http://www.faz.net/-gqe-784x7
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
F+ Icon
F.A.Z. PLUS
abonnieren
F.A.Z.-Index -- --
DAX ® -- --
Dow Jones -- --
EUR/USD -- --

Veröffentlicht: 04.04.2013, 08:02 Uhr

„Offshore Leaks“ Geheime Geschäfte in Steueroasen enttarnt

Bislang vertrauliche Dateien belegen, auf welchen geheimen Wegen Reiche und Kriminelle Briefkastenfirmen nutzen, um Vermögen zu verstecken und Geschäfte zu verschleiern. In den Unterlagen finden sich auch Hunderte deutsche Fälle.

© picture alliance / maxppp Unterlagen zeigen die Hintergründe von Machenschaften in Steueroasen auf

Eine anonyme Quelle hat internationalen Medien nach Angaben der „Süddeutschen Zeitung“ und des Norddeutschen Rundfunks (NDR) einen riesigen Datensatz über geheime Geschäfte in Steueroasen zugänglich gemacht. Wie SZ und NDR am Donnerstag berichteten, finden sich in den Unterlagen auch Hunderte deutsche Fälle, unter ihnen der 2011 verstorbene Millionenerbe Gunter Sachs.

Bislang vertrauliche Dateien belegten, auf welchen geheimen Wegen Reiche und Kriminelle Briefkastenfirmen und sogenannte Trusts nutzten, um große Vermögen zu verstecken und zweifelhafte Geschäfte zu verschleiern, schrieb die Zeitung. Von diesem Donnerstag an präsentierten Medien aus insgesamt 46 Ländern erste Ergebnisse der Daten-Analysen.

Mehr zum Thema

In Deutschland seien sie exklusiv der SZ und dem NDR zur Verfügung gestellt worden. Die Datenmenge aus insgesamt zehn Steueroasen umfasse 260 Gigabyte, es handele sich um 2,5 Millionen Dokumente. 130.000 Personen aus mehr als 170 Ländern würden in den Unterlagen aufgelistet.

Die Dokumente stammten von zwei Firmen, die auf die Errichtung sogenannter Offshore-Gesellschaften spezialisiert sind. Sie gehörten zu den größten Anbietern weltweit. In den Unterlagen fänden sich die Namen von Oligarchen, Waffenhändlern und Finanzjongleuren. Die Daten seien im vergangenen Jahr dem Internationalen Konsortium für investigative Journalisten (ICIJ) in Washington übergeben worden.

Der harte Brexit wird zum Drahtseilakt

Von Manfred Schäfers

Die Regierung ihrer Majestät hat die Unterlagen für den Austritt aus der EU eingereicht. Wirtschaftsvertreter fordern „maximale Schadensbegrenzung“. Die Bundesregierung will vor allem zwei Punkte im Blick behalten. Mehr 8

Abonnieren Sie den Newsletter „Wirtschaft“

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden

Grafik des Tages 100.000 Euro als Einstiegsgehalt gefällig?

In der deutschen Autoindustrie bekommen Absolventen ein stattliches Einstiegsgehalt. An Amazon und Apple kommen sie aber nicht heran. Mehr 8

Zur Homepage