18.12.2012 · Ist die Mittelschicht vom Abstieg bedroht, wie es oft heißt? Eher nicht, sie hat sich zuletzt stabilisiert. Das Problem liegt in den unteren Einkommensschichten, denen Arbeitslosigkeit oft den Aufstieg verwehrt. Ihr Armutsrisiko steigt damit drastisch.
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Was ist relative Armut? Wenn die Geringverdiener auf die Hälfte und
die Spitzenverdiener auf zwei Drittel ihres Einkommens verzichten, sind
wir dann alle reicher???
Als Student stand mir auch weniger als 60% des Durchschnittseinkommens
zur Verfügung. Arm gefühlt habe ich mich nicht. Ich habe auch
in dieser Zeit (individuell und auf einfachstem Niveau) Fernreisen
unternommen, was damals wie heute nur einem geringen Prozentsatz der
Weltbevölkerung vergönnt war bzw. ist.
Instrumentalisierung der Armut
Wer Armut relativ zur Lebensrealität der Gesellschaft definiert, schreibt Armut in aller Unendlichkeit fort. So jemand will Armut nicht beseitigen und den betroffenen Menschen nicht helfen, sondern beide (Armut und Menschen) als politisches Instrument benutzen!
Spätwirkung der Kohlschen Politik
Wer zeichnet denn für die absolute Individualisierung, Entsolidarisierung und Restaurierung Deutschlands Sozialhierarchien auf beinahe Vorkriegsniveau (2WK) verantwortlich? Der Aufstieg für Nachwuchs aus der Arbeiterklasse war doch bis in die 80er Jahre möglich. Dann kam Kohl und seine verheerende Dauerregierung ist für die Spaltung der Gesellschaft verantwortlich. Das Geschwätz in der Meldung ist akademischer Mist und Hohn für die Betroffenen. Aber das geht den Besänftigungsprofis in der Bertelsmannstiftung sicherlich am Ar... vorbei solange sie nur weiter mit ihrer Verblödungs-PR auf willige Abnehmer wie die FAZ finden.
Solange die Untergrenze der Mittelschicht quasi die Armutsgrenze ist und nicht an die
gestiegenen Lebenshaltungskosten angepaßt wird, besitzen solche
Aussagen nur den Wert der Volksverdummung. Gerade im Bereich der
Hartz-IV-Familien wird besonders deutlich, daß die Untergrenze der
Mittelschicht deutlich zu weit unten angesiedelt ist. Denn so manche
Hartz-IV-Familie hat mehr Einkommen und erhält mehr Zuwendungen,
als eine steuerzahlende "Mittelschicht-Familie".
Das beweist, daß die Armut längst in den Bereich der
sogenannten Mittelschicht vorgedrungen ist, daß die Grenzen nicht
mehr stimmig sind. Die Zugehörigkeit zur Mittelschicht bedeutete
einmal, ein materiell sorgenfreies Leben mit durchschnittlichem
Lebensstandard führen zu können. Das war einmal. Die
Betrachtungen des Think-Tanks zu diesem Thema sind wie so oft in das
Reich der Fabeln zu verweisen, haben mit der Realität nichts
gemein, dienen lediglich der Ruhigstellung der Bevölkerung.
Propaganda eben.
Es gibt Betroffenheits-„Sänger“…
…die uns von dem ELEND in Deutschland vorjaulen,
so daß man das kalten Grausen kriegen könnte!
Jedem, der unter seiner Arbeitslosigkeit w i r k l i c h
l e i d e t, rate ich, politisch zu denken:
Wo sind die Ursachen?
Wer hat d a s zu verantworten?
Wer verspricht glaubwürdig Besserung?
Nicht jammern, sondern k ä m p f e n --- sei die LOSUNG!
das ganze ist eine frechheit! wenn gesunde menschen, die in ihrer
mehrheit nicht arbeiten wollen und bequem auf kosten anderer
leben, als arm bezeichnet werden, weil sie sich dann keinen BMW
oder DAIMLER leisten können. als ob die leistenden durch die kalte
progression und andere spitzfindigkeiten der ach so sozialen poli-
tik nicht schon genug abgezockt würden.
