http://www.faz.net/-gqe-8e9v0

Nach dem „Super Tuesday“ : Trumps Erfolg lässt Amerikaner übers Auswandern nachdenken

  • Aktualisiert am

Die kanadische Insel Cape Breton wirbt aktiv um „Trump“-Flüchtlinge. Bild: Franz Lerchenmüller

Wahrscheinlich wird Donald Trump Präsidentschaftskandidat der Republikaner – das hat der „Super-Tuesday“ gezeigt. Prompt informieren sich viele Amerikaner, wie sie nach Kanada auswandern können.

          Nach den Erfolgen des Präsidentschaftsbewerbers Donald Trump am „Super Tuesday“ haben ungewöhnlich viele Amerikaner die Suchmaschine Google nach Auswanderungsmöglichkeiten befragt. Vor allem das benachbarte Kanada stand hoch im Kurs: Die Anzahl der Anfragen stieg bis Mitternacht um 1150 Prozent gegenüber dem normalen Niveau, berichtet das Nachrichtenportal „Mashable“.

          Die meisten Suchanfragen kamen dabei aus dem Bundesstaat Massachusetts, wo Trump sich beinahe die Hälfte der Stimmen unter den Republikanern sichern konnte. Auf der Internetseite der kanadischen Regierung erschien etwa zur selben Zeit ein Hinweis, der auf Verzögerungen in der Nutzung der Homepage aufmerksam machte.

          Ob dies mit dem exorbitanten Anstieg der Suchanfragen zusammenhängt, ist dem Bericht zufolge nicht klar. Dafür spricht aber, dass die Fehlermeldung zumindest den ganzen Februar über nicht zu sehen war.

          Für ein Angebot der kanadischen Insel Cape Breton, die unter Bevölkerungsschwund leidet und auch deshalb um „Trump-Flüchtlinge“ wirbt, interessierten sich schon vor dem „Super Tuesday“ deutlich mehr als 100.000 Amerikaner.

          Weitere Themen

          „Wir sind nicht der Feind“

          Medien gegen Trump : „Wir sind nicht der Feind“

          Hunderte amerikanische Zeitungen veröffentlichen heute zeitgleich Leitartikel für die Pressefreiheit und wehren sich gegen die Angriffe von Präsident Trump. Nicht alle Medien sind jedoch von der Aktion begeistert.

          „Wie in einer Bananenrepublik“

          Trump und die CIA : „Wie in einer Bananenrepublik“

          Dass Donald Trump einem früheren CIA-Direktor die Sicherheitsfreigabe entzieht, ist wohl beispiellos in der amerikanischen Geschichte. Ein Manöver, um Kritiker zum Schweigen zu bringen, glauben viele – doch es dürfte das Gegenteil bewirken.

          Topmeldungen

          Jakiv Palij, hier auf einer Archivaufnahme aus dem Jahr 2003 in New York

          Jakiv Palij : Amerika schiebt KZ-Aufseher nach Deutschland ab

          Jakiv Palij diente als KZ-Aufseher den Nationalsozialisten. Jetzt hat Amerika den mutmaßlich letzten in den Vereinigten Staaten lebenden SS-Schergen nach Deutschland abgeschoben. „Wir stellen uns der moralischen Verpflichtung Deutschlands“, sagte Außenminister Maas der F.A.Z.

          Partei auf Erfolgskurs : Die Grünen vor einem schmerzhaftem Schritt

          Die neue Doppelspitze kommt an, in Umfragen liegen die Grünen nur knapp hinter der SPD. Doch wenn sie wirklich Volkspartei sein wollen, müssen sie endlich in der Flüchtlingsfrage Farbe bekennen. Ein Kommentar.
          Anna Pawlikowa, 17, im Gericht in Moskau am 9. August

          Protest in Moskau : Kinder in den Knast

          Erst erfinden russische Agenten eine extremistische Jugendbewegung, dann inhaftieren sie deren Mitglieder. Zwei Schicksale stechen besonders hervor. Jetzt gehen die Mütter auf die Straße.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.