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Piratenpartei Nichts geht über Transparenz

 ·  Transparenz heißt das Zauberwort der Piraten. Alles soll durchsichtig sein, niemand darf sich verstecken. Geheimnisse sind dem Piraten suspekt. Aber sie vergessen den Schutz der Privatheit.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (24)

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Moritz Richter

Abenteuerliche Argumentationsführung des Autors

Um auf die Meinung der Piratenpartei zum Thema Urheberrecht einzuschlagen, scheint wohl keine Argumentationskette zu kreativ. Nach der erstaunlichen Feststellung "vor lauter Information weiß man am Ende gar nichts mehr" (wir sollten dem Staat wohl dankbar sein, dass er uns vor zuviel Informationen schützt), reißt die Kette schon beim ersten Glied: Die Piratenpartei fordert mitnichten einen transparenten Bürger. Das genaue Gegenteil ist der Fall: "Die Forderung einer transparenten Politik statt eines gläsernen Bürgers ist Kernbestandteil der politischen Arbeit der Piraten." So räumt die Piratenpartei in ihrem bekanntlicherweise schmalen Parteiprogramm sehr viel Raum den Begriffen Privatsphäre und Informationelle Selbstbestimmung ein. Vom transparenten Bürger keine Spur.

Was schließlich das Urheberrecht mit der Privatsphäre des Urhebers zu tun hat? möchte der Musiker etwa, dass seine Musik möglichst niemand hört? Hier ist dem Autoren wohl auch kein Argument zu schade...

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Gerhard Storm

Transparente Inhaltsleere

Die Stärke der Piraten, die Transparenz, ist gegenwärtig noch ohne nennenswerte Inhalte. Das wird von Sprechern der Piraten auch zugegeben.

Die Wahlwerbungsperiode ist jetzt vorbei, viele Wähler haben sich von der Tranparenzität der Piraten faszinieren lassen. Denn für die großen Parteien u. Euro-Körperschaften ist das ein Fremdwort.

Aber jetzt ist es höchste Zeit, dass sich die Piraten mit Fachkräften eindecken, damit die Tranparenz endlich mit Inhalt gefüllt wird.

Denn irgendwann ist ein verlegenes Herumreden um irgendwelche Ziele den braven und oft gläubigen Wählern zu dumm.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.04.2012 17:40 Uhr
Andreas Girlich

Transparenz wird schon gelebt

Transparenz innerhalb der Piratenpartei wird bereits gelebt, in Form von öffentlichen (gestreamten) Fraktions- oder KV-Sitzungen. Ich finde, dass das schon ziemlich viel Inhalt ist.

Auf staatlicher Eben lassen sich die Ziele und Forderungen der Partei (ziemlich versteckt und im Kleingedruckten) auf ihrer Webseite nachlesen.

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alois schneider
alois schneider (formal) - 06.04.2012 13:53 Uhr

alles ist so transparent

so das wir alle sehen können: bei den Piraten ist nichts, Leere.
Die neue Medienwelt macht es seit Verona Feldbusch u.a. möglich.
Ich kann nichts, ich weiß nichts, aber ich bin medienpräsent. Das reicht!

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thomas schulz

Wie bitte ?

Die staatlich organisierte Datensammelwut ist keine gehässige Unterstellung von Zeitgenossen, die etwas zu verbergen haben bzw. verbergen wollen, sondern common sense. Dieses bedenkliche, offensichtlich naturgesetzliche Vorgehen führen Sie nun ins Feld, um die Forderung nicht nur der Piraten nach dem gläsernen Staat abzuwehren, da ja dann auch von Staats wegen gesammelten, allumfassenden Informationen frei zugänglich werden könnten. Wenn ich ihren Kommentar korrekt interpretiere, darf es den gläsernen Staat also wegen des gläsernen Bürgers nicht geben ?

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Siegfried Kellner

Das sind doch nur Nebenschaukriegsplätze..............

Die Piraten haben in den letzten Wochen mächtig an Zustimmung gewonnen. Dieser Trend könnte jedoch sehr schnell zu Ende sein, wenn sie weiter Dummheiten begehen. Hierzu zählt unter anderem eine Klage der Piraten gegen eine Tanzverbot am Karfreitag. Irgendwo hört das Verständnis für solche groben Scherze auf. Ich denke bei aller Groszügigkeit, solche Ausrutscher kommen beim Volk nicht gut an. Denn immerhin ist Deutschland noch ein christlich geprägtes Land, in dem bestimmte Sitten und Gebräuche unantastbar sind. Mit so so einemGeschwätz über TRANSPARENZ kann man diesen Blödsinn nicht wieder gut machen.

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Siegmar Kutschker

Anderes Geschäftsmodell

Die Augenklappe trägt der Pirat nicht etwa, weil er auf einem Auge blind wäre, sondern weil er dieses Auge schonen möchte, um damit nachts bei Mondlicht unter Deck extrem gut zu sehen.

