmenschen besser und friedlicher gelebt!

Und Neger gibt es ja auch bald keine mehr!

Armens Deutschland!

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alois schneider
alois schneider (formal) - 27.02.2013 20:30 Uhr

wer noch den sozialistisch verordneten Wortschwall aus der DDR im Ohr hat

der weiß, das hier nichts neues geschieht.
Uns wird verordnet, was wir sagen (und denken) dürfen. Unter Androhung von Ausgrenzung mit den entsprechenden Folgen (Berufsverbot und schlimmeres...)
Der Linksfaschismus greift uns, dank Herrschaft in den Medien, an.
Wenn wir den Angriff nicht zurückweisen, bestimmen andere, was wir sagen dürfen und was nicht.
Das wars dann mit Demokratie uns Meinungsfreiheit.

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Uwe Schönfeld
Uwe Schönfeld (Uwesc) - 27.02.2013 18:39 Uhr

DDR 2.0

Das kenne ich noch aus der DDR : Der Begriff Russe war negativ besetzt und wurde durch Freunde ersetzt , Chemnitz musste Karl Marx Stadt heißen, der Westen war der Klassenfeind oder das nichtsozialistische Wirtschaftsgebiet, mit dem schwarzen Kanal war das Erste deutsche Fernsehen gemeint und der Weihnachtsengel wurde zur Jahresendfigur mit Flügeln. Wer die neuen Begriffe nicht benutzte wurde zum Aussenseiter, weil er noch kein entwickeltes sozialistisches Bewußtsein hatte und damit dem Klassenfeind nahe stand. Das ganze Theater hat 40 Jahre gedauert . Heute gibt es andere Prioritäten der Gedankenerziehung. Russe ist kein Schimpfwort mehr dafür aber Zigeuner und Karl Marx Stadt heißt heute wieder Chemnitz. Das sollte den linken Sprachvergewaltigern eigentlich eine Lehre sein. Vielleicht sollte man ja den diskriminierenden Begriff Migrant einfach wieder durch das ursprünglichen Wort ersetzen - ist mir leider gerade entfallen - ich glaub die Gerhirnwäsche hat schon gewirkt .

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Peter-Georg Römer

Ich würde Ihnen gern zustimmern,

aber die 'Gleicheren' bei Orwell waren die Schweine. Soweit bin ich, noch, nicht.
(In meiner vorherigen Überschrift muß es natürlich 'zu sehen' heißen.)

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Peter-Georg Römer

Das ist erfreulich zusehen

In diesen stürmischen Zeiten gibt es noch sonnige Plätzchen, an denen der Biedermeier Stammtisch gedeiht und seine weltstürzenden Ergebnisse einer verzückten Öffentlichkeit mitteilt.
Wo leiten diese Leute ihre vermeintliche Berechtigung her, alle anderen belehren und schurigeln zu dürfen?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.02.2013 17:05 Uhr
Uwe Unwichtig

Wo die das hernehmen ?

Zitat : "Alle Menschen sind gleich, aber manche sind gleicher".
Die Berechtigung kommt dadurch das man nach außen hin vermeintlich "Gutes" tut (bzw es so darstellt), aber im Sinn hat das Denken mittels der Sprache langfristig umzugestalten, um kritisches Verhalten zu unterbinden. Motto : Wenn alle gleich (nach unseren Vorstellungen) denken haben wir einen besseren Menschen "geschaffen". Alles nachzulesen bei George Orwell.
Mit doppelplusschnell in den Abgrund. Und der rot-grünen Brille auf, damits auch politisch korrekt ist.

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Werner Patzelt
Werner Patzelt (wpat) - 27.02.2013 16:14 Uhr

"Verweigern Sie sich der Wortdiktatur!"

"Sprechverbote bringen die offene Gesellschaft in Gefahr. Setzen wir uns gemeinsam gegen die Gedankenpolizei zur Wehr."

Zwei treffende Zitate aus Roland Tichys lesenswertem Artikel "Dämonen drohen" in "Wirtschaftswoche" online.

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Matthias Jehn

Wörterbuch mitliefern

Am besten, man liefert dem Leser dieser Berichte ein Wörterbuch mit, um das "Neusprech" zu verstehen. Oder man bringt gleich einen neuen Duden heraus, wo alle neuen Wortungetüme aufgelistet und erläutert werden; Titel: Deutsch - Poltically Correct bzw. Politically Correct - Deutsch. Dieses Buch dürfte bei allen Personen des öffentlichen Lebens, die ihre Karriere nicht wegen einer falschen Formulierung beenden wollen, der Renner sein.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 28.02.2013 08:29 Uhr
Wolfgang Richter

Noch einfacher

Eine Liste der noch erlaubten Worte.
Dann ist nur noch denk- und ausdrückbar, was dem neuen gutmenschlichen System genehm ist. Das vereinfacht das Denken und schützt vor folgenschweren Gedankenverbrechen.

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Sigrid Fröhlich

Wie wahr!

Wieso geht eigentlich nicht schon lange ein Aufschrei der Wut und Emporung durch die gesamte Presse (inklusive Funk und Fernsehen) angesichts dieses unerträglichen grün-linken Gesinnungsterrors?

