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Nicht-EU-Ausländer : Fachkräfte sollen leichter nach Deutschland kommen

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In zahlreichen Ausbildungsberufen fehlen inländische Fachkräfte. Das zeigt sich etwa in der Altenpflege. Bild: dapd

Qualifizierte Menschen aus Ländern außerhalb der EU sollen leichter in Deutschland arbeiten können - auch wenn sie keinen akademischen Abschluss haben. Damit will die Bundesregierung Fachkräfte-Engpässe in bestimmten Berufen abmildern.

          Die Bundesregierung will den deutschen Arbeitsmarkt stärker für ausländische Fachkräfte ohne Hochschulabschluss öffnen. Das Kabinett brachte am Mittwoch eine entsprechende Verordnung von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen auf den Weg. Die neue Beschäftigungsverordnung zielt auf Fachkräfte aus Staaten außerhalb der Europäischen Union. Die CDU-Politikerin will damit den Fachkräfteengpass in bestimmten Ausbildungsberufen angehen.

          Bewerber aus diesen Drittstaaten sollen hierzulande arbeiten dürfen, wenn in einem bestimmten Bereich Fachkräfte fehlen und sie eine passende Berufsausbildung mitbringen.

          Eine Liste soll diese Engpassberufe aufzählen. In Kraft treten soll die Neuregelung zum 1. Juli dieses Jahres. Voraussetzung ist aber, dass die rot-grüne Mehrheit im Bundesrat zustimmt.

          Liste mit Engpassberufen soll Zugang steuern

          „Für die am meisten gesuchten akademischen Berufe haben wir die Blaue Karte eingeführt“, erklärte von der Leyen. „Aber auch im Mittelbau des Arbeitsmarktes, den Ausbildungsberufen, fehlen in etlichen Branchen qualifizierte Arbeitskräfte.“

          Dazu zählen etwa Krankenschwestern, Altenpfleger, Lokomotivführer, Klempner, Heizungsmonteure und Elektriker. Für sie sei die Tür zum deutschen Arbeitsmarkt bisher fest verschlossen gewesen.

          Gesteuert werden soll der Zugang der Fachkräfte durch die Positivliste mit Engpassberufen, aber auch durch bilaterale Vermittlungsabsprachen der Bundesagentur für Arbeit mit den Herkunftsländern. Dabei können Obergrenzen für die Anwerbung von Fachkräften festgelegt werden, damit in den Herkunftsländern selbst ein Fachkräftemangel verhindert wird.

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