12.04.2007 · Es geht offenbar doch: Im Januar hatte Ryanair Langstreckenflüge noch ausgeschlossen. Das rechne sich nicht. Jetzt gründet die irische Fluggesellschaft eine Tochter für Billigflüge über den Atlantik.
Der irische Billigflieger Ryanair will mit einer Tochtergesellschaft das Low-Cost-Prinzip auf der Langstrecke
etablieren. Die Airline solle um das Jahr 2010 an den Start gehen und fünf bis sechs Ziele in den USA von Europa aus anfliegen, sagte Ryanair-Chef Michael O'Leary dem britischen Fachmagazin „Flight International“.
Das Unternehmen soll unabhängig vom Mutterkonzern operieren. Für die neue Flotte will Ryanair bis zu 50 Flugzeuge vom Typ Airbus A350 oder Boeing 787 kaufen.
Umsätze mit Drinks und Duty-Free
Die neue Billig-Fluggesellschaft wird kleinere amerikanische Flughäfen wie Baltimore, Providence und New York Long Island anfliegen. Abflug ist jeweils von den 23 Ryanair-Drehkreuzen in Europa.
Tickets will Ryanair für zehn Euro verkaufen. Hinzu kommen allerdings noch Steuern und Gebühren.
Ryanair-Che O'Leary kündigte an, mit dem Verkauf von Speisen, Getränken und Duty-Free-Produkten sowie einem Unterhaltungsprogramm maßgeblich Umsätze erzielen zu wollen.
Und es geht doch
Das Langstrecken-Engagement gelte unabhängig von der geplanten Übernahme der irischen Fluglinie Aer
Lingus, die im ersten Anlauf gescheitert war.
Noch im Januar hatte Ryanair ein Engagement im Fernverkehr grundsätzlich ausgeschlossen. Das Low-Cost-Prinzip funktioniere auf der Langstrecke nicht, sagte eine Unternehmenssprecherin damals und schloss sich damit der Argumentation von Mitbewerbern an.
Und die Umwelt?
Christian Heiligmann (c.heiligmann)
- 12.04.2007, 19:51 Uhr
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