09.06.2012 · Nicolas Berggruen rät im F.A.Z.-Interview dazu, die EU zu einer demokratisch legitimierten politischen Union zu machen. Deutschland müsse dabei die Führungsrolle übernehmen. Denn teuer werde es so oder so.
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als Beispiel genannt, das erst 1871 zum Staat wurde. So einen Bismarck brauchte es jetzt!
Warum biete FAZ dem Großkapitalisten B immer wieder ein Podium??
Genau wie z.B. die "Welt" fast wöchentlich die Ergüsse von Soros runterbetet?? Man möge doch ststt dessen nach Zufallsauswahl Passanten auf der Straße befragen.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.06.2012 07:13 UhrFAZ und Grosskapitalisten
Weil sie nicht die Zeit ist und immer schon einen Hang zur Foerderung von Grosskapitalisten hatte.
Deutschland und Europa insgesamt sollen nun also immer noch mehr Geld
für die Banken in die Hand nehmen. Ausgerechnet Berggruen, der
einem Fernsehbericht zufolge sein Geld zum Reicher-Werden offensichtlich
ebenfalls am liebsten mit Hilfe dubioser USA-Projekte amerikanische
Steuergelder abzugreift. Mein Vorschlag zum Vorteil von uns allen
wäre, genau das Gegenteil seines Ratschlags zu tun! Die Banken und
ihre "Anleger" sollten endlich mal selber gerade stehen
für ihre unglaublichen Zockereien - auf den Immobilienmärkten
wie mit ihrer Rohstoff- und Lebensmittelspekulation auf den Finanzmärkten.
Immer wenn ich in Spanien war, war doch schon mit bloßem Auge
abzusehen, dass diese Bauwut nur in Pleiteprojekten enden konnte. Und
diese "Wirtschaftslenker" wollen uns erzählen, wir und
der Staat könnten nicht richtig wirtschaften und mit Geld umgehen?
Wie kann der Staat das denn, wenn er alle Zocker dieser Erde immerfort
nur "retten" muss, auf dass sie fröhlich weitermachen wie bisher
Dieser "Investor" sucht letztlich auch nur Staatshilfe für seine Projekte ! Und die Schweiz ...
... ist - anders als Berggruen es darstellt - geradezu ein Kontrabeispiel zur EU. Denn mit "mehr Euzropa" ist ja gerade gemeint, dass die Schulden vergemeinschaftet werden sollen und ein "Länderfinanzausgleich" institutionalisiert werden solle. Das ist aber NICHT das Schweizer Modell. In der Schweiz sind die Kantone - also die Bundesstaaten - finanzpolitisch autonom. Und die Kantone sind alle gesund. Vor allem aber: jeder Kanton bestimmt einzeln über SEINE Steuern, das geht teilweise sogar hintunter bis auf kommunale Ebenen. Eine von der EU mit intendierte Transferunion zwischen den Kantonen gibt es in der Schweiz gerade nicht !
Die große Frage. Sie ist schon entschieden.
Mehr Brüssel oder mehr Eigenverantwortung und Bestimmung?
Die Wähler in Griechenland, Frankreich haben bereits entschieden.
Diese Frage kann keine Regierung und kein Rat entscheiden.
Die Folgen, wie auch immer entschieden wird, werden unangenehm sein.
Die Bürger müssen das entscheiden, weil sie auch die
Konsequenzen tragen müssen. Herr Berggruen wird sich vielleicht
eine Villa weniger leisten können. Die Bürger werden aber ganz
andere Entbehrungen auf sich nehmen müssen.
Das Ende der EU ist seit ihrem Anfang programmiert
Mir scheint das Argument des Herrn Berggruen
nicht stichhaltig zu sein, daß ein Austritt Deutschlands
aus der EU nur als eine furchtbare Alternativlösung
zu denken wäre:
In einer schlechten Gesellschaft
darf man auf gar keinen Fall bleiben,
und schlechter Umgang ist und bleibt immer schädlich.
Die EU ist jetzt für immer mit einem üblen Ruf verquickt
und Opfer ihrer eigenen Saat,
die wiederum aus fehlenden Volkszustimmungen
herrühren m u ß t e --- einem Mangel an Rechtschaffenheit!
Die Schweiz ist ein schlechtes Beispiel als Modell...
... für ein vereintes Europa. Damals vor über 150 Jahren war
es das "Armenhaus Europas", eingepfercht in relativ
wohlhabende, aber untereinander zerstrittene Monarchien - zum Teil auch
Länder mit Kolonien, Meeranschluss und Rohstoffen.