Früher oder später werden sich die Piraten nicht mehr damit begnügen, in der Opposition zu lernen, sóndern sie werden den Laden übernehmen und extrem gute Politik betreiben mit Gesetzen, die so gut sind, dass wir heute nicht mal davon zu träumen wagen.

Wir werden uns wundern, was die Cloud der Piraten noch alles ausspuckt.

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Hans  Damms

Piraten wollen den gläsernen Staat und nicht den gläsernen Bürger

Wir Piraten wollen Transparenz bei allem was mit öffentlichen Aufgaben und Prozessen zu tun hat, also quasi den durch Transparenz überwachten Staat und seiner Diener sprich Staatsbeamten und Amtsträger zweck Vermeidung von Korruption zur Wahrung des Gemeinwohls.
Gleichzeitig wehren wir Piraten uns gegen den Überwachungsstaat, das heisst die Überwachung des normalen Bürgers.
Alles soll durchsichtig sein, trifft nur für den Staat zu, die öffentliche Hand. Warum heisst sie wohl öffentlich. Der Mandatsträger darf sich nicht verstecken, bei allem was mit seinem Staatsamt zu tun hat.
Das Privatleben des einfachen Bürgers soll nicht durchsichtig sein. Er darf es gerne jederzeit verstecken. Hier wollen die Piraten keine aufgezwungene Transparenz wie sie beispielweise bei Harz-V-Empfängern ja schon viel zu weit geht. Während sich die noch regierenden Parteien allen voran die FDP eher um den Schutz der Privatheit von reichen Steuerhinterziehern sorgen. Das nenne ich suspekt, nicht die Piraten!

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Friedrich Wilhelm Preuß

Alles soll durchsichtig sein ...


Transparenz der öffentlichen Hand ist DRINGENDST vonnöten, insbesondere bei der Verwendung unserer Steuern, immerhin unser aller Vermögen. Könnte jeder Mann - und selbstverständlich jede Frau! - ohne weiteres lesen, wofür der Politiker bzw. der sonstige Vertreter der öffentlichen Hand das von ihm zu verwaltende Geld ausgibt, dann käme so manche Steuergeldverschwendung ans Tageslicht bzw. käme erst gar nicht zustande.

@ Piraten: bleibt und werdet transparent!

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Andreas Girlich

Neuerdings

Wenn die Piraten jetzt "neuerdings" zwischen Urheber und Verwerter unterscheiden, dann machen Sie das nicht erst seit gestern, sondern schon immer.

Die Gegner einer Urherberrechtsreform argumentieren stets, dass diejenigen, die im Moment davon profitieren, dann mittellos wären und die Qualität in der Kultur verloren gänge.
Angesichts der dramatisch hohen Zahl an mittellosen Künstlern und Kulturschaffenden, die kein Geld für eine Anzeige im Handelsblatt haben, ist das nicht nur ignorant, sondern ganz einfach Ausdruck einer Jahrzente lang zementierten Selbstverliebtheit der kulturellen Oberklasse.

Und das dass jetzige Urheberrecht nicht schädlich ist hat mir bisher auch noch niemand aufgezeigt. Die einzigen sachlichen Argumente in dieser Position kommen tatsächlich (oder leider?) von den Piraten.

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Tom Levine
Tom Levine (TomLevine) - 05.04.2012 21:53 Uhr

Glashaus

Wer die Website(s) der Piratenpartei durchkämmt, wird in Sachen Transparenz schnell erschöpft und ernüchtert sein: Nicht einmal die Quellen ihrer Finanzen legt die Partei offen. Sie schützt vor, dass sie ja noch im Aufbau sei oder "dass das noch etwas dauert". Doch wenn nicht mal das kleine Häufchen aufrechter Netzwerkadministratoren in der Lage ist, sich selbst transparent zu machen, welche unglaublichen Bürokratien werden wir brauchen, um den totalen Transparenzstaat zu schaffen - und zu kontrollieren? Ein Alptraum.

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Paula Pilcher

Urheberrecht dient nicht der Privatheit

Wie es die Piraten mit dem Steuergeheimnis halten, hätte mich interessiert. Stattdessen ein Dreh zum Urheberrecht: der harte Kern des Rechts auf Privatheit? Ich dachte, das Urheberrecht handelt von veröffentlichten Werken. Wer Privates privat halten will, der veröffentlicht halt nicht. Herr Hank, so wie Sie den Begriff Privatheit dehnen, könnte man ihn ebensogut als Argument gegen die Erbschaftssteuer missbrauchen.

