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Politiker kritisieren Bahn-Preiserhöhung „Übelste Abzocke“ und „Größenwahn“

 ·  Am Montag hatte Bahnchef Mehdorn eine Erhöhung der Ticketpreise angekündigt - und gleichzeitig glänzende Halbjahreszahlen vorgestellt. Das haben Verkehrspolitiker quer durch die Fraktionen scharf kritisiert. Der Verkehrsminister hingegen verteidigte Mehdorns Strategie.

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Herold Binsack
Herold Binsack (Devin08) - 19.08.2008 19:56 Uhr

Die Finanzindustrie ist das Nadelöhr

Es klingt gut: gewisse Betriebe wieder zu verstaatlichen, aber zwei Dinge gebe ich bedenken: Diese Staatsbetriebe waren (und sind) auch als solche Teil einer kapitalistischen Infrastruktur, nur eben anderen Zwecken zugeordnet - die Bahn zum Beispiel dem Zweck eine gewisse öffentliche Macht sicherzustellen, beim Transport von Gütern und Menschen, die der gesamten „Verwertung des Werts“- Gesellschaft zugute kommen sollten. Dies gilt wo die Produktion von Gütern im Vordergrund steht und eine rein private Bahn nicht nur der Gefahr von Arbeitsniederlegungen unterlegen wäre (daher Beamte), sondern vor allem der kapitalistischen Konkurrenz selber. Nun steht die sog. Finanzindustrie im Vordergrund – glaubt man zumindest – daher ist die Verwertung der Bahn selber (Stückchen für Stückchen) ein offenbar nicht verzichtbares Finanzgeschäft. Zweitens und das ist der eigentlich entscheidende Punkt: Die Ablösung der Macht der Finanzindustrie durch die des privaten Konsums (der Gen- und Biotechnologie) deutet sich da am Horizont schon an, aber doch ist die Finanzindustrie jenes Nadelöhr, wo das Kapital durchzugehen hat. Und was danach kommt, das weiß nur der Teufel.

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Peter Hinz

Öffentliche Betriebe der Daseinsvorsorge wieder verstaatlichen!

Es wird Zeit, dass die öffentlichen Betriebe der Daseinsvorsorge (Bahn, Post, Telekom) wieder in staatlicher Verwaltung geführt werden. Der ganze Privatisierungs-Hype hat dem Bürger und Verbraucher nichts gebracht, außer unübersichtlichen Angebots-/Preisstrukturen und unzuverlässigem Service. Lieber eine Eisenbahn, die ganz offiziell aus dem Staatssäckel finanziert wird und deren Fahrpreise sich auch die Oma Müller leisten kann, ohne auch noch bei eBay mitsteigern zu müssen. Die elegante moderne Luxuseisenbahn von Herrn Mehdorn kann von mir aus auch auf dem Eisenbahn-Netzwerk fahren, aber zuerst einmal muss die Grundversorgung der Bevölkerung stimmen. Das ist schon lange nicht mehr der Fall. Deswegen: Weg mit den Pseudo-Aktiengesellschaften, zurück zur Bundesbahn und zur Bundespost!

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Paul Rabe

@Herrn Binsack sehr richtig, es geht um den Kapitalismus !

Herr Binsack, absolut richtig erkannt, es gibt keinen Kapitalismus ohne Kapitalisten. Deswegen ist Herrn Mehdorn auch absolut kein Vorwurf zu machen, der handelt genau so wie man es im Kapitalismus von ihm erwartet. Fahrgäste sind für ihn nur zu einem gut. Möglichst viel Geld aus ihnen zu 'melken'. Ich habe vor Herrn Mehdorn großen Respekt, denn er beherrscht das 'melken' außerordentlich gut zur Freude der Bahnanteileigner. Die spannende gesellschaftliche Frage ist aber: Ist Kapitalismus immer richtig ? Wollen wir das Bahnkunden zu Gunsten von Kapitaleigner 'gemolken' werden ? Ich gebe Ihnen völlig recht. Wer A sagt, also für den Kapitalismus ist, der muss auch B sagen, es also richtig finden, daß die Bahn Profite ohne Rücksicht auf Kunden optimiert. Der Mehdorn ist ein sehr Guter....!

