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Veröffentlicht: 14.06.2017, 08:01 Uhr

Grenzwerte oft überschritten Münchens Bürgermeister stellt Diesel-Fahrverbot in Aussicht

Ein Fahrverbot für Dieselautos nimmt auch in München Gestalt an. Der Bürgermeister erklärt auch, wieso er eigentlich lieber ohne ein Verbot auskommen würde.

© dpa Verkehr auf dem Mittleren Ring B2R in München.

Schon länger sind mögliche Fahrverbote für Dieselautos in deutschen Großstädten im Gespräch. Die Namen Stuttgart und München fallen immer wieder, die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) sagte gegenüber FAZ.NET unlängst, dass sich der Freistaat schon mit möglichen Konsequenzen auseinandersetze.

Der Münchener Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) bekräftigte nun, dass er wohl schon sehr konkret ein Fahrverbot für Dieselautos Sinn hat. „So sehr ich mich freuen würde, wenn es ohne solche Verbote ginge, so wenig sehe ich, wie wir künftig weiter ohne Sperrungen auskommen werden“, sagte er der „Süddeutschen Zeitung“.

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Abgas-Messungen hätten auf vielen Straßen der bayerischen Landeshauptstadt erschreckende Ergebnisse erbracht. Demnach wird der von der Europäischen Union zugelassene Mittelwert für Stickstoffdioxid auf den großen Ring- und Einfallsstraßen regelmäßig überschritten. Das gehe aus Daten hervor, die München nach einem Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs bis Ende Juni vorlegen muss.

Die wichtige deutsche Autobranche ist ob der Fahrverbots-Diskussion längst alarmiert. Sie will die Abgaswerte nun durch Nachrüstungen der Motoren verbessern. Baden-Württemberg hatte für Stuttgart wegen häufig überhöhter Feinstaubwerte Fahrverbote für Dieselautos ab 2018 angekündigt. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatte jedoch betont, das Verbot sei nicht in Stein gemeißelt, wenn alte Dieselmotoren nachgerüstet werden könnten. Auch Hamburg hatte für bestimmte Straßenabschnitte zeitweise Fahrverbote beschlossen.

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Von Christoph Hein

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