15.10.2011 · In Deutschland geht die Mittelschicht auf die Straße: Sie protestiert gegen Banken, Politik und Kapitalismus. Der Bürger fürchtet um seine Zukunft.
Von Hendrik Ankenbrand und Patrick BernauRichtlinien für Lesermeinungen
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....aber ich habe keine Angst. Dennoch war ich gestern ebenfalls auf der Straße. Nicht, weil ich mich um meine persönliche Zukunft sorge oder weil ich der Meinung bin, dass mich eine Krise unmittelbar betreffen könnte, sondern aus dem Glauben heraus, dass das System auf diese Weise nicht mehr funktionieren kann - und das gilt bei weitem nicht nur für den Bankensektor. Es ist einfach überfällig, dass eine gewisse Nachhaltigkeit an Stelle dieses blinden, auf Pump und Ressourcenverschwendung gebauten Verständnis von wirtschaftlichem Wachstum tritt. Wir sind jung und wissen, dass die 10 Mrd. Menschen, die wir noch zu Lebzeiten auf diesem Planeten erleben werden, kein fettwanstiges Wirtschaftswunder mehr erlauben werden. Uns ist klar, dass eine gewisse Bescheidenheit notwendig werden wird - aber die hat gefälligst auch "oben" zu beginnen.
und Angst ein schlechter Ratgeber! Es muß etwas Grundlegendes in diesem Land geändert werden - aber sicher nicht mit den Rezepten von vorgestern. Bankenverstaatlichung: Die meisten notleidenden Banken in D sind's schon! Warum sollten Beamte besser mit Geld umgehen als Private? Es ist doch gerade der fahrlässige Umgang mit Finanzen im öffentlichen Bereich, der zu Staatsverschuldung und Bankrotten führt. Also laßt mal die Kirche im Dorf - sonst haben wir bald wieder kein Klopapier wie im r. e. Sozialismus.
"Der ganze Sozialstaat besteht nur noch aus Schulden"
"Die Bankenkrise zeigt wieder ihre Fratze". Wessen Fratze,
oder, um mit CDU-Pofalla zu reden, wessen "Fresse"? Die Banken
agieren doch überall in der Welt nur innerhalb eines
(Rechts-)Ordnungsrahmens, den ihnen zuvor die Politik eingeräumt
hat. Daß die Banken kein Geld dabei verlieren, sondern
möglichst viel davon gewinnen wollen, ist ihnen doch wirklich nicht
vorzuwerfen. Banken/Unternehmen sind keine
Wohltätigkeitsveranstaltungen, wenn auch oft mit Beiträgen
dazu. Nicht die Banken und die 'Finanzwirtschaft' sind das globale
Übel, sondern die Staaten/deren Regierungen, die sich über
jedes vernünftige Maß verschulden - in der EU für die
verrücktesten Sozial-/Subventionsprogramme. Das wenigste wird in
die Zukunft investiert, sondern nur wegkonsumiert. Da liegt der Hund
begraben und nirgendwo sonst.
.
"In Deutschland geht die Mittelschicht auf die Straße".
Endlich. Nur, die Banken sind's nicht, die Rating-Agenturen auch nicht,
die Finanzmärkte erst recht nicht. Das sind alles Realisten.
Angst vor dem Untergang ?.......keine Sorge wir sind schon mittendrin
anstatt nur dabei.Die Politik hat mit Ihren Klüngelschwestern den
Medien und Banken/Konzernen es geschafft über Jahre die Leute zu
Blenden und ruhig zustellen indem Sie dämliche Volksverdummende
Shows und Polit-Talks Konstruierte.Wo gegen Geld so genannte Experten
Sagen das alles in Ordnung und alles getan wird damit nix schief geht.Ja
selbst Politiker bekommen aus einem Fond Geld damit Sie in solchen
Talkshows auftreten.
Als unsere geliebte Kanzlerin sagte die Spareinlagen sind sicher,wurde
so dreist gelogen das ich fast lachen musste ,sei das Thema nicht so
ernst.Der deutsche Staat hat etwas über 2 Billionen Schulden,um
aber für die Spareinlagen haften zu können müsste er aber
Guthaben besitzen,was nicht der Fall ist. Also Ergo haftet nicht der
Staat sondern wenn überhaupt haftet der Steuerzahler.. ups merken
Sie was ?. Wie immer darf der Steuerzahler also die Masse der Völker.
Schönes Wochenende noch !!!!
