03.04.2012 · Der Stopp an der Tankstelle schmerzt mehr denn je. Es ist logisch, wenn nun die Entfernungspauschale in den Blick genommen wird - und Philipp Rösler liegt in der Sache nicht völlig daneben.
Von Manfred SchäfersRichtlinien für Lesermeinungen
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Es geht hier überhaupt nicht um diese ominöse "Pendlerpauschale"
Vielmehr geht es um die Millionen Menschen, die nicht die Bedingungen
für eine Entfernungspauschale erfüllen und nicht die geringste
Chance haben, irgendwelche Steuern "absetzen" zu können.
Schon garnicht können sich die kleinen Leute es sich leisten, dem
Staat über ein Jahr und länger Steuer-Geld zu
"leihen" um sich dann ein paar Cent davon zurück zu erbetteln.
Der Wahnsinn sind die prozentualen und im Betrag absoluten Steuern, die
beim Kraftstoff-Kauf erhoben werden. Sie betragen inzwischen rund 1
EINEN Euro, bei einem Liter Kraftstoff.
Soll auf diese Weise eine Nation, die auf Gedeih und Verderb auf
Mobilität angewiesen ist in die Steinzeit zurückgesteuert
werden? Die Schweizer höhnen nicht zu Unrecht über die
Wahnsinnsbesteuerung summa summarum in Deutschland, die das Land und die
Menschen erstickt. Dabei handelt es sich immer öfter um
kaskadierende Mehrfachsteuern, wobei einmal besteuertes, erarbeitetes
Geld bis zu 5 und 6 mal immer wieder besteuert wird.
DAS muß aufhören!
Die Mineralölwirtschaft freut sich
Der Mineralölwirtschaft könnte nichts besseres passieren als
eine höhere Subventionierung des Autofahrens. Es würde auch zu
dieser Regierung passen, kurz vor dem Ende der Regierungszeit noch ein
Bonbon an Mineralöl- und Autowirtschaft zu verteilen.
Den Schaden haben v. a. die Menschen, die entlang der Pendelstrecken
wohnen und arbeiten.
"Die einfachste Lösung wäre, die Energiesteuer zu senken. Doch das würde voll auf den Bundeshaushalt durchschlagen." Hat sich je einer unserer "Volksvertreter" Gedanken um Gegenfinanzierung und Bundeshaushalt gemacht, wenn es darum ging oder geht hunderte Milliarden Euro in dem bodenlosen EU-Faß zu versenken?
Warum müssen wir an der gesamtenbenzinsteuer 0.92 € Steuer Zahlen?
Es werde doch ganz Einfach wie in anderen Länder auch,
die Regierung soll selbst Gehsamtausgabe einsparen,
danach Mineralölsteuer, um 20 % streichen, so wehre allen geholfen.
Und nicht warten bis Bundestagswahl 2013 sonst sind die Schwarze weg vom Fenster
Phillip Rösler liegt -nicht nur hier !-
wieder völlig daneben !
.
Warum sollte man die Pendler -welche sich ihr "Pendeln" doch
selbst als LEbensmodell heraus gesucht haben - durch eine zwangsweise
Verbilligung ihrer nun eben naturgegebenen Kosten auch noch belohnen ?!
.
Gibt es denn einen Drang danach,die Kosten -etwa die Mietpreise !-
für die "Nicht-Pendler" zwangsweise zu senken bzw den
Mietern dabei zu helfen ?
.
Und ist die Vermieter-Klientel-Partei unter ihrem Großen
Vorstizenden penetrant dafür,dies zu tun ?
.
Die sogenannten Pendler sind doch deswegen weiter von ihren
Arbeitplätzen -in den Städten-weggezogen,weil sie die
exorbitant günstigen Kaufpreise und Mietpreise für sich nutzen wollten.
.
Nun haben sie sich halt etwas vererchnet . Das kann passieren. Pech
gehabt !
