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Veröffentlicht: 13.06.2017, 06:38 Uhr

Neue Untersuchung Immer weniger Stellen für Menschen mit mittlerer Qualifikation

Arbeitsplätze erfordern heutzutage entweder eine sehr hohe oder eine sehr niedrige Qualifikation, sagen Fachleute der OECD. Dazwischen bleibt nicht viel.

© AFP Hochqualifiziert? Mitarbeiter des Londoner Finanzdistrikts auf dem Weg ins Büro.

Immer weniger Menschen in den Mitgliedsstaaten der Industrieländerorganisation OECD arbeiten auf Stellen für Mittelqualifizierte und mit mittlerem Lohn. Der Anteil der Arbeitsplätze für Arbeitskräfte mit mittlerer Qualifikation fiel zwischen den Jahren 1995 und 2015 um knapp zehn Prozentpunkte. Das geht aus einer Untersuchung der OECD hervor, die an diesem Dienstag in Berlin präsentiert werden soll.

Der Anteil an Arbeitsplätzen für hoch- und geringqualifizierte Arbeitskräfte stieg zwischen 1995 und 2015 dagegen an. Tiefgreifender technologischer Wandel ist nach Angaben der OECD-Fachleute die wesentliche Ursache für die „Beschäftigungspolarisierung“. Denn Beschäftigung verlagert sich weg vom verarbeitenden Gewerbe hin zu Dienstleistungen. Auch innerhalb einzelner Branchen gebe es eine deutliche Polarisierung.

Vor der Vorstellung der Studie wollen Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) und OECD-Generalsekretär Ángel Gurría am Morgen in Berlin Wege für mehr und bessere Arbeitsplätze diskutieren. Die OECD will auf einer Konferenz in der deutschen Hauptstadt auch einen Beschäftigungsausblick geben und Vorschläge für Arbeitsmarktreformen in Deutschland unterbreiten.

Den Fachleuten der Organisation geht es dabei nicht nur um die Zahl der Arbeitsplätze. Sie fokussieren auch auf das Einkommen der Beschäftigten und die Qualität des Arbeitsumfelds. Tatsächlich ist die Erwerbstätigkeit in Deutschland derzeit so hoch wie noch nie. Die Arbeitslosigkeit dagegen liegt auf dem niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung und deutlich unter dem Schnitt aller EU-Länder.

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