Hilflos, unkonstruktiv und wenig selbstkritisch
Deutschlands "wut-bürgernde"-Demonstranten stecken noch
sehr in dem Korsett, in dem sie Politik und auch Medien gerne belassen
möchten. Gegen Banken, Atomkraft und Bahnhöfe zu demonstrieren
passt zum vorgegebenen Zeitgeist, und wird von "oben"
herablassend abgesegnet und instrumentalisiert. Dass aber die Banken an
dieser Katastrophe mehr Schuld haben sollen als die Politik und
letztlich das Wahlvolk, kann ich nicht nachvollziehen.
In Berlin haben gestern also 10000 gegen den Finanzkapitalismus
demonstriert, Und was war letzten Monat. Da haben die Berliner einen der
größten Schuldenmacher Europas in einer freien Wahl erneut im
Amt bestätigt. Das ist doch irrsinnig.
Sicherlich gibt es im Finanzsektor sehr vieles, das dringend reguliert
werden muss. Der Zustand dieser Demokratie und dieser Gesellschaft
machen mir aber weit größere Sorgen.
Besser denen das Geld wegnehmen satt auf die Strasse zu gehen!
Das grösste Problem und Unwesen bei den heutigen Finanzunternehmen
ist, das deren Gewinne privatisiert (also den Besitzern, bzw.
Aktionären der Bank zukommen), Verluste hingegen sozialisiert
werden. Das bedeutet der Staat, bzw. die Sozialgemeinschaft aller
Brüger springt mit deren Steuergeldern ein um schlecht
geführte Banken vor dem Untergang zu retten.
Der Grund: Finanzunternehmen sind teilweise so mächtig geworden
sind, das ein Konkurs eines einzigen großen
"systemrelevanten" Unternehmens viele andere Banken
(vielleicht sogar alle) durch deren wirtschaftliche Verflechtungen in
den Abgrund reissen würden.
Aber wer hat den die Banken so stark werden lassen? Genau jene
Bürger die jetzt auf die Strasse gehen. Mit deren Spareinlagen
zocken doch diese an den internationalen Märkten. Wer also gegen
Banken kämpfen will muss nicht demonstrieren, er muss ihnen einfach
nur das Geld wegnehmen. Wenn nur 20 Millionen Deutsche (keine 99%) ihre
Konten leeren haben "die Bangster fertig". Online!
Der Artikel gibt die wirkliche Lage in Deutschland unzureichend wieder.
Wenn ich noch in Deutschland wohnen würde, wäre ich auch
demonstrieren gegangen.
Ich glaube nicht, dass es sich hier nur um eine Angst um den Erhalt des
materiellen Wohlstandes geht. Nein, es geht auch um Lebensqualität,
um die Frage, was mache ich, was kann ich aus meinem Leben machen, und
da hat sich für sehr viele Menschen in Deutschland die Perspektive
in den letzten 20 Jahren sehr verengt. Sehr viele Arbeitsverträge
sind immer prekärer geworden, ich habe die verschlechterten
Arbeitsbedingungen für Berufsanfänger auch an den
Universitäten sehr konkret wahrgenommen, und ich kenne
hochqualifizierte junge Menschen, die in ausbeuterischen
Praktika-Situationen hängen bleiben.
Schon lange müsste man eigentlich Volkswirt sein, um seine Zukunft
materiell absichern zu können. Das Effizienzdenken der Wirtschaft
hat sich in alle Lebensbereiche geschlichen und Menschen werden nur noch
danach vermessen.
Es lässt hoffen, dass die Menschen dagegen aufbegehren.
Wer die Banken nicht retten will
Sollte konsequenter Weise sein Geld unterm Kopfkissen aufbewahren, denn die Geldautomaten werden für lange Zeit leer sein.
Zitat von C.F: "Die Banken und Investoren plündern die Welt aus und die Politik steht schmiere".
"Vater vergib ihnen denn sie wissen nicht was sie tun" Tatsächlich? Bereits vor 4 Jahren vor Ausbruch der damaligen Krise war der damalige Chef der amerikanischen Notenbank, Greenspan, bei der Bundeskanzlerin um vor dem herannahenden Wirbelsturm auf den Finanzmärkten zu warnen. Es waren zu dieser Zeit 3000 Billionen Dollar, eine durch die Realwirtschaft ungedeckte Geldmenge, im Finanzkasino vorhanden. Bis heute hat die Politik die Tragweite dieser Tatsache nicht begriffen und der Lobbyismus und die Koruption der Banken hat es bis heute verhindert dass dagegen vorgegangen wird. So wurde nicht nur die Souveranität der Staaten, sondern auch die Demokratie gleich mit, am Bankschalter abgegeben. Wenn die Banken sich in ihrem Kasinospiel verzockt haben, müssen sie auch die Konsequenzen dafür tragen. Es ist an der Zeit, dass die Wertschöpfung und Geldvermehrung wieder in die Hoheit der Landes- und Zentralbanken übergeht, da wo sie hingehört.