Herr Diesing, man kann suich die Welt auch einfach reden
Ich habe in meinem Bekanntenkreis viele, die befristete Arbeitsverhältnisse haben. Die fahren dann halt mal dorthin oder dorthin. Sollen die für Ihre Mobilität auch noch bestraft werden, abgesehen davon, dass der Staat ja den Löwenanteil bei den Energiekosten schluckt? Und die sogenannten Speckgürtel: wie wollen Sie Kindern ein menschenwürdiges Leben vermitteln, wenn die Innenstädte veröden und weil sich da eine Familie keine Miete mehr leisten kann?
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.04.2012 02:08 UhrDie Innenstädte veröden
gerade WEIL die Leute die es sich leisten können nach Kronberg, Bad Homburg oder Bad Vilbel ziehen. Schauen Sie sich doch Frankfurt-Mitte, Höchst oder Sachsenhausen an. Wer natürlich steuerlich fördert, dass Gutverdiener dort nicht mehr wohnen brauch sich über das Stadtbild nicht zu beschweren. Ob Ihre Bekannten für Mobilität bestraft werden müssen ist nicht der Punkt. Der Punkt ist: Soll man sie wegen (heutzutage selbstverständlicher) Mobilität steuerlich bevorzugen? Wenn sich die Jobs mit Pendelei nicht lohnen dann eben umziehen oder Job sein lassen - die Welt ist nun mal so ungerecht. Und ja, auch einfach.
Da schwätzen sie bereits wieder von 2 € / Liter Sprit u stimmen die Massen bereits darauf ein. Sichere u kostengerechte Versorgung mit Energie ist eine Primäraufgabe des Staates! Dass er der nicht nachkommt u massiv bei der Steuer partizipiert ist eine eine Sache. Eine Andere ist die Gier, zumeist gepaart mit Verantwortungslosigkeit von Monopolisten. Kann man nicht ändern! Eindämmen könnte man es versuchsweise nach dem Westaustralischen Modell, wobei die Änderungen eines einmal festgelegten Preises allerdings mindestens 1 Woche gelten sollte. Diese Preise werden vom Kartellamt auf einer WEB-Plattform veröffentlicht. Die Verbraucher nutzen ihre Marktmacht und beziehen ihren Bedarf von den Günstigen. Nach einer vorübergehenden Erhöhung bricht sicher einer der Monopolisten aus und der Markt funktioniert bedingt. Glaube doch keiner die Mär, dass die Tageswerte der Rohstoffbörsen etwas mit der Ölpreisfindung zu tun haben. Nur als Argument f Erhöhungen!
Der Weg zur Arbeit wird nicht allein vom Ort der Arbeitsstelle bestimmt. Ohne Wohnung gäbe es auch keinen Weg zur Arbeit. Und die Wohnungaufwendungen kann man generell nicht absetzen. Dass man beide Orte und damit den Weg selbst bestimmen kann, finde ich gut. Obdachlose und gleichzeitig berufstätige Wähler sind allerdings ziemlich selten. Den Steuerbonus Kilometerpauschale mögen die leidgeplagten Steuerzahler natürlich. Im Sinne des Gemeinwohls wäre ein Bonus für kurze Arbeitswege wohl besser. Kürzere tägliche Wege bedeuten weniger Lärm, weniger Luftverschmutzung, weniger Verkehrsunfälle, weniger Fahrzeiten etc. Bonus bedeutet ja schließlich "gut". Einen steuerlichen Malus soll es dem Vernehmen nach auch geben, der an der Tankstelle mit dem Steueranteil am Benzinpreis kassiert wird. So wird munter hin und her gesteuert. Und irgedwann steigen wir um auf Elektro.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.04.2012 12:49 Uhr"Irgendwann steigen wir um auf Elektro"
Ach ja. Und der Strom kommt ganz billig aus der Steckdose.
lieben offenbar einige Politiker von Herzen. Wie wär's- soll die Subventionierung nicht besser nach Anschaffungspreis des Autos durchgeführt werden? Hand aufs Herz-das wäre doch toll, nicht wahr?