Eine Frechheit oder besser Dummheit ist dieser Kommentar von Ihnen
Sie meinen WIRKLICH, dass alle (bzw. die Mehrheit) gesungen Menschen nicht arbeiten wollen und bequem auf Kosten anderer leben wollen? Dann können Sie ja nicht so gesund sein - sonst würden sie es sich ja auch so schön und bequem machen und in Saus und Braus von Hartz 4 leben...aber ein BMW oder ein Daimler ist ja das, worum es Ihnen geht. Schon armselig. Warum wandern Sie nicht aus?
ist jetzt gut von der FAZ, sie verbreitet positive Stimmung.
Auch dass sind kleine Beiträge die helfen.
ich möchte nicht prinzipiell werden. Es mag Gründe geben,
Armut und Reichtum nur in relativen Begriffen zu sehen. Aber man darf
den Blick nicht auf die absoluten Werte verlieren.
Sonst könnte man sagen, es gäbe in Griechenland keien Zunahme
von Armut weil der Durchschnitt mit abgeraucht ist. Armut in einer armen
Gesellschaft bedeutet Hunger, keine Krankenversorgung etc. Das gibt es
bei uns nicht.
Aber es gibt bei den Realeinkommen ganz gewiss keinen Zuwachs, eher
nimmt die Kaufkraft ab und die Abgaben zu. Das wird dramatischer, wenn
politisch gewollte Preissteigerungen miteinbezogen werden. So
betrachtet, kann ich mir gut vorstellen, dass die Lage in D unangenehmer
wird - eben weil es absolut gesehen nicht mehr nach oben sondern eher
nach unten geht. Psychologisch macht das übrigens einen gewaltigen
Unterschied aus.
Auf dem langsam sinkenden Schiff nutzt die "relativ" gute
Position im Mitteldeck auch nicht mehr viel.
Die Whiskey-Webung ist eine Zumutung sondergleichen!
Bei bild.de mag derlei Elektronischer Ramsch passen,
aber mit dem stets beschworenen hohen Qualitätsanspruch der FAZ
ist das kaum zu vereinbaren.
In Deutschland gibt es keine Armut, denn ...
1. Armut wird relativ zum Median des Einkommens definiert und der
Ärmste in Deutschland ist reich, im Vergleich z.B. zu Bangladesch.
2. Niemand in Deutschland muss hungern.
Die "Armut" ist ein Propagandabegriff, um dem Volk Angst zu
machen und um den Politikern eine Daseinsberechtigung zu verschaffen.
Richtig
Die rund 2 Millionen Arbeitslosengeld-II-Empfanger sind in Kalkutta
König! Weg mit ihnen!
Alles, was älter als 50 ist, weg damit, ist abgeschrieben! Ebenso:
Keine Hüftgelenke für Alte.
Weiter so! Deutschland mistet aus! Dann langts auch noch für die Südländer!
Wenn...
...das Pferd eine Katze wäre, würde es den Baum ´rauflaufen. Armut ist ebenso wie Reichtum immer am Lebensumfeld (-Kontext) zu bemessen. Bangladesch ist sicher kein passender Vergleich zu diesem Thema. Viel wichtiger ist die Frage, wie Menschen in einem Land gut zusammenleben wollen. D.h. wie mit unseren Alten umgehen, den Kindern, den Kranken, Behinderten etc. Der Rückgang der Geburten (ja auch aktuell wieder oben in den Schlagzeilen) ist ein Signal dafür, das ein Volk sich ´mit den Füßen´ entscheidet und klar macht, wie es um das gemeinsame Zusammenleben und das Füreinanderdasein, die Verteilung von Geld, Mitteln und Chancen und Sorge in der Gegenwart bestellt ist.
Möchten die unteren Einkommensschichten arbeiten?
Wenn man die unteren Schichten fragt, was sie werden wollen, ist das Arzt, Profifußballer, Modell oder Sängerin. Das man für diese Jobs zunächst was leisten muß und erst nach jahrerlanger Arbeit, diese Ziele eventuell erreicht, das wird nicht akzepptiert. Wenn man das nicht sofort wird, ist der Staat schuld und man ruht sich weiter auf Staatskosten aus. Leider gibt es viele Sozialverbände, die diese Verhaltensweise unterstützen, weil sie gut daran verdienen.
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.12.2012 23:00 UhrDas
ist nun wirklich Stammtischargumentation. Da bitte ich darum, zu belegen, dass die Menschen der unteren Schichten dies so in der Mehrzahl sagen und dass sie nicht in der Lage sind, etwas zu leisten. Erinnere daran, dass ca. 5 Mio. Hartz 4 Empfänger ca. 500.000 freie Stellen gegenüberstehen. Hoffe, dass es Sie nicht auch einmal unverschuldet trifft, aufstocken zu müssen. Falls leider doch einmal, bitte dann unbedingt Ihren Kommentar nochmals lesen.
