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„New Deal for Europe“ : Deutschland und Frankreich wollen Jugendarbeitslosigkeit bekämpfen

  • Aktualisiert am

Die Arbeitslosenquote in Frankreich liegt derzeit bei 10,2 Prozent - Tendenz steigend Bild: dpa

Arbeitsministerin Von der Leyen und ihr französischer Kollege Sapin wollen laut einem Zeitungsbericht die hohe Jugendarbeitslosigkeit in der EU bekämpfen. Unternehmen sollen für Ausbildungsplätze Milliardenkredite der Europäischen Investitionsbank erhalten.

          Bundesarbeitsministerin Ursula von  der Leyen (CDU) und ihr französischer Kollege Michel Sapin wollen laut einem Zeitungsbericht eine gemeinsame Initiative zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit starten. Das Konzept mit dem Titel „New Deal for Europe“ wollten die beiden Minister zusammen mit führenden Unternehmern am 28. Mai bei einer Konferenz in Paris vorstellen, berichtet die in Düsseldorf erscheinende „Rheinische  Post“. Der Plan sehe zusätzliche Milliardenkredite der Europäischen Investitionsbank (EIB) für Unternehmen vor, die  Ausbildungs- und Arbeitsplätze speziell für Jugendliche schaffen, verlautete dem Blatt zufolge aus Regierungs- und Konferenzkreisen.

          Das von dem Investor Nicolas Berggruen organisierte sogenannte Town Hall Meeting Ende Mai, an dem auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und sein französischer Kollege Pierre Moscovici teilnähmen, solle einen Wendepunkt bei der hohen Jugendarbeitslosigkeit in Europa markieren, heißt es in dem Bericht. Bisher wolle die EU bis 2020 sechs Milliarden Euro für den Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit einsetzen, was allerdings absolut nicht ausreiche.

          Die EIB könnte den Betrag daher hebeln. Das heißt, der Betrag würde der EIB als Sicherheit für eine bis zu zehnfache Summe des Betrags dienen, die sich EU-Hausbank am Kapitalmarkt leihen könnte. „Vorstellbar wäre, einen Zusammenhang zwischen Kreditkonditionen und der Schaffung von Jobs und Ausbildungsplätzen herzustellen“, sagte EIB-Präsident Werner Hoyer. Möglich seien auch „die gezielte Förderung des Ausbaus des dualen Bildungssystems in Südeuropa“ oder eine Ausdehnung des Erasmus-Programms für Auslandsaufenthalte während des Studiums auf den nicht-akademischen Bereich, sagte Hoyer.

          Die hohe Arbeitslosigkeit vor allem unter Jugendlichen mit Quoten bis zu 50 Prozent gehört zu den drängendsten Problemen nicht nur in den Krisenländern wie Spanien, Griechenland und Portugal. Auch in Frankreich haben die Arbeitslosenzahlen mit 3,22 Millionen zuletzt einen Höchststand erreicht.

          Quelle: FAZ.NET mit AFP

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