Home
http://www.faz.net/-gqg-7ma3w
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Nach EU-Entscheidung Minister wollen Gen-Mais aus Deutschland heraushalten

Die Agrarminister der EU lassen den Anbau der gentechnisch veränderten Maissorte 1507 zu. Nach Deutschland soll der Mais aber nicht kommen, finden mehrere Minister.

© dpa Vergrößern Dieser Kolben ist gleich weg: gentechnisch veränderter Mais auf einem Versuchsfeld.

Die EU-Agrarminister haben entschieden, den umstrittenen Anbau des gentechnischen Genmais 1507 nicht zu stoppen. Deutschland hat sich bei der Abstimmung am Dienstag enthalten, weil es unterschiedliche Meinungen innerhalb der Bundesregierung gab. Insbesondere das Forschungsministerium vertritt die Meinung, dass an gentechnisch veränderten Pflanzen weiter geforscht werden müsse.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) reagierte aber zurückhaltend auf die Entscheidung. „Ich bin als Umweltministerin gegen die Zulassung von Genmais“, sagte sie der in Essen erscheinenden „Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung“. Es sei „bedauerlich“, dass es in der Bundesregierung keine einheitliche Meinung dazu gebe, weswegen sich der deutsche Vertreter habe enthalten müssen.

„Aus meiner Sicht ist es aber keineswegs sicher, dass jemals Genmais in Deutschland angebaut wird“, so Hendricks weiter. Es werde regionale Ausstiegsklauseln geben, von denen zumindest die „allermeisten Bundesländer Gebrauch machen werden“.

Mehr zum Thema

Auch Bundeslandwirtschaftsminister Hans-Peter Friedrich (CSU) sprach sich gegen den Anbau der neuen Genmaissorte aus. Er setze auf nationale oder regionale Ausnahmen, sagte Friedrich am Dienstag dem Bayerischen Rundfunk (BR). Dann könne jedes Land eigenständig über die Einführung entscheiden.

Derweil legen zwei neue Studien den Schluss nahe, dass gentechnisch veränderte Nutzpflanzen harmlos sind - harmloser jedenfalls als viele der herkömmlich auf den Feldern versprühten Insektiziden.

Quelle: FAZ.NET / KNA

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Im Gespräch: Umweltministerin Barbara Hendricks Ökostromumlage ist Entwicklungshilfe

Die Deutschen sollten auf ihre Klimapolitik stolz sein, sagt Umweltministerin Hendricks. Sie mache Ökostrom billiger und reduziere Emissionen. Weil das aber nicht reicht, sagt sie der Kohle den Kampf an. Mehr

21.10.2014, 08:12 Uhr | Wirtschaft
Genmais für Europa

Neue Märkte für amerikanischen Genmais, darauf hoffen die US-Farmer. Sie sehen das Freihandelsabkommen TTIP als Chance, den europäischen Markt zu erschließen. Die Angst vor gentechnisch veränderten Lebensmitteln können sie nicht verstehen. Mehr

22.08.2014, 15:00 Uhr | Wirtschaft
Ernährung im Berufsalltag Leichte Kost für harte Arbeit

Manager können nicht auf Dauer schlecht essen und gut arbeiten. Deshalb fordert Cynthia Ahrens, Trainerin von Führungskräften, mehr Eigenverantwortung und die Rückkehr der Lunchbox. Mehr

20.10.2014, 12:00 Uhr | Beruf-Chance
Chlor-Hühnchen, Mega-Fusionen und Genmais

Die Deutschen sehen das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA kritisch. Die Bundesregierung hält aber an dem Abkommen fest. Es soll Standards internationalisieren, den Handel vereinfachen. Mehr

02.05.2014, 10:09 Uhr | Politik
Ende des Dämmwahns Den Deutschen vergeht die Lust am Dämmen

Viele Hausbesitzer sind verunsichert - und verzichten auf eine Gebäudesanierung. Denn wenn es sich nicht rechnet, dämmen die Leute nicht. Die Industrie ruft daher die Politik zu Hilfe. Mehr Von Bernd Freytag, Ludwigshafen

09.10.2014, 11:14 Uhr | Finanzen
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 11.02.2014, 17:00 Uhr

Tests mit Schlagseite

Von Markus Frühauf

Bestünden alle Banken den Stresstest, hätte die EZB als künftige Bankenaufseherin schon vor dem Beginn versagt. Doch sie kann auch kein Interesse daran haben, die Schwächen der Banken schonungslos aufzudecken. Mehr 5


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Grafik des Tages Das verdienen Einwanderer hierzulande mehr

Viele Menschen ziehen nach Deutschland, weil sie hier mehr Geld verdienen können. Wie groß die Verdienststeigerungen sind und wie sie sich je nach Herkunftsland unterscheiden – unsere Grafik des Tages. Mehr

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden