Home
http://www.faz.net/-gqg-sjv3
Mehr Angebote
| Abo|Hilfe
Dienstag, 14. Februar 2012
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Pendlerpauschale Monatskarten für Bus und Bahn bald nicht mehr absetzbar

11.05.2006 ·  Die gestern beschlossene Abschaffung der Pendlerpauschale für kürzere Arbeitswege trifft Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel noch härter als Autofahrer. „Ökologisch unvernünftig“, kritisieren die Grünen.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (1)

Die von der Bundesregierung beschlossene Abschaffung der Pendlerpauschale für kürzere Arbeitswege trifft die Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel noch härter als die Autofahrer. Laut dem am Mittwoch vom Kabinett angenommenen Steueränderungsgesetz können Pendler, die mit Bus oder Bahn zur Arbeit fahren, die Kosten für ein Monatsticket ab 2007 nicht mehr von der Steuer absetzen, wie ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums am Donnerstag in Berlin sagte.

Bisher kann der Preis für eine Zeitfahrkarte bei der Steuererklärung unter Werbungskosten geltend gemacht werden. Das lohnt sich insbesondere für viele Kurzstreckenpendler: Wer nur wenige Kilometer bis zum Büro fährt, für den fallen die Kosten für die Monatskarte in der Regel höher aus als die Pendlerpauschale von 30 Cent je gefahrenem Kilometer.

Grüne: Ökologisch unvernünftig

Ab kommendem Jahr sollen die Nahverkehrs-Nutzer aber genauso behandelt werden wie Autofahrer, erläuterte der Ministeriumssprecher. Damit können sie ebenfalls nur ab dem 21. Kilometer Arbeitsweg die Pendlerpauschale von 30 Cent geltend machen. Die zusätzliche Möglichkeit, Aufwendungen für Zeitkarten als Werbungskosten anzugeben, hat die Regierung komplett gestrichen. (Siehe auch: Neue Belastungen für die Steuerzahler)

Laut Berechnungen des Finanzministeriums entfällt mehr als die Hälfte des gesamten Pendlerverkehrs auf Arbeitswege von weniger als zehn Kilometern. Etwa 83 Prozent fahren maximal 25 Kilometer weit zur Arbeit.

Die Grünen-Finanzpolitikerin Christine Scheel kritisierte die Pläne der großen Koalition: „Der Anreiz, auf den öffentlichen Nahverkehr umzusteigen, entfällt“, sagte sie der „Stuttgarter Zeitung“. Die rot-grüne Vorgängerregierung hatte die Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel bewußt bevorzugt, um zum Wohl der Umwelt den massiven Auto-Pendlerverkehr einzudämmen. Künftig solle dagegen ökologisch unvernünftiges Verhalten gefördert werden, monierte die Grünen-Politikerin.

Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen

Rückzugsgefechte beim Bankgeheimnis

Von Jürgen Dunsch

Viele Staaten verlieren Beißhemmungen gegenüber der Privatsphäre ihrer Bürger. Der Zeitgeist ist mit ihnen. Auch deshalb kann die Schweiz im Steuerstreit immer weniger punkten. Mehr 7 7

14.02.2012 11:25 Uhr
  Vortag
Dax 6.773,04 +0,51%
 OK
14.02.2012
Name Kurs Prozent
DAX 6.775,84 +0,55%
FAZ-INDEX 1.511,39 +0,49%
TecDAX 779,98 +0,60%
MDAX 10.309,00 +0,19%
SDAX 5.021,37 +0,19%
REX 421,76 +0,17%
Eurostoxx 50 2.501,17 +0,39%
F.A.Z. EURO INDEX 80,78 +0,37%
Dow Jones 12.874,00 0,00%
Nasdaq 100 2.569,49 +0,87%
S&P500 1.351,77 +0,68%
Nikkei225 9.052,07 +0,59%
EUR/USD 1,3201 +0,23%
Rohöl Brent Crude 118,17 $ +0,32%
Gold 1.727,00 $ +0,91%
Bund Future 138,10 € −0,16%