Ihre Kenntnisse der "unteren Einkommensschichten" sind beeindruckend.
Als Single ist gilt man bei einer Vollzeitbeschäftigung von 40 h in
der Woche und einem Bruttolohn von 7,50 € als arm.
Ich schlage vor, dass Sie das nächste Mal, wenn Sie bei Ihrem
Friseur sitzen, sich ein Paket anliefern lassen, am Wachtdienst Ihres
Unternehmens vorbeigehen, die Putzleute sehen, die die Nachts arbeiten,
damit sie in ihrem kuscheligen Büro nicht gestört werden, und
noch viele andere mehr, fragen, warum sie denn keine Lust zum arbeiten haben.
Die Vermögenden und Reichen haben versagt.....
....denn anders als z. B. in Amerika ist das Engagement der Vermögenden und Reichen für die Armen und Benachteiligten in Deutschland doch eher "ärmlich". Hier wird lieber hinter eingezäunten "Gated Communitys" das dolce vita gepflegt, als sich offensiv und engagiert für mehr soziale Gerechtigkeit einzusetzen. Das Teilen - und die wahrgenommene Verantwortung für (durchaus gegönnte) Vermögen ist eine Ausnahme. Und nun zu den ARBEITGEBERN - oft ja auch Familienunternehmer. Warum geben diese nicht arbeitswilligen längerfristig Arbeitslosen, die eine Arbeit suchen - die verdiente Chance? Warum sind sie nicht bereit, einen Lohn zu zahlen, von dem der Leistungserbringer ! (vorher Leistungsbezieher) auch leben kann? Weil es in den Köpfen in Deutschland nicht "drin" ist - die zweite Chance! Hier wird jemand, der wieder aufstehen möchte als "vormals gescheitert" beurteilt. Auch das ist in Amerika anders. FAZIT: Liebe Reiche und liebe Unternehmer: GEBT den HartzIV Emfpängern eine korrekte Chance!
Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.12.2012 12:09 UhrWas für ein Quatsch, Herr Hodina!
"....denn anders als z. B. in Amerika ist das Engagement der
Vermögenden und Reichen für die Armen und Benachteiligten in
Deutschland doch eher "ärmlich"."
.
Danken Sie unseren machtgeilen Kontrollfreaks im Bundestag.
Sie können das amerikanische Stiftungsrecht nicht mit dem deutschen vergleichen.
Amerik. Stiftung (philantropy) und Stifter behalten die Kontrolle
über Verwendung ihrer Spenden und sichern damit ihren Einfluss
(dass das Geld in ihrem Sinn verwendet wird).
In Deutschland gibt es das nicht in dieser Form. Hier wollen die
Politiker den Einfluss haben anstelle des Stifters.
Und im übrigen, erklären Sie doch bitte mal genau was
"soziale Gerechtigkeit" ist.
Gute Idee: fangen Sie doch damit an und beschäftigen Sie jemanden steuerpflichtig!
Aber mit Lohnsteuerkarte, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, bezahltem
Urlaub, Kur,dem damit verbundenen Papierkrieg, dem rechtzeitigen
Bezahlen der einbehaltenen Lohnsteuer etc. Erst einmal mit der Putzfrau starten!
In den USA ist das soziale Netz (etwas) grobmaschiger und es ist
anerkannt, zu spenden und man wird dafür respektiert. Auch die
Steuerlast ist geringer.
In D wird dem Selbständigen fast 50% Steuern und Abgaben
weggenommen (mit Kirchensteuer) und von dem Rest soll er noch so
genannte Bedürftige unterstützen, die nur arbeiten wollen,
wenn die Arbeit nicht zu sehr die Freizeitgestaltung behindert?
Und wo gibt es hier "gated commities"? ich kenne keine. Die
Hartzer haben einen Lebensstandard wie ein Facharbeiter 1960. Ich finde
das völlig ausreichend für Nichtstun.
Sie schreiben leider Blödsinn...
