19.02.2008 · Die Nachfrage nach Zeitarbeitern bleibt hoch. Vor allem Arbeitslosen bietet sie die Chance, am regulären Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen, wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilt.
Der Zeitarbeitsmarkt in Deutschland ist auch im ersten Halbjahr 2007 kräftig gewachsen. Wie die Bundesagentur für Arbeit am Montag bekanntgab, waren Ende Juni rund 730.000 Leiharbeiter registriert. Das waren 22 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Innerhalb eines Jahrzehnts hat sich deren Zahl in Deutschland um fast 250 Prozent vermehrt. Spitzenreiter ist Hessen, wo der Zuwachs seit 1997 sogar rund 430 Prozent betrug. Der Anteil der Zeitarbeitnehmer an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten verdoppelte sich innerhalb von nur drei Jahren auf zuletzt 2,4 Prozent. Die Zahl der Zeitarbeitsunternehmen wuchs seit 1997 um 138 Prozent auf etwa 21.000.
Häufig profitieren Arbeitslose
Wie die Behörde weiter mitteilte, schlug sich der Strukturwandel der Wirtschaft auch in den Einsatzfeldern der Zeitarbeiter nieder. Stand die Metall- und Elektroindustrie vor zehn Jahren noch für 41 Prozent dieser Arbeitsplätze, waren es vergangenes Jahr nur noch 24 Prozent. Dagegen stieg der Anteil der Dienstleistungsberufe um 7 Punkte auf 27 Prozent. Die größte Gruppe stellt heute das Hilfspersonal dar mit 34 Prozent (1997: 26 Prozent). Die Mehrzahl der Zeitarbeitseinsätze dauerte drei Monate oder weniger. Wie die Bundesagentur betont, bietet die Zeitarbeit vor allem Arbeitslosen neue Beschäftigungschancen: Zwei Drittel der Arbeitsverhältnisse wurden mit zuvor Arbeitslosen abgeschlossen, davon waren wiederum ein Fünftel Langzeitarbeitslose. Die Verleihdauer war in den meisten Fällen relativ kurz: Mehr als jeder zweite Einsatz eines Zeitarbeiters war nach drei Monaten wieder beendet. Zeitarbeiter sind fest anstelltes Personal des Zeitarbeitsunternehmens und werden für die Dauer des Auftrages an ein entleihendes Unternehmen überlassen.
Sollen Kinderlose einen „Solidarzuschlag" zahlen?
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.848,03 | +1,42% |
| FAZ-INDEX | 1.526,72 | +1,43% |
| TecDAX | 778,36 | +0,73% |
| MDAX | 10.441,40 | +1,41% |
| SDAX | 5.048,27 | +1,17% |
| REX | 422,26 | −0,26% |
| Eurostoxx 50 | 2.520,31 | +1,24% |
| F.A.Z. EURO INDEX | 81,56 | +1,37% |
| Dow Jones | 12.949,90 | +0,35% |
| Nasdaq 100 | 2.584,24 | −0,31% |
| S&P500 | 1.361,23 | +0,23% |
| Nikkei225 | 9.384,17 | +1,58% |
| EUR/USD | 1,3138 | +0,07% |
| Rohöl Brent Crude | 119,95 $ | −0,08% |
| Gold | 1.723,00 $ | +0,58% |
| Bund Future | 138,50 € | −0,16% |