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Niedrigzinsen Euro-Umverteiler

 ·  Der Bund muss weniger Zinsen für seine Schulden zahlen. Aber das macht uns nicht zu Krisengewinnern, wie es manche Jubelmeldungen suggerieren. Das unausgesprochene Ziel der Niedrigzinspolitik ist eine riesige Umverteilung.

Artikel Lesermeinungen (68)
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Gabi Herbst
Gabi Herbst (gerbst) - 22.08.2013 21:18 Uhr

Bekomme fast nix mehr für mein Geld

Als Unternehmerin muss ich mein Geld für die Altersvorsorge anlegen. Durch den niedrigen Zinssatz bekomme ich kaum noch etwas für mein Geld. Besonder frech finde ich es, dass rot-grün auch noch die Abgeltungssteuer erhöhen wollen, damit mir hier noch weniger bleibt und ich auf meine mickrigen Kapitalerträge noch mehr abdrücken kann.

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Rüdiger Kalupner

der Anfang einer Revolution der Wirtschaftsordnung - Zinspromille und gesteuerte Deflation

Arbeitnehmer- und Unternehmer-/Risiko-Leistung lohnt sich bei Zinspromille und Deflation mehr als bei Zins- und Inflations-Prozenten. Eine 'gute Wirtschaftsordnung' ist die, welche die besten Rahmenbedingungen für die Leistenden schafft. Die sind nachhaltig n u r in einer machtminimierenden Gesellschaftsordnung garantiert. Auf Seiten der Kapital- wie der Gewerkschafts-Interessen lauern und verclanen sich die machtgestützten Abzocker. Am Ende steht immer der Absturz der Machtclans. Wir stehen mit der EURO-Krise am Ende dieser Clanepoche.

Die Machtminimierung in Wirtschaft und Staat ist, lt. Walter Eucken, der Kern des deutschen ORDOliberalismus. Seine Weiterentwicklung, die Angela Merkel angekündigt hat, führt zu Zins- und Deflations-Promille. Der evolutionslogisch vollendete, weiterentwickelte ORDOliberalismus wird der historische und nachhaltige Umverteiler von Macht und Einkommens werden. Die Euro-Krise signalisert nur den Anfang.

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Franz Gerstheimer

L'État, c'est moi!

Die Interessen der Bürger sind nachrangig im Vergleich zu denen der Sonnenkönigin. Die Interessen Deutschlands werden jetzt ganz offiziell auf den Machterhalt der Merkelpartei (ehemals CDU) reduziert.

Der Staat hat sich mit dem Bankensystem gegen seine Bürger verbündet. Die hinterlistige und heimtückische Enteignungspolitik dieser Regierung ist ebenso zynisch und menschenverachtend wie die Geschäftspolitik der internationalen Großbanken.

Letztlich wird die Rechnung in die Zukunft verschoben, ohne dass die Alarmsignale Inflation und Neuverschuldung aufleuchten. Das ist so clever gemacht, dass die Mehrheit noch gar nicht mitbekommen hat, wie sie ausgenommen wird. Diese Regierung betrügt ihr Volk mit voller Absicht und feiert sich auch noch dafür. Einfach widerlich!

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fridolin hinterhuber

Da ist...

Ich vermute,in der Wahrnehmung mancher ist an der (tatsächlich existierenden) Umverteilung zugunsten von Banken und Schuldnern sicher auch die SPD schuld statt der amtierenden,aber nicht agierenden Regierung.Auch hier gilt:Wir basteln uns die Welt,wie sie uns gefällt...

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Eberhard Knapp
Eberhard Knapp (eknapp) - 20.08.2013 12:10 Uhr

Wieso nur 41 Mrd. Gewinn für Deutschland?

So ein Pech! Hätte Schäuble z. B. 100Mrd. mehr an Zinsen in der Finanzplanung vorgesehen, würde D sogar mit 141 Mrd. profitieren! Weitere Zahlenspiele nach Belieben möglich!
Wie ist es damit:
Vielleicht wäre D noch kreditwürdiger und müsste noch weniger Zinsen zahlen, hätten wir nicht riesige Haftungsrisiken bald real zu schultern!!
Oder:
Würden die Sparer nicht schleichend enteignet und bekämen "ordentliche" Zinsen, hätte der Staat Steuereinnahmen aus Kapitaleinkünften!
Oder:
Würde Schäuble die einmalig hohen Steuereinnahmen und niedrigen Zinsen zum Schuldenabbau nutzen (Zinsen sind der dritthöchste Ausgabeposten im Etat) könnten die Steuern gesenkt werden!