In Frankfurt sind es 8001 Demonstranten
ich wäre auch dabei gewesen, hätte ich nicht einen wichtigen Termin gehabt. Ich solidarisiere mich 1000% mit den Demonstranten weltweit !!!!!
Bankenrettung ist bitter, aber erforderlich
Der Artikel schildert die gegebene Situation sehr gut und enthält etliche Tatsachen, was den Wohlstand betrifft. Ich vermisse nur die Anmerkung, dass die Bankenrettung (und die der Versicherungen) nicht in erster Linie den angeblichen Schurken, also den Bankern selbst, dient. Vielmehr bleibt so das Geld der Sparer erhalten, man denke nur an Kaupthing. Da haben auch deutsche Bankkunden ihr Geld verloren. Und der Einlagensicherungsfond, der das Geld der Kunden im Fall der Insolvenz einer Bank erhalten soll, kann im Ernstfall nicht den Zusammenbruch des gesamten Systems auffangen. Und leider werden schlechte Manager, auch bei den Banken, nach wie vor nicht empfindlich finanziell zur Verantwortung gezogen. Daher geht die Mittelschicht aus gutem Grund auf die Straße und es ist auch höchste Zeit geworden, dass wir, die wir einen großen Teil dieser Republik finanzieren, wahrgenommen werden. Und zwar nicht nur als Zahler.
Der deutsche Mittelstand kapiert langsam ...
dass es sein Geld und seine Zukunft ist, die mit aktiver Unterstützung der deutschen Politiker im globalen Finanzcasino verspielt wird. Die Vernebelug des größten Raubzuges aller Zeiten mit Argumenten, wie "Deutschland hat am meisten vom Euro profitiert", "Wir vertreten deutsche Interessen" oder "Wir vemeiden Ansteckungsgefahren", taugt nicht mehr. Die Realitäten sind mittlerweile unübersehbar. Heuchler der Woche ist Sigmar Gabriel, der im Bundestag die Plünderung mitorganisiert und nun zu Protesten aufruft ...
"Deutschland protestiert. Nach den Demonstrationen in New York und
Los Angeles marschiert die Republik gegen die Macht der
Finanzmärkte." Das liebt man doch so, solche infantilen und
verarschende Aussagen, wenn möglich natürlich nicht
personalisiert. Wer sind die "Finanzmärkte"? Seit Jahren
ist zu beobachten wie sich die Gedsumme abseits jederwelcher produktiven
Tätigkeit im Kasino(Börsen) der Eitelkeiten und der Dummheit
vermehren, wie ganze Staaten und Regionen ihre finanzielle
Souveranität am Bankschalter abgeben. Die Väter der D-Mark
wussten noch was solide Wertschöpfung bedeutet. Heute hat man es
erlaubt den Banken ein "Kettenbriefsystem" zu etablieren, mit
welchem sie die Gewinne aus der Realwirtschaft abschöpfen, aber
noch schlimmer, diese Werte inflationär zu misbrauchen. Als vor 20
Jahren das komunistische System zerbrach wurde mir Angst und Bange, denn
ich wusste, nun ist der Kapitalismus dran.
>
Jede uneingeschränkte Macht trägt den Keim des Verderbens
bereits in sich.
Ich bin froh, dass etwas passiert. Jeder/jedem, die/der unser
Finanzsystem nicht versteht und für die/den sich Fragen stellen
wie: "Warum genau wird jedes Jahr ein jeweils höheres Wachstum
benötigt?" oder "Wo und wie entsteht unser Geld?",
sei der folgende Film ans Herz gelegt: "Geld als Schuld".
Einfach bei youtube.com eingeben.
Wir müssen unser Geldsystem reformieren. Es darf nicht länger
auf Kredittilgungsversprechen (Schulden) sondern muss auf echt
vorhandenen Gegenwerten basieren. Jeder sollte sich darübe
rnatürlich seine eigene Meinung bilden, aber für mich ist
klar: Dieses Geldsystem und Nachhaltigkeit schließen sich logisch aus!