Wenn wir das amerikanische System hier haben wollen, bitte:
- Sozialabgaben weg (dann sind wir abgabentechnisch in etwa auf dem
Level der USA)
- natürlich dementsprechend Sozialbezüge weg (max. Sozialhilfe
auf 5 J über die Lebenszeit)
- Kündigungsschutz weg
- Mindestlohn von ca. 5,5€ (das entspricht ca. dem Mindestlohn der Amerikaner)
und ab geht er. Ich wäre gern dafür einen Schritt in diese
Richtung zu tun, dann bekommen auch die H4-Empfänger wieder
Chancen. Weiterhin bekommen wir wohl endlich mal einen flexibleren
Arbeitsmarkt und von dem Geld was mir übrig bleibt geb ich dann
auch gern 500€ Almosen im Jahr und fühl mich gut dabei :) (das
ist in etwas das was die großzügigen Amerikaner tun, 30%
sparen 5% abgeben ;) )
Übrigens für Sie gerechnet:
5,5 * 160 = 880 € im Monat, laut Artikel war die (blödsinnige)
Armutsgrenze hier bei 925?
Also bevor Sie weiter reden, informieren Sie sich bitte :).
Wen die Armut trifft? Der Artikel ist nicht gut, es werden die falschen Aspekte angesprochen.
Denn in den Berichten wurde vor allem deutlich, dass die älterer Menschen nicht so stark von Armut betroffen u. gefährdet sind wie die Jungen Menschen. Zeitarbeit ist mittlerweile die Regel f. Berufseinsteiger. Wer will mit Zeitarbeit etwas für die Rente vorsorgen. Aber die Jungen Menschen müssen die Besitzstände der älteren Generation sichern, aber diese wollen nichts los lassen. Einfach nichts. Alles was galt, muss weiter gelten, es muss gar mehr werden. Jedem muss doch klar sein, dass die Rente für so viele Beamte nie aufgebracht werden kann. Schon jetzt geht vom Bundeshaushalt nahezu ein Viertel für Altersbezüge ab. Wie soll das weiter gehen. Und für die Jungen Menschen wartet größtenteils die Armut im Alter. Sieht so eine soziale Marktwirtschaft aus? Ganz abgesehen von der Geldverschwendung für die Eurorettungen, den EU Subventionen und den Afghanistankrieg oder für die allgegenwärtige Bürokratie. Da wundert man sich warum es so wenig Kinder gibt. Es fehlt einfach die Perspektive.
In den USA "White Trash" genannt
finden wir den echten "White Trash" leider eher unter den Parteipolitikern als unter den Menschen, denen das Leben durch deren bösartige Politik versaut wird.
Es gibt eine Betroffenheits-Unternehmerschaft
Jedem, der unter seiner Arbeitslosigkeit w i r k l i c h
l e i d e t, rate ich, politisch zu denken:
Wo sind die Ursachen?
Wer hat d a s zu verantworten?
Wer verspricht glaubwürdig Besserung?
Nicht jammern, sondern k ä m p f e n --- sei die LOSUNG!
Kämpfen gegen oder für ???
was wollen Sie bitte mit Ihren Wortbruchstücken ausdrücken?
sind nur wert, was Themenauswahl, Fragetechnik und Absicht erlauben.
Das ist regelmäßig nicht sehr viel, zumal es sich grad hier
bestenfalls um Momentaufnahmen handeln kann, denen eine signifikante
Aussagekraft kaum zukommt.
Daß durch Einschänkung von Freiheit zugunsten egalitärer
Gleichschaltung und Staatsabhängigkeit Bewegung eher
eingeschränkt als befördert wird, ist eine Platitüde,
aber sehr wahr.
Daß damit einhergehend Motivation abgebaut wird und Attentismus um
sich greift, ebenso.
Angesichts zunehmender Unfreiheit durch Überreguliung und stark
abnehmender Qualität im politischen Personal bis hin zur
exemplarischen Alternativlos-Kanzlerin nebst weitgehend prekärer
Umgebung und deren schwerwiegenden grundsätzlichen Fehlern bei
Energieversorgung und unerreichbarer Eurorettung ist eine Verarmung der
deutschen Gesellschaft in manifester Unbeweglichkeit leicht absehbar.
Da hilft auch keine freundschaftliche Darstellung einer gewünschten
Realität von Bertelsmann zu Merkel.