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Julius Schäffer

Au weia, die FAZ und die Piraten

Die Liebesaffäre der FAZ mit den jungen Piraten treibt merkwürdige Blüten. Und dann auch manchmal so was dorniges wie diesen Artikel hier.
Ich bin ja bei Piraten-Kritik immer gern dabei und noch viel lieber, wenn es um die Feststellung geht, daß die Liberalität der Piraten bestenfalls "Links mit ein bißchen Liberal" ist. Aber dieser Artikel verlangt dann doch Widerspruch.
1. "Wenn es aber um den harten Kern des Rechts auf Privatheit, den Schutz des privaten (geistigen) Eigentums geht" schreibt Herr Hank. Die Behauptung geistiges Eigentum sei der harte Kern des Rechts aufs Privatheit ist nicht nur steil, sondern schlicht abwegig.
2. Geistiges Eigentum ist ein juristisches Konstrukt. Die Entwicklung der letzten 20 Jahre hat gezeigt, daß der gesetzliche Rahmen für dieses Konstruk nicht mehr zeitgemäß ist. Bei aller Geringschätzung des Piratenphänomens: Deren Vorschläge und Diskussion zum Thema geistiges Eigentum sind das einzige, wo sie brillieren und notwendig sind.

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Mohammad Pahlavi

Der Staat muss transparent sein, nicht der Bürger!

Ich denke, hier liegen einige Missverständnisse vor.
So wie ich die Piraten verstehe, wollen sie den transparenten Staat, nicht den gläsernen Bürger. Den „informationellen Datenstriptease“ des Privatbürgers fordern wohl eher die Anhänger der Vorratsdatenspeicherung, also die meisten etablierten Parteien.
Transparenz mach zudem NICHT blind. Jeder Bürger soll das Recht haben, sich informieren zu können, nicht die Pflicht, dies auch zu müssen. Wenn zB die relevanten Daten eines örtlichen Bauvorhabens per Internet eingesehen werden können, ist es für interessierte Bürger wesentlich einfacher zu ergründen, warum Unternehmer B und nicht A den Zuschlag bekam und wo die Ausschreibung schon „passgenau“ manipuliert wurde. Gerade in solchen Fällen macht fehlende Pflicht zur Transparenz Korruption und Geldverschwendung erst möglich.Könnte es hier möglicherweise einen Zusammenhang dazu geben, dass die etablierten Parteien die Einhaltung internationaler Antikorruptionsstandards bisher verhindern?

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Matthias Schütz

Privatsphäre und Geistiges Eigentum

Privatsphäre (Freunde, Krankheiten, Aufenthaltsorte, Kommunikationsverhalten etc.) hat mit Geistigem Eigentum (geschaffene Werke) überhaupt nichts zu tun. Das ist ja wohl ein Totalausfall in der Argumentation.

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Konstantin Schneider

Es wird Zeit, dass sich die Piraten für Autorenrechte stark machen

Die Piraten sollten sich einfach nochmal neu zu dem Schutz geistigen Eigentums erklären. Dann würde schnell klar, dass sie zu Unrecht diskriminiert werden. Sie sollten klar und deutlich darauf verweisen, dass es insbesondere durch der Anwendung von Patentrechten zu einer grossen Benachteiligung der Allgemeinheit kommt. Über wissenschaftliche Forschung erlangtes Know-How muss zur allgemeinen Sicherung des Fortschritts verwendet werden und Fortschritt ist insofern auch zu rehabilitieren, wenn es um die Alltagsbelange geht. Fortschritt musste insbesondere wegen der Atomenergie in Misskredit gebracht werden, da es auf diesem Feld tatsächlich schnell zu mörderischen Folgen kommen kann. Das Vorenthalten medizinischen Fortschritts gegenüber der Allgemeinheit aber ist ein Skandal. Das Vorenthalten von Lebenschancen für breite Massen durch eine Politik der Reichenförderung ist ebenso inakzeptabel.

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Mark Tan
Mark Tan (MuselMane) - 05.04.2012 19:39 Uhr

@Günter Jäger

Die Mafia hat die staatlichen Behörden schon so weit unterwandert, dass es total egal ist, ob nun mehr transparenz herrscht oder nicht. Oder glauben Sie ernsthaft, ein schlecht bezahlter Ermittler, der mit Frau und 2 Kindern nur einen unwesentlich besseren Lebensstandard genießt als ein vergleichbarer Hartz4-Bezieher, sich allzusehr sträubt, "kleine Infos" für gutes Geld rauszugeben (oder auch "große Infos" für richtig gutes Geld)? Denken Sie mal drüber nach.