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.02.2013 22:31 Uhr
alois schneider
alois schneider (formal) - 27.02.2013 22:31 Uhr

hier noch mal die Zahlen

über 80 % der Journalisten sind stramm links. Allein 47 % sind Anhänger der linksextremen Grünen (Studie Uni Bremen, ebenso focus-online und Uni Berlin).
Man nennt das Monopolstellung.
Die im GG geforderte ausgewogene Berichterstattung ist längst Asche.
Der links-grüne Gesinnungsterror geht von dort aus.

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Alexander Pfaff

Weil, wie in einigen Studien bereits nachgewiesen,

...die Presse zum Großteil genau diesen links-grünen Gesinnungsterror unterstützt! Anders ist auch nicht zu erklären, warum eine Partei, wie die B90/GRÜNEN, zweistellige Wahlergebnisse einfahren können. Eine Partei die ganz öffentlich an der Zerstörung Deutschlands arbeitet, was allerdings durch die Presse nicht verbreitet wird.

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Uwe Unwichtig

Wieviel war noch gleich ..

2 + 2 ? Ich weiß es nicht ... Lange kanns nicht mehr dauern bis die ersten Bücher Brennen und die ersten Meinungen wegen "Gedankenverbrechen" (dieses Wort wäre dann aber erlaubt, schließlich muß man Andersdenkende ja brandmarken, und wenn der Rest der Sprache weichgepültkuschelt wurde wären das quasi "Alarmwörter") weggesperrt werden. Ich frag mich wirklich wo das noch hinführen soll. Einige Ideologen aus der Vergangenheit dürften feuchte Träume in ihren Gräbern bekommen wenn man sich anschaut wie sehr ihr Geist doch heute noch weiterlebt und weiterentwickelt wird.

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birgit molt
birgit molt (biggihay) - 27.02.2013 10:53 Uhr

soziale Unwörter

Selten einen größeren Bockmist gelesen, als diese "Wünsche". Frei nach dem Motto: Alles schöner reden! Es ändert doch nichts an der Tatsache. Armutskonferenz? Wohl eher ein Armutszeugnis ... und sowas verdient auch noch Geld damit.

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Herbert Mayer

Wow

dann bitte auch das Unwort Frau streichen. Denn damit werden ja öfter körperliche Schwäche assoziiert (im gegensatz zu Männern), obgleich es ja auch einzelne Frauen gibt, die körperlich stärker als einzelne Männer gibt!!

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block stone

wie unfähig

wie unfähig diese organisationen und verbände sind zeigt wieder mal dieser artikel.
statt programme zu entwickeln, wie man die armut in der eu in den griff bekommt-werden solche ideotischen debatten geführt.....einfach NUR PEINLICH !!!!

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Frank Müller

Wir kommen Orwells Buch immer näher

Die Atmosphäre in unserem Land wird immer stickiger und enger. Proportional zu der wachsenden Enge wird der Pfad zum „Gedanken- und Meinungsverbrecher“ immer breiter. Ich denke hier an die sprachliche „Säuberung“ von Kinderbuchklassikern und die Umbenennung von Straßen, die historischen Persönlichkeiten gewidmet sind. Immer häufiger und immer heftiger erfolgen auch Kampagnen gegen Abweichler von den Sprachreglungen der Politischen Korrektheit wie Martin Hohmann, Eva Herrmann, Professor Michael Vogt oder Sarrazin. Sie haben niemanden geschadet, sondern sich ihres Rechtes auf Meinungsfreiheit bedient und haben dabei die gängigen Sprachtabus verletzt. Wer sich so eines „Verbrechens“ schuldigt macht, muss um seine soziale Existenz fürchten, da er als Nazi diffamiert wird. Das trifft auch nonkonforme Gruppen wie die Burschenschaften, die, bis heute basisdemokratisch organisiert, an der Wiege der deutschen Demokratiebewegung standen, nur weil sie linke Denk- und Sprachtabus verletzen.

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Otto Kaldrack

traurig

wenn Worte wie arbeitslos oder alleinerziehend, die ja die Wahrheit wieder-
geben, nicht mehr benutzt werden dürfen. aber die Wahrheit ist in diesem
unserem Lande ja schon lange nicht mehr gefragt, was an der Behandlung
von Herrn Sarrazin in seiner eigenenen Partei ablesen kann. Während in
der SPD die Wahrheit bestenfalls noch 5 % ausmacht, ist dies bei Sarrazin
zu ca. 95 % der Fall. Sowas ist dann schlecht kompatibel. Nur noch traurig
das Ganze. Griechenland hat sich ja schon lange von PLATOS 3-Satz
denken, was wahr ist
fühlen, was schön ist
wollen, was gut ist
abgewandt. Hier erfolgt die Abkehr von diesen einfachen Grundregeln auch in
immer schnelleren Schritten. Wann werden wir dann hier auch Zustände be-
kommen, wie im sogenannten arab. Frühling?

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26.02.2013, 09:23 Uhr

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