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Nach dem Verhandlungsmarathon Einigung im Metall-Tarifstreit

04.05.2007 ·  Die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie erhalten von Juni an 4,1 Prozent mehr Lohn. Darauf haben sich IG Metall und Arbeitgeber am Freitag in Sindelfingen nach mehr als 20 Stunden Verhandlung geeinigt. Der Abschluss wird als Vorbild für andere Bezirke gesehen.

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Die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie erhalten von Juni an 4,1 Prozent mehr Geld. Nach 12 Monaten gibt es eine weitere Erhöhung der Löhne und Gehälter um 1,7 Prozent. Darauf haben sich IG Metall und Arbeitgeber am Freitag in Sindelfingen nach mehr als 20 Stunden geeinigt. Zudem gibt es eine Einmalzahlung von 400 Euro für April und Mai 2007. Die Laufzeit beträgt insgesamt 19 Monate. Die Einigung für 800 000 Beschäftigte in Baden-Württemberg gilt als Pilotabschluss für die gesamte Branche mit
bundesweit 3,4 Millionen Beschäftigten.

Damit ist der erste Metaller-Streik seit fünf Jahren abgewendet.Die IG Metall hatte bis zum Freitag mit massiven Warnstreiks ihre Kampfbereitschaft demonstriert. Wären die Verhandlungen im Südwesten ohne Ergebnis geblieben, hätte die größte deutsche Industriegewerkschaft sehr schnell eine Urabstimmung über einen Arbeitskampf beschlossen.

Einigung mit Pilotfunktion

Die IG Metall war mit der Ausgangsforderung nach 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt in die Tarifrunde gegangen. Die Arbeitgeber hatten zunächst 2,5 Prozent mehr Entgelt und einen Konjunkturbonus von 0,5 Prozent für zwölf Monate angeboten.

Der in Baden-Württemberg erzielte Metalltarifabschluss soll nach Worten von IG-Metall-Chef Jürgen Peters bundesweit als Pilotabschluss umgesetzt werden. Er habe bereits in der Endphase der Verhandlungen mit allen Bezirksleitern gesprochen, sagte Peters am Freitag in Sindelfingen. Den Gremien werde nun vorgeschlagen, den Kompromiss anzunehmen. Gesamtmetall werde genauso vorgehen.

Lob aus Bayern

Bayerns IG Metall hat den Abschluss imSüdwesten begrüßt. „Das ist ein gutes und akzeptables Ergebnis“, sagte Bezirkschef Werner Neugebauer am Freitag in München. „Der Druck der Warnstreiks hat die Arbeitgeber in Bewegung gebracht.“ Gut sei auch, dass die Forderung nach einer Flexibilisierung des Weihnachtsgelds vom Tisch sei. In Bayern werde sich die Tarifkommission der IG Metall am Montag mit dem Pilotabschluss beschäftigen.

Der Verband der Metall- und Elektroindustrie sprach von einem „harten Brocken“. Es sei aber klar, dass hinsichtlich einer Übernahme „kein großer Spielraum“ bestehe, sagte ein Sprecher. Die Laufzeit von 19 Monaten sei ein wichtiger positiver Aspekt.

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Von Holger Steltzner

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