Aber warum so kompliziert!

D verdient prächtig an der Krise!! (..und bekommt wegen seiner Dummheit das, was es verdient hat!)

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Peter Nemschak

Finanzielle Repression

ist seit Jahrhunderten ein bewaehrtes Mittel Schuldenprobleme von Staaten zu loesen. Durch die schleichende Umverteilung wird ein Aufstand der Sparer vermieden, der durch einen direkten erzwungenen Schuldenverzicht drohen wuerde. In Griechenland wird man um diesen Schnitt allerdings nicht herumkommen.

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Karin Gossmann-Walter

Ich dachte immer - ich habe alles richtig gemacht! (jetzt muss ich mich vor d. Wahnsinn schützen) !

sorgte und sorge für das Alter vor, und nun landet das alles, was ich angespart habe auf dem Spieltisch der Zocker ????

Ich bin darüber maßlos wütend, ich will auch nichts mehr in noch eine Immobilie stecken - Steine kann ich nicht essen, sondern wollte/muss in Zukunft davon leben, mit meinem eigenen Geschaffenen, dem Staat keinesfalls zur Last fallen.

Und was ist jetzt ? mein Gespartes wird jeden Tag weniger, ohne das ich es selbst ausgebe,
eine Lebensversicherung wird nächstes Jahr fällig, wie es damit aussieht, was rauskommt, alles
ungewiss.
Ich bin ja k. Einzelfall, bin EINE von VIELEN, diese Europolitik vernichtet unsere Zukunft, nicht nur finanziell, sie vernichtet Gesellschaften.
Was ich noch i.d. Eurozone habe, schaffe ich endgültig weg, ich traue den Brüdern keinen mm mehr.
Was soll ich mir kaufen? ich habe alles, mein Geld ist für später gedacht u. nicht das ich
es hirnlos jetzt konsumiere.

Es gibt b. der BTW daher nur eine Wahl für mich ! u. weitere persönl. Maßnahmen

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.08.2013 13:00 Uhr
Axel Wittenberg

Die Verheißungen und Versprechungen des Kapitalismus

sind außer Kraft gesetzt und gebrochen worden. Ironischerweise durch Vertreter des Turbo-Kapitalismus, z.B. Banken, Börsen und globale Konzerne, die sich selbst Steuerbefreien und die gigantischen Gewinne nicht etwa an die Angestellten weitergeben, sondern an die Aktionäre: unglaubliche Kapital-Akkumulation in einigen wenigen Händen! Der ganze Rest, wie Sie und ich, wird geschröpft bis zum geht nicht mehr. Das alles funktioniert reibungslos, weil die politisch Mächtigen den Ökonomisch Mächtigen hemmungslos zuarbeiten. Und es funktioniert, weil wir Wähler seit vielen Jahrzehnten immer genau diesen politischen Zuarbeitern unser Vertrauen aussprechen, indem wir sie wählen. Damit beißt sich die Schlange in den Schwanz. Irgendwie und irgendwo müssen wir diesen Teufelskreis unterbrechen. Deshalb werde ich AfD wählen. Die bisherigen Versager haben komplett alternativlos abgewirtschaftet. Sie sind im bürgerlichen Sinne nicht mehr systemrelevant.

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Peter Mäurer

Auch der Finanzminister verliert

in Summa. Die niedrigen Spar- und LV-Zinsen schlagen sich ja auch in niedrigeren Steuern nieder.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.08.2013 11:42 Uhr
Axel Wittenberg

Sehr geehrter Herr Mäurer,

ich sehe das genauso. Der kurzfristige Gewinn - falls man weniger staatliche Schulden denn überhaupt als Gewinn bezeichnen möchte - wird bereits durch breite Altersarmut mehr als wett gemacht werden. Die Erhöhung der West-Renten um 0,25 % ist ein echtes Warnsignal. Vor uns liegen Generationen von Rentnern, die sich nicht mehr über Wasser werden halten können. Und da die Generation der Großeltern immer generös genug war, die immer mickriger werdenden Einkünfte der Enkel aufzubessern, wird es langfristig zu einer Bergabfahrt der gesamten Gesellschaft kommen. Denn die finanzielle familieninterne Verschiebung von Alt nach Jung wird logischerweise mehr funktionieren. Wir sind gesamtgesellschaftlich auf einer schiefen Ebene und die Talfahrt nimmt immer höhere Geschwindigkeit an. In zehn Jahren sind wir auf dem Niveau Griechenlands, eines 3.-Welt-Landes. Einzig und allein durch fundamental falsche politische Entscheidungen, die wir Wähler alle vier Jahre absegnen. Vielleicht doch mal AfD?

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Wolfgang Kruse
Wolfgang Kruse (WoKru) - 20.08.2013 10:12 Uhr

Erstklassiger Kommentar. Kurz und knapp und alles Notwendige gesagt. Danke Herr Steltzner!

Die FAZ: Deutschlands einzige wirklich unentbehrliche Tageszeitung...

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fritz Teich

Isolationistische Milchenmaedchenrechnung der Zombies

Natuerlich kann man nicht von jeder Oma verlangen, ihr Erspartes in Sachwerte zu verwandeln, aber man kann durchaus Geldgesellschaften mit Monopoleigentum mit anderen Gesellschaften vergleichen, in denen das Eigentum noch eher in kleinbaeuerlicher Art breit verteilt ist. Wir sind eine extrem unbewegliche Geldgesellschaft und Sklaven des Monopolkapitals, das zunehmend nur noch Geldkapital ist, wobei die Verhaeltnisse gleichzeitig auch noch digitalisiert werden, was noch mehr Zentralismus und Enteignung auch noch des Alltaeglichen heisst.

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Stefan Siewert

Das Geld ist weg. Punkt

Man kann darüber jammern, die Welt beklagen, die Politiker beschimpfen und Verschwörungstheorien erfinden. Das Geld ist weg und kommt nicht wieder. Es ist nur formell noch auf dem Papier. Vielleicht geht es noch um ein Rattenrennen, der eine verliert weniger, der andere mehr.

Die Einbettung Dt. in Europa produzierte eine Blase, die formell Wohlstand signalisierte. Sie hielt der Realität nicht stand. Ähnlich wie der Neue Markt und die Internet-Blase. Nur war es damals einfacher zu verstehen. Die Prozesse sind aber jetzt dieselben.

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Axel Wittenberg

Der Turbo-Kapitalismus ist nur noch mit den Mitteln des Sozialismus zu retten.

Der Neoliberalismus frisst seine Kinder und er beginnt mit den Kleinsten. Ändern wird sich deshalb nichts, es wird lediglich etwas an den Symptomen gedoktert, aber Deregulierung, Privatisierung und Globalisierung werden strikt vorangetrieben. Die Soziale Marktwirtschaft des Ludwig Erhardt wurde bereits von Kohl und Lambsdorff über Bord geworfen. Schröder und Merkel steuerten und steuern das selbe Schiff auf dem gleichen Kurs. Die deutsche Mittelschicht wird von Jahr zu Jahr kleiner. Die Anzahl der Absteiger und Verlierer wird immer größer. Wir aber richten uns im Desaster ein so gut es geht. Wir passen uns an, statt auf die Barrikaden zu gehen. Wir sind selbst schuld. Leider Gottes wird auch die AfD zu spät kommen und zu schwach sein, um das Steuer herumzureißen. Sei´s drum, ich wähl sie trotzdem.

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Sandra Baumann

Oh je - wir sind NICHT die Gewinner der Krise ...

... wer hätte das gedacht? Dabei hört und liest man das doch allenthalben. Jetzt bin ich enttäuscht und frage mich, wo sind die EUROPhoriker heute? Die mit einer schon peinlichen Selbstverständlichkeit die Kritiker diffamieren - und vom Gewinn für Deutschland schwadronieren. Gestern lief in der ARD eine Reportage zum Thema Steuervermeider, in der sich unser aller Finanz-Frickler Schäuble als das outete, was er ist: Ein verlogener, von wahnhaften Störungen getriebener Vermögenszerstörer. Aber, wir dürfen es im FAZ-Forum dann und wann lesen - auch wenn die Stimmen leiser werden: Die Alternative ist rechts und hat keine Lösungen. Na ja, wer die Aktionen Schäubles als Lösung bezeichnet - oder die Pläne unserer Luxus-Sozialisten und Zwangs-Neurotiker für gut hält, dem ist nicht zu helfen. Ich möchte dann nur kein Gejammere mehr höre oder lesen, wenn klar wird, dass sämtliche Ersparnisse den Jordan runtergespült wurden.
Ich wähle die AfD - ein alternativloses "Weiter so" ist keine Option.