Tatsaechlich sind es nicht die 99% Bankangestellten, die uns in diese
Misere gebracht haben, sondern die 1% selbstgefaelligen
Fuehrungskraefte der Banken sowie die Unachtsamkeit der
Finanznaufsichtsbehoerden . 99% der Bankangestellten kennen den
Grundsatz Nummer 1: Kleine Marge - kleines Risiko - grosse Marge -
grosses Risiko - wie es jedoch aussieht gilt diese Leitlinie nicht fuer
die Vorstaende und Vorstandsvorsitzende deutscher (und auslaendischer)
Banken. Sie setzen mit ihrem fahrlaessigen, unverantworlichen Handeln
die Finanzhaeuser in den Sand - mit der Folge, dass zehntausende
rechtschaffende Baenker "freigesetzt werden" - die
eigentlichen Verursacher aber mit dicken Abfindungen davonziehen. Was
heutzutage fehlt ist die gemeinschaftliche Verantwortung der Vorstaende
fuer Verluste der Finanzinstitute. Es gilt nicht mehr :mitgehangen
mitgefangen.
Ein Massenprotest gegen die Brusseler Willkurlichkeit ware besser gewesen und ...
... der deutsche Mittelstand geht/ging nicht floten, weder gestern noch heute> Es ist naturlich durchaus moglich, das der Burger mehr uberlegen muss, wofur ich mein Geld ausgebe, aber deswegen heisst es doch noch lange nicht< das der Mittelstand zusammen bricht. Das die Opposition glaubt, es sei jetzt die Stunde der sozialen Gerechtigkeit gekommen. der wird sich tauschen, denn die Sozialdemokraten reden ja immer von "vergemeinschaften" und davor kann ich nur warnen, denn das wurde bedeuten, das Deutschland Zahlmeister bleibt und Deutschland die Rolle des Erpressbaren verwirklichen will und das kann nicht das Interesse der Steuerzahler Deutschlands sein. Davon ganz abgesehen, wird ja immer gleich von einem Szenario gesprochen, der sich entwickelt und eine Untergangsstimmung verbreitet< die unertraglich ist. Wahr ist, gehen Banken pleite, verliert der Burger sein Geld und wurde den Staat dafur verantwortlich machen und da haben wir ein Zwickmuhlensystem, der Staat muss also zahlen ...
Endlose Rettungsaktionen sind unvereinbar ... Gegenleistungen sind unabdingbar ...
CONTRA : weil es nicht sein darf, das andere Lander, also Schuldner
vollig bewusst und schonungslos von anderen Beitragszahler bedingungslos
unterhalten werden mussen, nur weil sie sich geweigert haben, die
Voraussetzungen zu erfullen, die zu den Aufnahmen gegeben waren. Es ist
unbestreitbar, das wir mit Griechenland ein Beispiel haben, das mit
unendlicher Korruption und mit unertraglichen Schummelspielchen Geld und
Finanzhilfen verlangt und auf EU-Vertrage verweist und dann sich in den
vielen Gegenzugen sich der EU verweigert und von anti-griechischer
Haltung spricht. Irland hat gezeigt, das man mit harter Arbeit und
Verzicht und ohne Korruption sich Respekt und Vertrauen erarbeiten kann
und damit ist der Weg zu Finanzhilfen frei und solange Griechenland
nicht alle Karten auf den Tisch legt, durfen keine unendlichen
Belohnungen ausgezahlt werden, auf Kosten anderer Staaten, die nach
EU-Richtlinien ...
PRO : KEINE, denn es gibt keine Verlassungen unendliche Leistungen zu
gewahren !
Hier wird alles in einen Topf geworfen: Bürgerprotest und Linkenprotest.
Das Bild von der Frau mit der TEURO-Brille stammt aus München,
heute am Stachus.
Ich war dort und was ich sah, waren die Fahnen von Attac, Die Linke und
der unvermeidlichen Antifa.
Das sind nicht die normalen Bürger, sondern Linke, die versuchen,
das Thema und den Unmut auf ihre Mühlen zu lenken. Damit es ja
keine D-Mark-Bewegung und keine nationale Selbstbesinnung gibt. Ablenkungsmanöver.
Mittelschicht versinkt im Mittelmaß
Wogegen eigentlich protestiert diese saturierte Mittelschicht? Mittelmäßig informiert, mittelmäßig gebildet und sehr mittelmäßig in ihrer verbalisierten Angst gehen sie an einem schönen Herbsttag auf die Straßen und fühlen sich wohl sehr politisch. Da kann man doch nur ganz vorsichtig fragen, warum denn all die Jahre zuvor, in denen es gut lief, jene mittelmäßigen politischen Kräfte aufsteigen konnten und das System so unbehelligt agieren konnte? Dieser jetzige Protest ist in seiner unreflektierten, gefühligen und gutmenschelnden Attitüde allenfalls graues Mittelmaß.
Hendrik Ankenbrand Jahrgang 1978, Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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