Wenn man Herrn Schäfers Argumentation weiterdenkt,
...müsste der, der in die Nähe seines Arbeitsplatzes zieht,
und deshalb beispielsweise höhere Mieten in Kauf nehmen muss, diese
Mehrkosten ebenfalls als Werbungskosten geltend machen können.
...dürfte aber der, der zu seiner Erquickung ins Grüne zieht
und jeden Tag weit pendelt, keine Fahrtkosten absetzen dürfen, so
er dies aus privaten Gründen tut.
Der Wohnort und damit die Entfernung zum Arbeitsort hängt stark von
persönlichen Präferenzen ab. Pendeln führt stets zu
externen Kosten, die die Allgemeinheit trägt. Wer mit dem Auto
pendelt, produziert die höchsten externen Kosten.
Es ist deshalb gut und richtig, wenn der Staat das Verhalten seiner
Bürger lenkt, indem er eine verkehrsmittelunabhängige
Entfernungspauschale zahlt. So vermeidet er auch, die Wahl von Wohn- und
Arbeitsort bewerten zu müssen.
Externe Kosten reduzieren!
Lenkungssteuern sind nicht vorgesehen? Wieso nicht? Zigarettensteuern?
Steuern auf Alko-Pops? Alles sinnlos und "eigentlich nicht vorgesehen"?
Aber es geht hier ja auch gar nicht um Steuern, sondern um
Steuerentlastungen. Und nach meiner Meinung ist es ja eben alles andere
als zielführend, Pendlern hier weiter zu entlasten. Es soll ja eben
Anreize geben, Wege zu verkürzen - und damit externe Kosten zu
reduzieren. Und genau ist eine Aufgabe des Staates!
Denn die Pendlerpauschale IST ein staatliches Lenkungsmittel.
Erhöhe ich sie, schaffe ich Anreize zur Zersiedlung, für mehr
Individualverkehr und gegen wohnortsnahe Arbeitsplätze.
" Es ist deshalb gut und richtig, wenn der Staat das Verhalten seiner Bürger lenkt..."
NEIN!! Der Staat "lenkt" schon viel zu viel, vom Verbot der
guten alten Glühbirne bis zum Zwang zum Fahrradhelmtragen etc
etc... Ganz abgesehen davon, dass Lenkungssteuern eigentlich nicht
vorgesehen sind.
Sie sagen es doch selber, Herr Kerssenfischer, die Lage jedes Wohnortes
hat Vor- und Nachteile, aber ist es etwa Sache der Steuerzahlers, wenn
sich herausstellt, dass ich den falschen habe? Dann müßte der
auch mein neues Auto subventionieren, das ich kaufen musste, weil meine
Familie größer geworden ist?
Jede Art von Eigenverantwortung und Risikobereitschaft wird durch
Subventionen erstickt. Der Staat sollte sich zurückhalten, sollte
seinen riesigen Apparat verkleinern und den Bürgern genug von ihrem
Einkommen lassen, dass sie sich selber helfen können, auch wenn Not
am Mann ist. Wir haben uns zu unmündigen, hilfsbedürftigen
Kleinkindern machen lassen!
"wer unbedingt billig auf dem Land leben will" ... vielleicht wollen gar nicht alle, die "billig auf dem Land leben", auf dem Land leben. Sehen sich aber finanzielle nicht in der Lage "teuer in der Stadt" zu wohnen ... oder, wie hier in Hamburg: haben in der Stadt erst gar keine Wohnung gefunden. Es ist etwas frech, Ihr Argument.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.04.2012 13:09 UhrFazit:
Dann muss der Staat wohl auch generell (bei Sozialwohnungen ist es schon lange so) die Höhe der Mieten gesetzlich regulieren... Ja, wollen Sie das? Aber warten wir ab - das wird auch noch kommen. Wir Deutschen lieben es ja, dass alles vom Staat reguliert wird :- (
Alle beklagen sich, daß die Ölkonzerne nach Belieben die Preise nach oben verändern. Konzertiertes Gegensteuern ist möglich. Beispielsweise durch Pendlerportale wie "wir-pendeln-zusammen". Dort können sich Pendler, die jeden Tag die gleiche Strecke zu ihrem Arbeitsplatz fahren, anmelden.Die Erhöhung der Pendlerpauschale bedeutet Duldung der Preispolitik durch die Regierung
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.04.2012 10:12 UhrSpar Tipp vom grünen Tisch
Um Teil einer funktionierenden Fahrgemeinschaft zu sein, benötigt man dauerhaft regelmäßige Arbeitszeiten, welche kaum ein Arbeitnehmer hat.