Wo wir gerade dabei sind: eine österreichische Studie schätzt die Korruptionskosten in D für 2012 auf 300 Milliarden Euro. Also kommen Sie mir bitte nicht mit "sowas gibts nur in Filmen" o.ä.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.04.2012 06:07 Uhr
Andreas Müller
Andreas Bra. (Skelzor) - 06.04.2012 06:07 Uhr

Vorsicht

Mit diesen Angaben wäre ich sehr vorsichtig, da sie maximal ungenaue Näherungswerte darstellen können. Korruption beruht darauf, dass sie nicht bekannt wird. Daraus folgt, dass ihr Umfang extrem schwer zu schätzen ist (diese Zahl ist nebenbei auch vollkommen absurd). Ich hätte außerdem gern den Verweis auf diese österreichische Studie.

Von Mafia in Deutschland zu reden ist auch nicht mehr wirklich zeitgemäß - ich würde da eher von organisiertem Verbrechen reden und einzelnen Beamten, die sich zu ihrem Gehalt (das weit über dem eines Hartz-IV Empfängers ist) etwas dazuverdienen.

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Art Bleiglass

Was in meinem Kopf vorgeht...

... ist privat, wenn's aus dem Mund raus ist, ist es öffentlich. Das muessen manche erst noch lernen bevor sie den Mund aufmachen. Geheimniskrämerei hat nichts mit Privatsphäre zu tun, wer dies immer wieder vermischt will nur Angst schüren zur eigenen Besitzstandswahrung. Der Trend zu groesserer Transparenz kann aber nur verlangsamt werden, nicht aufgehalten. Also: Hosen runterlassen...

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.04.2012 20:57 Uhr
Klas Bökio
Klas Bökio (ungswe) - 05.04.2012 20:57 Uhr

Wenn sich zwei Menschen

in einem leeren Park auf einer Bank über die Farbe ihres Klopapiers unterhalten, ist das noch lange nicht öffentlich. Und nur weil sie es nicht für die Öffentlichkeit bestimmt halten, ist das noch lange keine verdächtige Geheimniskrämerei. Die totale Transparenz gibt es nicht und sie würde auch niemandem etwas nützen, weil die vorhandenen Informationen auch dann weiterhin nur selektiv zur Meinungsmache verbreitet würden. Siehe Günter Grass: ich wette, dass 90% der - bezahlten und unbezahlten - Kommentatoren das Gedicht nicht gelesen haben, obwohl es allen zur Verfügung stünde. Siehe Christian Wulff: er musste - berechtigt oder nicht - dem politischen Druck weichen, der letztlich darin bestand, dass man sich so viele Verdächtigungen ja wohl nicht ausdenken könne. Wer's glaubt...

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Günter Blümel

Daten

Die Welt der Daten und Informationen ändert sich momentan ziemlich flott. Wenn man einmal ganz zwanglos davon ausgeht, dass z. B. alle Aktivitäten im Internet Informationen über den Aktiven erzeugen, dann kommt eine Menge Daten über diese Person zusammen. Natürlich werden die von unseren Mächtigen nicht missbraucht! Versichern zumindest die Mächtigen immer und überall. Wenn der junge Mensch, der im Netz "lebt" aber so sehr ausforschbar ist, dann scheint die Forderung nach Transparenz auch der Mächtigen geradezu zwingend. Wir werden neue Lösungen brauchen. Die Piraten erkennen wenigstens das Problem und schlagen Lösungen vor. Beim Stichwort Privatheit bekäme die Stasi einen Lachkrampf. Transparenz wessen für wen?

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Günter Jäger

Schutz der Gangster durch die Piraten

Wenn alles offengelegt wird, erhält unter anderem die Mafia Informationen über Verfolger. Sie können rechtzeitig reagieren. Die Bezeichnung Piraten trifft den Nagel auf den Kopf. Sie bekommen Freibriefe von einer Partei, um die anderen zu verfolgen. So hat Drake und andere die spanischen Schatzschiffe geplündert. Wo errichten die Piraten ihre Schutzinsel? Welche Partei ergreift die Koalition mit ihnen?

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.04.2012 02:04 Uhr
michael martensen

Piraten != Piraten

Nein, die Piraten unterstützen keineswegs Piraterie in irgendeiner Form. Sie haben den Namen von einer schwedischen Partei übernommen die sich dazu anders verhalten mag, aber Fakt ist nunmal, dass sehr viele Piraten-Mitglieder den Namen nicht für sich und die Partei treffend finden, wollen ihn aber auch nicht ändern, da er sich dazu eignet Aufmerksamkeit zu erregen.

Und nein, die Piraten wollen auch das Urheberrecht nicht abschaffen, sondern bloß reformieren. Diese Partei ist sehr bürgerlich und konservativ - fast so sehr wie mancher Redakteur.

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Gerhard Dünnhaupt

Offenlegung unerwünscht?

Nanu, bis jetzt war doch bei uns jeder so wahnsinnig begeistert von Wikileaks. Die Piraten nennen sich doch gerade deshalb Piraten, weil sie Piraterie betreiben wollen. War das etwa jemandem nicht klar?

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Jahrgang 1953, verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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