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Nach dem Elterngeld Von der Leyen fordert Großelternzeit

17.01.2008 ·  Nach der Einführung des Elterngeldes denkt Ursula von der Leyen noch eine Generation weiter: Einem Pressebericht zufolge will sie künftig Großeltern Anspruch auf eine berufliche Auszeit zur Betreuung ihrer Enkelkinder verschaffen - aber nur unter bestimmten Bedingungen.

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Nach der Einführung des Elterngeldes erwägt Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) ein weiteres familienpolitisches Vorhaben. Einem Pressebericht zufolge will sie nun als nächstes Großeltern Anspruch auf eine berufliche Auszeit zur Betreuung ihrer Enkelkinder verschaffen.

Wie die „Neue Presse“ in Hannover (Donnerstagausgabe) schreibt, wird an einer entsprechenden gesetzlichen Regelung gearbeitet. Es gehe darum, die Situation von jugendlichen Eltern und ihrer Kinder zu verbessern, berichtet die Zeitung aus Kreisen der großen Koalition. Man suche noch nach einer „handhabbaren Abgrenzung“, hieß es weiter. Denkbar sei, das Recht auf eine zeitliche begrenzte berufliche Auszeit für Großeltern dann einzuräumen, wenn die Eltern des Kindes selbst noch im Teenager-Alter und zudem in der Ausbildung sind.

Änderung beim Elterngeld geplant

Ebenfalls geplant sei eine Änderung beim Elterngeld. Danach sollen Väter und Mütter, die schon Elterngeld beantragt haben, die Möglichkeit erhalten, ihren Antrag zu revidieren und die Bezugsdauer noch einmal neu zwischen sich aufzuteilen. Bisher sei dies nicht möglich.

An eine Erhöhung oder eine Verlängerung des Elterngeldes sei hingegen nicht gedacht, wurde laut Zeitung in Koalitionskreisen bestätigt. Bis April 2008 wolle von der Leyen einen Bericht zu Wirkung und Wirksamkeit der Familienleistungen in Deutschland präsentieren.

Erstmals wieder mehr Geburten in Deutschland

Pünktlich zum Vorschlag der Familienministerin hat das Statistische Bundesamt neue Schätzungen zur Geburtenrate 2007 geliefert. Erstmals seit zehn Jahren kamen 2007 in Deutschland wieder mehr Kinder zur Welt. Nach einer ersten Schätzung seien bis zu 690.000 Babys zur Welt gekommen, teilten die Statistiker mit. Das wären rund 17.000 mehr als im Vorjahr. Ob das neue Elterngeld zu dem kleinen Baby-Boom beigetragen hat, lässt sich statistisch allerdings noch nicht beweisen.

Den 690.000 Geburten im vergangenen Jahr standen abermals rund 830.000 Sterbefälle gegenüber. Die Lücke zwischen Geburten und Todesfällen verkleinerte sich damit im Jahr 2007 auf 140.000. Weil nur 45.000 mehr Menschen ins Land kamen als fortzogen, schrumpfte die Bevölkerung unter dem Strich um etwa 100.000 auf 82,2 Millionen.

Ein möglicher Hinweis auf die Wirkung des Elterngeldes könnte die Tatsache sein, dass die Geburtenzahl im letzten Vierteljahr 2007 höher gelegen hat als in den Vormonaten, deutete Reinhold Zahl vom Statistikamt an. „Dass weniger Mütter mehr Kinder geboren haben, macht die Statistik noch erfreulicher“, erklärte das Familienministerium. Das 2007 eingeführte Elterngeld soll Berufstätigen eine bessere Kinderbetreuung ermöglichen. Die Finanzhilfe wird bis zu 14 Monate nach der Geburt bezahlt und beträgt 67 Prozent des letzten Nettogehaltes, höchstens aber 1800 Euro monatlich.

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