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Georg Fichte
Georg Fichte (g-fichte) - 20.08.2013 09:32 Uhr

Enteignung der Mittelschicht

Dem vorherigen Kommentar "Sind hier denn alle verrückt - Immer wenn ich mir die letzten Hochrechnungen von Forsa, oder Infratest Dimap ansehe könnte ich verzweifeln. Die letzte Umfrage sagt aus, dass 42% CDU, 25% SPD, 12% Grün, 8% LINKE und 5% FDP wählen würden."
kann ich mich nur anschließen.
Erst sagt der Staat "Sorgt privat fürs Alter vor", dann kommt auf diesem Weg die langsame und stille Enteignung. Jeder mit einer kapitalbildenden Renten- oder sonstigen Versicherung muss sich doch vera..... fühlen. Und jeder mit Kindern und jeder junge Erwachsene auch! Denn der nächsten Generation werden noch größere Altlasten aufgebürdet.
Wie kann man dann das Parteienspektrum schwarz-gelb-rot-grün wählen? Nicht wählen stärkt nur die Etablierten. Wenigstens gibt es mit der AfD jetzt eine Alternative.

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Peter Hardtke

Ein ganz dickes Lob an die FAZ....

...sie hält als einziges Medium / Tageszeitung die Fahne der Demokratie noch hoch. Weiter so. Alle anderen folgen der Staatsräson - den Euro / die Amigos der Südländer und FR retten um jeden Preis koste es, was es wolle. Die Bundesbank wurde von der Politik schon platt gewalzt. Unser Verfassungsgericht wird politisch zur Rechtsbeugung genötigt - siehe auch CDU - U-Boot Peter Müller im BVerfG.
Die Katastrophe ist nur noch einige Meter von uns entfernt - wann begreift das der deutsche Michel endlich???

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Dieter Zorn

Der Schmerz sitzt tiefer.

Der Wohlfahrtsstaat kann die Versprechen, die er seinen Rentnern und Anleihekäufern, den Zeichnern von Lebensversicherungen und der jungen Generation auf eine rosige Zukunft gegeben hat, nicht mehr halten. Mehr als sechzig Jahre nach Kriegsende geht in Europa das Wachstum aus. Zu geringe Kinderzahlen, überalterte Bevölkerung und eine globalisierte Industrie nehmen die Staaten in die Zange. Die Folge davon (und nicht das Ziel) sind Verteilungskämpfe um den Rest des Kuchens zwischen Staaten, Gesellschaftsschichten und den multinationalen Konzernen nach dem Motto "Rette sich wer kann". Die Politik versucht mit allerlei Tricks und ohne jede Chance diese Herausforderung zu managen. Es zeigt sich dabei wieder, dass Politik nicht fähig ist, Herausforderungen dieser Art zu bestehen. Wer gestern den Bericht im Ersten "Steuerfrei" gesehen hat, weiß wieso: Wer soll es richten, wenn Europas Staaten sich gegenseitig in die (Steuer-) Taschen greifen? Und wo ist der Politiker von Format? Merkel? Ha,

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.08.2013 10:27 Uhr
Axel Wittenberg

Sehr geehrter Herr Zorn,

im Großen und Ganzen stimme ich Ihnen zu. Punktuell muss ich Ihnen widersprechen: Renten sind erarbeitete Entgelte, nicht etwa Geschenke des ohnehin nicht mehr existenten Wohlfahrtstaates. Immer mehr Rentner müssen nebenher arbeiten, um über die Runden zu kommen oder aber staatliche Hilfen wie Mietbeihilfe in Anspruch nehmen. Und die Kinder kommen zukünftig eben aus Rumänien, Bulgarien und der Türkei. Berlin und das Ruhr-Gebiet kennen die Malaise bereits. Nein, was uns den Garaus machen wird, ist der Neoliberalismus mit Globalisierung und Deregulierung sowie hohem Druck durch permanente "Wettbewerbs- und Konkurrenzfähigkeit" in allen ökonomischen Bereichen. Die Spirale führt immer weiter nach unten, weil wir mit den Einkünften z.B. chinesischer Wanderarbeiter niemals konkurrieren werden können, weil wir mit dem Steuer-Dumping z.B. Irlands nicht in Wettbewerb treten können. Die langfristigen Folgen für das deutsche Gemeinwesen sind verheerend.

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Rüdiger Noll
Rüdiger Noll (krn) - 20.08.2013 09:15 Uhr

@Herr Frank - Realitätsverlust von Schäuble, wie wahr !