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Thomas Mirbach
Thomas Mirbach (lurkius) - 19.08.2008 16:16 Uhr

Abzocke

Ich bin mit Herrn Mackay. Fürchte, dass mit einer Privatisierung der Bahn wir vom Regen in die Traufe kommen. Das wird jeder nachvollziehen können der die Bahnprivatisierung in England erlebt hat. Apropos Abzocke. Nein, lassen wir uns lieber von einem Staatsmonopol abzocken. Hat jemand schon mal erlebt was passiert, wenn man vergisst seine Bahncard zu kündigen? Innerhalb kürzester Zeit kommen Mahnbriefe von Inkassounternehmen mit deftigem Aufgeld. Wer hat schon mal klar und eindeutig einen Hinweis der DB gesehen dass - und wie - das verfluchte Ding zu kündigen ist? Das sind Geschäftsgebahren die einem Internet Pornoanbieter die Schamröte ins Gesicht treiben würde.

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Herold Binsack
Herold Binsack (Devin08) - 19.08.2008 16:03 Uhr

Profithungrige Investoren?

Gibt es auch nicht-profithungrige Investoren? Wer wie die Grünen nun „die Investoren“ dafür geißeln möchte, dass sie das Angebot annehmen, dass man ihnen seitens der Politik angeboten hat, nämlich indem man die Deutsche Bahn (vorher Bundesbahn) privatisiert, möchte offenbar die eigene sehr konkrete, um nicht zu sagen real-konkrete Verantwortung auf eine anonyme (nicht wirklich fassbare) Masse abwälzen – d e n Investoren. Warum sagt Kuhn nicht gleich profithungrige Kapitalisten? Dann wüssten wir, dass sie endlich dort angekommen sind – diese Grünen – wo schon andere (kleinbürgerliche) Kritiker eines Kapitals, das sich in gute und in böse Kapitalisten einteilen soll, gelandet sind. Wer den Kapitalismus will, aber nicht die Kapitalisten, landet bald bei einem Volkskapitalismus, den es natürlich nicht gibt, aber dessen mit Unheil geschwängerte Ideologie umso mehr.

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Andreas Pliester

Für den Platz bei Schlachtvieh-Transporten gibt es EU-Normen,

bei der Bahn gibts die leider nicht. Und das betrifft nicht nur die S-Bahnen, Herr Kirsch. Traurige Normalität ist das inzwischen auch auf der ICE-Vorzeigestrecke Frankfurt-Köln. Fast täglich ist das zu erleben, wenn Sie es wagen zwischen 18 und 19 Uhr Richtung Köln zu starten. Zugbegleiter haben längst aufgegeben, Fahrkarten zu kontrollieren. Wenn sie es doch wagen, endet das gern (wie gestern abend) auch mal mit entnervtem Anbrüllen der Fahrgäste, dass sich "jetzt nicht jeder einzelne beschweren solle". Sitzplatzreservierungen? Vergessen Sie's, Sie kommen e' nicht durch den Zug. Ja, wir reden immernoch vom ICE3. Das ist der wo man in der Werbung immer so entspannt reist. Dennoch ist mir eines unverständlich: die Energiepreise sind in den letzten Jahren um 50% bis 100% gestiegen. Die Bahn, obwohl direkt und massiv von solchen Erhöhungen betroffen, erhöht die Preise aber nur um lächerliche 3%. Kann mir das einer von den hier versammelten Betriebswirtschafts-Experten erklären? In meinen Augen ist es nur logisch, dass deshalb an anderen Enden gespart werden MUSS. Ich bin gern bereit, für mehr Service auch mehr zu bezahlen. Dann würden sich auch endlich die derzeit exorbitanten Fahrgastzahlen wieder normalisieren.

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Rolf-Dirk Maehler

Was bedeutet es, wenn der Unternehmensgewinn alles dominiert?