"Doch ohne Arbeit gäbe es solche Fahrtkosten überhaupt nicht." Ohne Arbeit gäbe es auch keine Kosten für die Schuhe, die auf der Arbeit getragen werden. Ohne dass der Arbeitnehmer in der Schule nicht Lesen und Schreiben gelernt hättem, könnte er nicht arbeiten. Ohne dass der Arbeitnehmer täglich Nahrungsmittel zu sich nimmt, kann er nicht überleben und arbeiten. "Doch ohne Arbeit gäbe es solche Fahrtkosten überhaupt nicht." Oje. Warum soll ein nicht-pendelnder Steuerzahler mehr Steuern zahlen als ein pendelnder? Warum subventionieren wir überfüllte Strassenbahnen und Berufsverkehr? Warum fördern wir die Zersiedlung von Städten und die Bildung von Speckgürteln rund um Grossstädte wie Frankfurt? Wer unbedingt billig auf dem Land wohlen will soll verdammt noch mal seine Fahrerei selber bezahlen und nicht den Steuerzahler um Milliarden abzocken.
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.04.2012 02:02 UhrHerr Gerlach
Ich pendele 2 Stunden. Einfacher Weg. Weil ich (ICH) entschieden habe nicht in der Stadt zu wohnen in der ich arbeite. Warum soll ich dafür nicht voll selber zahlen? Ist doch mein Privatvergnügen! Im Übrigen bin ich Industriekaufmann, Sie brauchen mir nicht erzählen was die subventionsliebenden Politiker als Basis für Steuergeschenke definieren, das habe ich schon vor gut 10 Jahren in der Berufsschule gelernt.
Volle Zustimmung, Herr Diesing!
Endlich mal eine Stimme der Vernunft. Aber wir werden uns nicht
durchsetzen. Den Deutschen ist das Bewusstsein dafür abhanden
gekommen, dass es im Leben auch Risiken gibt, die man selber tragen
muss. Der Staat hat uns so lange gepampert, bis wir ohne Windeln nicht
mehr auskommen :- (
Eine besonders absurde Schlußfolgerung ist es, aus dem Umzug aufs
billigere Land die Forderung abzuleiten, für den Nachteil der
längeren Fahrt zur Arbeit müsse der Steuerzahler aufkommen.
Und wenn ausgerechnet die FDP, die sich "liberal" nennt,
dafür einsetzt, zeigt das nur, dass ihr das Wasser bereits bis zur
Nasenspitze steht.
Warum dürfen die Politiker überhaupt darüber entscheiden?!
Meiner Ansicht nach sollte sowohl der Angestelltenstatus wie auch der
Gewerbetreibenden Status komplett abgeschafft werden bzgl. der
steuerlichen Aspekte und alle sollten genau wie Freiberufler besteuert werden.
Dann kann jeder diese Kosten einfach direkt als Kosten geltend machen.
So einfach ist das.
Und dann gibt es auch nicht dieses ständige,
Untertanenmäßige Anbetteln der Parteikader.
"Warum dürfen die Politiker überhaupt darüber entscheiden?!"
Weil wir, die deutschen Bürger, Herr Hayes, es zugelassen und goutiert haben, dass Politiker über unsere gesamte Lebensgestaltung entscheiden. Nun haben wir den Salat. So etwas zu ändern, also zurückzunehmen, ist fast ein Ding der Unmöglichkeit.
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