Der relative Reichtum ist nur, weil wir uns aus diesen unseligen Kriegen
heraushalten konnten und der wegen den vielen Minderheiten
Staatsstruktur: die Ausgaben wurden dort gemacht, wo Geld eingenommen
wurde, keine prestigeträchtige Hauptstädte.
Wenn ich aber zusehen muss, dass alleine im Monat Mai 60 Milliarden CHF
(50 Milliarden Euro) für die Stützung dieser schwankenden
Währung Euro gekauft wurden, sind wir sehr rasch wieder das
Armenhaus Europas. Im Vergleich zu Deutschland sind dies eine halbe
Billion Euro nur innert Monatsfrist ! - da können wir nur noch
beten, dass diese Währung überlebt...
Solche Interventionen in dieser Grössenordnung haben nichts mehr
mit Stützung von Exportindustrie und Tourismus zu tun -- das ist
reine Spekulation.
prinzipiell haben sie recht
nur sind die 60 Mille CHF zur Stützung der Schweizer Wirtschaft da,
sprich der franken soll bei 1,20 gehalten werden um noch etwas verkaufen
zu können.
Das beweißt nur wir sitzen alle im selben Boot.
Oh Gott oh Gott - was ein Unsinn!
Herr Berggruen: "Wenn den Deutschen bewusst wäre, dass sie
ohnehin schon mit Hunderten Milliarden Euro für die anderen
Länder Europas einstehen" -> Nonsens.
Die Deutschen haften nicht für "Europa". Die Deutschen
haften für die Banken und deren risikofreudige Anleger, die
UNBEDINGT mehr, mehr, mehr als die üblichen 5% haben wollten und
Griechenland und Spanien zu hohen Zinsen Geld geliehen haben. Wer das
Risiko eingegangen ist, der soll halt jetzt zahlen!!
Hier geht es doch nicht um "die Griechen". Es geht um
Zinslast, die über den Umweg einmal nach Griechenland und
zurück vom deutschen Bürger zu deutschen Banken
überwiesen wird - anstatt das die Banken auf ihren Casino-Krediten
hängenbleiben und sie abschreiben müssen.
Was in Europa seit 10 Jahren passiert, ist Banken-Pokern ohne Risiko,
zumindest für die Banken. Die USA waren schlau genug, bei Lehmann
die Notbremse zu ziehen, es wird Zeit dass Europa daraus lernt - es gibt
keine "Systemrelevantz".
Berggruen hat sein Kapital geerbt und will es nicht verlieren.
Sicher hat er verstanden es zu mehren, statt zu verprassen. Aber erst
wenn er die nächsten zehn Jahre seinen Kaufhauskonzern ohne
Entlassungen saniert hat, mag ich ihm glauben.
Dennoch: von Europa und europäischer Politik scheint er nicht sehr
viel zu verstehen und eine politische Union Europas wird es m.E. nie
geben. Schon überhaupt nicht mit den vorhandenen bürokratisch,
statisch, unfähigen Politikern, die immer noch nach einer
Verwaltungsrichtlinie suchen, selbst wenn Europa schon abgesoffen ist.
In unserem Militärhandbuch stand immerhin noch, daß bei
Grundverlust im Wasser selbständig mit Schwimmbewegungen zu
beginnen ist. Aber: können die Berufspolitiker in Europa
überhaupt schwimmen? Beim Militär war es Voraussetzung.
Nach Joschka Fischer (powered bei Albright), Obama, Hollande, Monti,
etc. muß noch der linke Multimilliardär Berggruen seine
vorhersehbare Meinung abgeben:
Deutschland soll natürlich seine Souveränität vollkommen
aufgeben und all seine Güter brüderlich mit seinen
europäischen Freunden teilen.
Kein Mensch und kein Volk, das noch im Besitz seiner geistigen
Kräfte ist, würde so etwas Irrationales tun.
Herr Berggruen könnte mit positivem Beispiel vorangehen und 50%
seines Vermögens dem notleidenden Spanien stiften. Warum nur tut er
das nicht?
Berggruen übersieht nur, das Europa
im Gegensatz zu Schweiz und den USA, die beide funktionierende Föderalismussysteme haben, eine Bürokratie-Ebene mehr hat bzw. hätte, was eine Funktsfähigkeit eigentlich ausschliesst. Eventuell wäre es noch möglich, wenn die verdoppel-, drei- oder vierfachung von Kompetenzen und Funktionen abgeschafft werden könnte, aber das ist ja nicht einmal innerhalb Deutschlands möglich, wie wir alle sehen. Bei seinen düsteren Ausblicken hat er aber vermutlich recht.