Kai A. Konrad, Max-Planck-Ökonom und wissenschaftlicher Chefberater des Finanzministers, sagte am 17.08.2013 in einem Interview (DIE WELT), er erwarte das Kollabieren der Euro-Zone. Gleichzeitig schlug er einen Ausstieg Deutschlands aus der Währungsunion vor – Europa müsse gerettet werden, nicht der Euro. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Herrn Steltzner, sei Dank für seine punktgenauen Kommentare - in der Tat, ein helles Licht am abgedunkelten Pressehimmel. Wie manche Journalisten inzwischen leider lernen mussten, gehört in heutigen Zeiten wieder Mut dazu, von der Meinung der Politiker abweichend zu berichten oder zu kommentieren - also noch einmal, auch in diesem Sinne, vielen Dank Herr Steltzner.

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Rainer Egold

Dieser Umverteilung

ging aber bereits eine Umverteilung durch die relativ immer geringer wertende Entlohnung von Arbeitskräften einher, die sich in der niedrigen Lohnquote zeigt.
Der niedrige Zins gaukelt den Menschen mit ausschließlichem Arbeitseinkommen vor, sie können ihren Konsum, trotz niedrigem Einkommen aufrecht erhalten durch Kredite, für Möbel, Kfz, Häuser. Somit steigt die Privatverschuldung mit erheblichem Risiko der Privatinsolvenz.
Diese Verschleierung der Umverteilungsproblematik erscheint noch gravierender, weil sie die Abhängigkeit der Lohnabhängigen verschärft und die der Rentner, die sich auf die kapitalgedeckte Rentenfinanzierung (Riester) eingelassen haben.
So zahlt die arbeitende Bevölkerung den Reichtum der Banken und der Finanzanleger/-Jongleure.
Diese Umverteilungsorgie muss beendet werden zu Gunsten der realwirtschaftlich Tätigen Bevölkerung und Unternehmen: durch hohe Besteuerung (Gewinnabschöpfung) des gesamten Finanzsektors und steuerl. Entlastung der Realwirtschaft.

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Horst Ziegler

Anleger in Sachwerten profitieren

Herr Stelzner lenkt den Fokus auf den Staat als Krisengewinnler und setzt Vater Staat in Gegensatz zu den Rentnern und Sparern. Diese Art der Betrachtung ist einseitig.

Wichtig ist, dass billiges Geld zu riesigen Erneuerungs- und Erweiterungsinvestitionen geführt hat. Wer heute noch eine "Alte Bude" betreibt, ist selbst Schuld, wenn er über kurz oder lang wegen Überalterung des Betriebes Pleite geht.

Heute werden Immobilien im Werte von 300.000 € wegen der geringen Zinsen locker aus der Portokasse bezahlt. Was für ein Fortschritt im Vergleich zu den Hochzinsphasen mit 6,5 bis 7,5% Zinsen für Hypotheken.

Aber grundsätzlich ist zu sagen, auch der Markt für Geldanlagen ist ein Markt. Wer mehr als 1% Verzinsung will, der muss auch mehr wagen. Herr Steltzner kann nicht nach dem Staat rufen, die Verzinsung für die kleinen Leute zu verbessern und gleichzeitig Vater Staat auf die Finger klopfen, das er so wenig Zinsen zahlt. Der Artikel ist irgendwie schief angelegt oder?

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Letzner Frank
Letzner Frank (fralet) - 20.08.2013 08:12 Uhr

Schäubles zynische Jubelmeldung

Die derzeit aus Schäubles "Steuergeldverbrennungsministerium" tönenden Jubelfanfaren über die angeblichen "Erfolge" bei der staatlichen Zinsentlastung sind an Zynismus, Realitätsverlust und Größenwahn kaum noch zu überbieten. Wer zahlt die Zeche? Keinesfalls marode Staaten, Banken, Versicherungen oder die mutmaßlichen Politkapitalverbrecher. Die Zeche werden alle die zu zahlen haben, die für Ihre Altersvorsorge Lebensversicherungen, Riester- oder betriebliche Altersvorsorgeverträge abgeschlossen haben. Die Renditen dieser Verträge decken nicht einmal mehr die Inflationsrate. Zusätzlich müssen aber die Abschluß- und laufenden Verwaltungskosten weiter bezahlt werden. Damit wird die Versicherungsindustrie noch zusätzlich durch den Bürger alimentiert. Aber Schäuble und Konsorten ist es gleichgültig, woher die Gelder kommen. Hauptsache, er hat genug zum Verschenken, Verbrennen und es muß nicht seine Klientel zahlen.
Für mich ist am 22.09.13 der "Alternative Zahltag für Deutschland" = AfD

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19.08.2013, 20:39 Uhr

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