Eins vorweg: Unternehmensgewinne sind richtig und notwendig: Aber wie überall im Leben kommt es auch hier auf das richtige Maß an und das ist auf jeden Fall in Deutschland verloren gegangen. Wenn Unternehmen und Unternehmer / Manager nur noch an der Höhe des Gewinns gemessen werden, dann ist das exakt das Gleiche, als wenn Sportler nur nach der absoluten Leistung bewertet werden. Doping und Gewinn können den gleichen Stellenwert bekommen. Unternehmer und Manager sollten sich einmal zurückbesinnen, daß der Unternehmenszweck nichts mit dem Gewinn zu tun hat. Im Gegenteil der Gewinn ist das Ergebnis guter und erfolgreicher Unternehmenstätigkeit. Kundenzufriedenheit, langfristig angelegte Strategie, besser werdende Produkte oder Dienstleistungen, auch Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit sowie angemessene Preise sind u.a. richtige Erfolgsfaktoren. Man beurteile einmal was davon z.b. die Bahn AG, aber auch ehemalige Staatsunternehmen wie Post und Telekom bieten. Und die sind nicht die alleinigen schlimmen Finger. In Deutschland ist die Unternehmenskultur auf dem gleichen schäbigen Niveau wie die Politik.

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Marvin Parsons
Marvin Parsons (mapar) - 19.08.2008 12:35 Uhr

Merkwürdige Aufregung

Als Behördenbahn hat die Deutsche Bundesbahn auch regelmäßig die Preise erhöht, und das wurde zähneknirschend hingenommen, über diese Obrigkeitsentscheidungen gabe es kaum mehr als eine Notiz in den Zeitungen. Seit die Bahn (leider nur halb) privatisiert wurde ist jede Entscheidung des Unternehmens für die Politik, Gewerkschaften und andere Lobbyisten ein Anlaß zur Anfeindung der Privatisierung und zur Nostalgie, denn in der guten alten Zeit muß Bahnfahren offensichtlich kostenlos gewesen sein. Der Fehler ist doch eher, daß die Deutsche Bahn AG immer noch das Streckennetz beherrscht und trotz "Privatisierung" das Monopol weitgehend behalten hat. Das ist so, als ob die Lufthansa alle deutschen Flughäfen und die Flugsicherung besäße, gäbe es dann ernsthaften Wettbewerb der Fluggesellschaften? Im Autoland USA wird von den bösen privaten Bahngesellschaften ein viel größerer Anteil des Güterverkehrsaufkommens auf der Schiene transportiert als von unserer immer noch halbstaatlichen Bahn, um ein gängiges Vorurteil mal zu relativieren. Übrigens: Würden nur 10% der Autofahrer auf die Bahn umsteigen, hätte die Bahn 100% mehr Passagiere (dabei jetzt schon Kapazitätsengpässe) und der Bundeshaushalt ein Riesenloch.

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Richard Friedrich

Bahn und Gruene versagen auf ganzer Linie

Koennte es bessere Munition als den Klimawandel geben? Koennte es noch dazu bessere Gruende geben, den oeffentlichen Verkehr in grossem Stil zu nutzen, als die hohen Spritpreise? Weshalb aber verhaelt sich die Bahn, als gaebe es all dies nicht? Mehr als das halbe Land wuerde bereitwillig auf die Bahn umsteigen, sofern sie sich endlich attraktiver gestaltete. Preise muessen stabil gehalten, Verspaetungen vermindert, Taktzahlen erhoeht, Angebote vermehrt und Regionen flaechendeckender angebunden werden! Die Bahn wuerde das Geschaefft ihres Lebens machen! Stattdessen foerdert sie zusaetzlich Politikverdrossenheit, da deren Unfaehigkeit ja nur demoralisierend wirken kann. Und Apropos Boersengang; Kaum ein Anleger wird eine Investition in die Bahn fuer lohnenswert erachten, die beim heutigen Stand erst zwei ICE auf franzoesischen Gleisen fahren lassen kann. Hingegen gibt es 58 TGV die bereits fuer unser Stromnetz umgeruestet wurden. Stichwort: eurpaweiter Schienenverkehr, der in wenigen Jahren kommen wird. Konkurrenz, die unsere gute DB wohl bitter noetig hat. So desolat die Bahn jedoch ihre beiden wohl staerksten jemals erhaltenen Truempfe derzeit verspielt, sehe ich schwarz fuer eine AG. Und ganz ehrlich; dann ist es auch gut sol

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Paul Rabe

Hallo FDP ? So funktioniert nunmal der Kapitalismus....