Ob Berggruen mehr ist als das Aushängeschild eines Betreibernetzes von Briefkastenfirmen ?
Berggruen konnte einem beinahe leid tun, als er in einem TV-Interview
zum Karstadtkomplex unabgesprochen auf beteiligte amsterdamer
Briefkastenunternehmen angesprochen wurde. Dem armen Mann wollten
operative+ formale Hintergründe so gar nicht mehr in den Sinn
kommen, er wähnte sich gar von einer Mitwirkung ausgenommen ...
Deutlich auskunftsfreudiger breitet Lobbyist Berggruen hier seinen
Forderungskatalog an die Politik aus - garniert mit hübschen
Demokratiephrasen (aber auch die Drohung mit dem Rezessionshammer fehlt
nicht ).
Welche Meisterschaft lobbyistische Wortverdrehung erreichen kann, zeigt
Berggruens Missbrauch des Begriffes "Führungsrolle" . Was
da schmeichelhaft nach Anführerschaft klingt, bedeutet nichts
anderes als die wirtschaftliche Selbstentmündigung Deutschlands.
Wie schief Berggruen und seine Co-Finanziers wohl mit ihren
Investitionen in den Subventionsstaaten liegen ? Allein "sein"
Engagement im spanisches Mediensektor erreichte 2010 die Milliardengrenze.
Keine Staat in Europa will seine Souveraenitaet aufgeben
So lange alles nach Wachstum und Wohlstand aussah, konnte man wunderschoene Sonntagsreden ueber ein Zusammenwachsen Europas halten. Jetzt wo es ans Zahlen geht ist sich Jeder selber der Naechste. Insbesondere ausserhalb Europas wird gerne uebersehen, dass die europaeischen Staaten in ihrer Geschichte und Kultur so unterschiedlich sind, dass hier schwerlich ein Gebilde nach Art der Schweiz oder USA entstehen kann. Jede Regierung, jedes Parlament weiss zudem, wenn es die Souveraenitaet ueber die Finanzpolitik und das Budgetrecht abgibt mittel- bis langfristig an Bedeutung verlieren wird. Bis heute hat man es ja auch nicht mal geschafft ein wirklich demokratisches Gesamteuropa zu schaffen. Bruessel ist eine riesen Ministerialbuerokratie voll mit abgehalfterten Politikern aus allen Staaten, beim Parlament sieht es nicht anders aus. Ich sehen einfach den Willen fuer ein Gesamteuropa nicht. Insoweit waere ein Rueckfuehrung der nationalen Wirtschaften mit eigener Waehrung nur konsequent.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.06.2012 14:56 UhrJa, aber...!
Das seit Kohl eher zoegerliche Vorgehen der Hauptakteure zur Erzielung
einer politischen Union ist aergerlich, reflektiert aber auch die
jahrelange EU-Muedigkeit der Buerger - denken Sie etwa an das Theater um
die Ratifizierung des Lissabon-Vetrags. Die Waehler sind mitunter recht
ambivalent: Kommt eine Krise, rufen sie nach durchgreifenden Massnahmen,
deren daran gebundene Instrumente sie aber, zumal in wirtschaftlich
ruhigen Zeiten, nach Belieben ablehnen zu koennen glauben.
Die Bedeutung des Spruchs von Wilhelm Busch, wonach einer bloss tut was
er tun muss, kehrt sich in Krisenzeiten allerdings um - soll heissen,
die Politiker sind nun in der Pflicht, mit einer Loesung aufzuwarten.
Und weniger als die Einigung auf eine politische Union wird diesmal
nicht mehr reichen.
Ich stimme Ihrer Betrachtung um die derzeitigen Bruesseler Verhaeltnisse
durchaus zu - aber wir sollten uns vor lauter Kleinstaaterei und
Behoerdenwirtschaft nicht den Blick auf das Grosse, Ganze verstellen lassen
Voriges Wochenende war es das Gespenst des Grexit, dieses Wochenende ist es die Spanik. Langsam merkt man sogar in Deutschland, das bislang immer noch munter auf dem Vulkan tanzte, dass bei einer gemeinsamen Währung keiner ausgenommen ist. Es gibt nun mal keinen griechischen oder spanischen Euro, nur den unseren.
Woher ein demokratisch legitimiertes Europa?
Nicolas Berggruen wäre zu empfehlen, einmal zu schauen, was in der EU los ist. Spanien zerfällt, in die Mehrsprachigkeit und unabhängige Autonomien, Griechenland ist überhaupt nicht nach Europa zumute, Frankreich ist die Grande Nation ... - und Großbritannien freut sich, dass es den Euro nicht hat. Wie soll da ein legitimiertes Europa entstehen - ein schöner Traum; den hatte ich auch einmal. Deutschland bezahlt so und so. Deutschland hat auch profitiert, weil seit Jahrzehnten der überwiegende Exporte in die EU geht. Das wird vermutlich auch so bleiben, auch wenn manche Nachfrage sinken wird - schließlich sehen gerade in den am stärksten getroffenen Ländern bessere Straßen als hierzulande. Dort muss in einigen Bereichen über Jahre hinweg nicht mehr investiert werden. Machen wir uns klar, dass unser volkswirtschaftlich gewünschtes Wachstum ein Ende hat, bzw. viel flacher laufen wird als wir es gewohnt sind. Kümmern wir uns bitte um Aufgaben wie die Energiewende. Wir haben genug zu tun.
Ein totaler Think Tank Globalist aus den USA will den Bankern helfen
mehr Kohle aus der BRD zu pressen und ihre Souveränität zu
vernichten.Ist ja ganz neu.
Die Skrupellosigkeit mit der gandenloses Ausbeuten hier als
Hilfsmassnahme propagiert wird ist schon erschreckend u es wird
natürlich ebenso hilfreich sein wie jede bisherige fruchtlose
Massnahme-aber hauptsache die Banker bekommen was sie wollen.
Der Trick den der Herr hier übrigens Vorschlägt ist quasi
derselbe den Berggrün und die seinen schon bei Karstadt angewandt haben:
Erst nimmt die eine Gruppe(oppenheim/esch) ein gesundes Unternehmen
auseinander u lässt es ausbluten u dann kommt die andere
Gruppe(Berggrün) und übernimmt alles für nen Appel und
ein Ei und lässt sich unverschämterweise auch noch als Retter feiern.
Barbara Spectre (auch aus den USA) erklärt ihnen auf Youtube
indirekt wer dahintersteckt.
Barbara Spectre? Theoretikerin der jüdischen Verschwörung gegen die Nationen
Glauben Sie das wirklich?
... kann keine Führungsrolle in einem vereinten Europa übernehmen. Denn da herrscht Demokratie. Italien, Frankreich, Spanien und Polen sind die mehreren.
Die EU war grundsaetzlich eine gute Idee - ein lockerer Wirtschaftsverbund benachbarter Staaten. Dann kamen Strukturfonds, Aufbauhilfen, die vorgeschriebene Kruemmung der Gurke, der gemeinsame Verzicht auf die Gluehbirne. Hehre Ideale unter haette, wuerde, muesste. Als naechstes der Euro- es sollte eine starke EZB unter Vorbild der deutschen Bundesbank sein, Deutschland haette eine Fuehrungsrolle uebernehmen muessen. Der Vertrag von Maastricht - alle Laender haetten sich an Defizitgrenzen halten muessen. Der Vertrag von Lissabon - die Einhaltung der no-bail-out Klausel sollte selbstverstaendlich gewesen sein. Und heute? Transfer von Vermoegen zur Erhaltung des Status Quos muesste unter deutscher Fuehrungsrolle erfolgen, die Rotweinlaender sollten durch asiatische Konkurrenz zur Aenderung gezwungen werden. Haette, sollte, muesste. Nichts davon wird eintreten. Wuensch-Dir-Was war eine TV Serie, Zeit, dass man sich der Realitaet stellt.
die uns die anderen Europäer zugestehen, ist die des reichen
Onkels, der alle Rechnungen bezahlt.
Wie auch schon von anderen häufiger postuliert: für das, was
im Moment mit Deutschland gemacht wird, mussten früher Kriege
geführt werden. Heute gibts das alles freiwillig...
Natürlich will der Mann mehr Europa
Je kleiner und föderaler ein Land ist, desto transparenter,
wirtschaftlicher und demokratischer ist sein Staatswesen. "Mehr
Europa" bedeutet schlichtweg die Zentralisierung von Macht. Und je
weniger Menschen in einem Staat das Sagen haben, desto größer
wird der Einfluss gut vernetzter Einzelpersonen, wie etwa dem
Milliardär Berggruen, aber auch bedeutenden Journalisten.
Es ist im Übrigen ziemlich ironisch, dass Herr Berggruen als
Beispiel für die VSE jenes Land anführt, das der EU am
wenigsten beitreten möchte.
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