Hier ist wieder die ewige Leier von denen, die von der "Armut"
anderer leben. Das ist schon lange ein einträgliches
Geschäftsmodell. Vor Jahren wurde die "Armuts"-Grenze von
50 auf 60 Prozent des Durchschnittseinkommens angehoben, damit diese
Verbände noch mehr zu betreuen haben und dafür die Hand
aufhalten können. Der bekanntgewordene Fall in Berlin, wo man sich
einen Maserati für die Armenhilfe geleistet hatte, ist nicht mal
die Spitze des Eisbergs.
Es ist eine riesige Bürokratie und Hilfsindustrie, die von
"Armut" und Arbeitslosigkeit profitiert. Der gleiche Effekt
wie bei "Gleichstellungsbeauftragten": Man wird niemals
festestellen, daß sich etwas gebessert hat, denn das würde
die eigene lukrative Existenz gefährden.
Es gbt Menschen, die nach offizieller Statistik arm sind, sich aber gar
nicht arm, sondern prvilegiert fühlen.
Um von den 12 Mio rubterzukommen, könnte man z.B. Nicht- Eu-
Bürger, die keinen Anspruch mehr auf Arbeitslosengeld haben, die
Aufenthaltsgenehmigung in der EU entziehen, unabhängig ie lange sie
schon in der EU verweilen. Das machen viele andere Staaten auch und
niemand regt sich darüber auf.
Soziale Spaltung und Euro-Rettung
Mittelschicht sich stabilisiert? Eher nicht, das DIW hat gerade etwas
anderes festgestellt. Der Zusammenhang ist doch eindeutig: Wenn ein Teil
der Bevölkerung, welcher mehrheitlich gut qualifiziert ist,
gezwungen wird, seine Arbeitskraft billigst zu verkaufen, dann kommt das
gesamte Lohnniveau ins Rutschen, und dies macht nicht vor der
Mittelschicht halt.
Ein ganz anderer Aspekt wird hier völlig ausser acht gelassen:
Nämlich dass Einigkeit stark macht.
Z.B. beim Thema Rettungen.
Kann es sein, dass die Deutschen daran mehrheitlich kein Interesse
haben, weil sie zur Hälfte bis zwei Dritteln sowieso wenig oder gar
nichts mehr besitzen? Die aussagekräftige Wohneigentumsquote ist
bspw. in Dtld. sehr niedrig im Vergleich zu Italien, England oder
anderen vergleichbaren Ländern.
Man darf sich dann nicht wundern, wenn zur Demonstration gegen den ESM
statt fünfhunderttausend dann nur tausendfünfhundert Leute kommen.
Und Deutschland insgesamt zur leichten Beute wird.
Das DIW anzuführen...
ist keine gute Idee... dieses Institut hat sich komplett diskreditiert durch seine politisch motivierte Berichterstattung. (war glaub bzgl. dem Fachkräftemangel wo es durch die Medien ging). Von daher können die mir viel erzählen.
Besitzarmut
In Deutschland neigt man nicht dazu, Kreditfinanzierungen in Anspruch zu nehmen, dagegen ist die Sparerquote international Spitze (irgendwo müssen die 10 Billionen Privatvermögen ja liegen). Bekanntermaßen haben in Spanien viele Menschen eine Wohnung gekauft - die gehört aber de facto nicht ihnen, sondern der Bank. Und das ist ein Teil der Misere.
Ueber Armut kann man trefflich streiten je nach Blickwinkel und Massstab. Viel ernuechternder finde ich, dass die Untersuchung aufzeigt, dass Deutschland eine extrem statische Gesellschaftsstruktur hat. Wer Arm ist bleibt Arm, die Mittelschicht verharrt in ihrem Ghetto und die Reichen bleiben das in der Regel auch (Ausnahmen bestaetigen wie immer die Regel). Somit ist der Sozialismus in Deutschland doch in der Umsetztung. In einem wirklichen Kapitalismus haette man Bewegung zwischen den Schichten. Umgekehrt bedeutet das auch, dass jemand trotz guter Ausbildung (nicht nur Bildung, das ist noch etwas anderes), trotz Fleiss und Ideenreichtum es nahezu unmoeglich gemacht wird in eine andere Schicht aufzusteigen. Es geht nicht nur um Abstiegsaengste. In einer positiven Gesellschaft wo angeblich Leistung zaehlt muesste es einen dynamischen Aufstiegswillen geben. Die Gruende hierfuer sind vielfaeltig aber der Marsch in Sozialismus hat in Deutschland laengst begonnen.
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