Das ist wirklich lustig, da macht der gute Herr Mehdorn (von dem ich übrigens sehr viel halte, ein wirklich ordentlicher Manager, der schon bei Heidelberger Druck einen prima Job gemacht hat) genau das was man von ihm erwartet und alle tun so als ob sie davon nichts wüssten. Wenn sich SPD, Grüne oder Linkspartei beschweren, ok, aber die FDP ?? Die reden doch Tag ein Tag aus von den Segnungen der ultra-freien Marktwirtschaft und plötzlich gilt das alles nicht mehr ? Die sollten doch wissen, daß ein kapitalistisches Unternehmen nur ein Ziel kennt: Kapitalvermehrung für den Eigentümer. Sonst nichts. Das bedeutet in der letzten Konsequenz, daß einem Herrn Mehdorn Fahrgäste nicht nur egal sein können sondern egal sein MÜSSEN(!) solange er andersweitig das Kapital seiner Aktionäre mehren kann. Nur so als Gedankenspiel: Mal angenommen der Stahlpreis würde sich verzehnfachen und ein Analytiker würde errechnen, daß die Rendite der Bahn sich verdoppeln würde wenn man sämtliche Schienen herausreist, den Stahl verkauft und das Geld am Kapitalmarkt anlegt. Würde Herr Mehdorn dies dann nicht tun, wäre das ein fahrlässiger Umgang mit dem Kapital seiner Aktionäre, sozusagen 'Sozialismus'...oder, liebe FDP ?

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Rolf Joachim Siegen

Herr Roigk, bei der Bahn handelt es sich

um eine 'weder-Fisch-noch-Fleisch' - Einrichtung. Jemand wie Mehdorn kann sich dort bloss halten, weil nicht die Kunden das Sagen haben, vielmehr die Chefs in Berlin sitzen, denen Kundenzufriendenheit des Monopolunternehmens schnuppe ist. Ihr Vergleich mit der amerikanischen Bahn ist unzulaessig, weil unvergleichbar ('Amtrak' betreibt nur wenige Routen im Passagierverkehr). Da muessten Sie schon auf hiesige Fluglinien zurueckgreifen.

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Oliver Breitenstein

Unternehmen Zukunft.

Meiner Meinung nach sollte die Bahn zuersteinmal an Ihrem Image-Problem arbeiten. Ich dachte immer, die Aufgabe der Bahn sei es eine attraktive Alternative zum Privatverkehr darzustellen. Umwelfreundlicher als jeder Allein-Fahrer, billiger und spritsparender. Im Moment sieht es leider so aus als müssten die Benzinpreise noch um Einiges weiter ansteigen bis sich Bahnfahren wirklich lohnt. Und von "attraktiv" kann kaum die Rede sein, wenn es schon fast zum Volkssport wird, negative Erfahrungen mit der Bahn zum Besten zu geben. Umweltfreundlich ist die Bahn eben auch nur dann, wenn Leute sie dem Auto bevorzugen. Deutschland hat ein wirklich gut ausgebautes Schienennetz und könnte bei besserer Vermarktung (nicht mehr sinnlose Werbung, sondern eine umgekrempelte Firmenpolitik) sehr viel des täglichen PKW Verkehrs umsatteln. Es wäre schade würde die Bahn in Zukunft wegen schlechtem Ruf und Unrentabilität beim Endverbraucher nicht besser genutzt.

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Thomas Frieling

Viel Feind - viel Ehr. Kein Feind - kein Ehrgeiz!

Warum kann es sich die Bahn erlauben, die Preise nach Gutdünken zu erhöhen, Wagen mit defekter Lüftung oder Klimanlage immer weiter einzusetzen, durch nicht optimierte Verkehrsführung immer wieder Verspätungen einzufahren, durch schlechte Wartung des Materials Langsamfahrten oder Wartezeiten einzuhandeln? Weil sie noch nicht privatisiert ist. Das Eisenbahnbundesamt tut sein übriges, um z.B. durch fragwürdige Vorgaben bei "Personen im (sic) Gleis" Verspätungen herbeizuführen. Und dann ist es nich einmal legal, mit einem Busunternehmen der Bahn auf Fernstrecken als Konkurrent entgegenzutreten. - TF

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gerd steimer
gerd steimer (kuhno) - 19.08.2008 11:51 Uhr

"Haltet den Dieb" Politiker im Sommerloch

Herr Mehdorn ist ein ehrlicher Mann, er handelt schon so, als ob die Bahn bereits privatisiert wäre und presst aus den Kunden raus was er kann. So ist das in der freien Wirtschaft, wenn man ein Monopol hat. Verlogen sind die Fritz Kuhns, Reinhard Loskes, Friedrichs, Dörings und Scheers und all die andern mehr oder weniger wichtigen Wichtigtuer aus der Politik. Wohl wissend, dass sie nichts ändern können (oder wollen) lassen sich gut ihre populistische Donnerwetter medial vermarkten. Letztendlich haben aber sie und ihre Kollegen die Verantwortung dafür, dass es so kommt. Handeln statt krakeelen wäre angesagt.

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Christian Roigk
Christian Roigk (Dubai1) - 19.08.2008 11:09 Uhr

Mehdorn hat seine Verdienste

... aber ich frage mich, wie lange sich der Eigentuemer der Bahn, die Bundes- republik Deutschland, vertreten durch den Verkehrsminister, vom Bahnchef seine Politik vorschreiben lassen will. Mehdorn hat seine Meinung zum Boersengang kundgetan, das ist ok, aber damit hat es sich auch. Entscheiden tut der Eigentuemer. Was er jetzt veranstaltet, kommt Selbstherrlichkeit sehr nahe. Die Bahn ist in ihrer Konstruktion nicht irgendein Verkehrstraeger. Die Bahn nimmt auch eine sehr wichtige volkswirtschaftliche Aufgabe im Guetrverkehr und im Personenverkehr wahr. Ich bin daher persoenlich ein vehementer Gegner einer Privatisierung, da sich mir der Vorteil nicht erschliessen will. In den USA und Grossbritannien kann man die Folgen ( und Preise ) einer Privatisierung ausgiebig bewundern...

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Andreas Kirsch

Abzocke ?

dann sollten hier alle Bahn-Kritiker und Politiker mal S-Bahn oder Regional-Bahn zwischen 6-8 Uhr und 15-17 Uhr fahren - alle Passagiere wie Vieh zusammengepfercht, man(n) ist schon froh wenn es einen Stehplatz gibt. Und dieses traurige Schauspiel nicht selten über 50 km - also etwa 3/4 Stunden. Der Mehdorn ist kein Abzocker, der Typ ist inzwischen grössenwahnsinnig. Wenn der die Fahrgäste weiterhin wie Vieh behandelt, werden diese sich recht bald überlegen ob eine Fahrgemeinschaft (4-8) Personen doch nicht günstiger ist. Und einen angenehmen Sitzplatz gibts obendrein gratis.

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zx10 (zx10) - 19.08.2008 10:56 Uhr

Politiker und Gewerkschafter meckern

und sind doch einsichtig. Die Preiserhöhung ist nicht nur durch die letzte Tarifrunde begründbar (z. B. auch Energiekosten). Preiserhöhungen sind immer unangenehm. Politiker sind jedoch die größten Preistreiber im Markt. sei es durch Abgaben- und Steuererhöhung oder durch regulative Eingriffe (Vorschriften etc.) in den Markt. Sie betätigen sich als Brandstifter und lassen sich als Feuerwehrmann (mit eher manchmal fragwürdigem Erfolg) feiern.

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Stefan Klein
Stefan Klein (sk003) - 19.08.2008 10:35 Uhr

Ausgangsbasis

Die Deutsche Bahn ist eine Aktiengesellschaft. Sie gehört den Aktionären, die ihr Geld dort anlegen damit es vermehrt wird. Das ist erst mal nichts schlechtes. Als Verwalter des Geldes versucht Mehdorn die Rendite zu erhöhren. So ist das nun mal. Der Knackpunkt ist dass wir es hier mit Folgen der Entscheidung, die Bahn in Richtung Privatisierung zu bewegen, zu tun haben. Eine gute Zeitung sollte das als Ausgangsbasis nutzen.

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Protektionismus nach Brüsseler Art

Von Hendrik Kafsack, Brüssel

Die Europäische Kommission will Strafzölle auf Solarmodule aus China erheben. Zahlreiche Unternehmen warnen vor der Reaktion Chinas. Davon darf sich die EU nicht beeinflussen lassen – trotzdem sollten die Mitgliedsstaaten alles daran setzten, die Kommission von ihren Plänen abzubringen. Mehr 24 12

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