Die IG Metall in Nordrhein-Westfalen hat in der Tarifrunde für die Metall- und Elektroindustrie das Arbeitgeberangebot als zu niedrig abgelehnt. Die Offerte reiche nicht aus, sagte IG-Metall-Bezirkschef Oliver Burkhard am Mittwoch in Köln. „Das ist kein Lösungsvorschlag.“ Er gehe nun von Warnstreiks aus. Während der Friedenspflicht seien keine weiteren Verhandlungen mit den Arbeitgebern mehr geplant.
Die Arbeitgeber hatten zuvor ein erstes Angebot vorgelegt. Die Offerte umfasse eine Lohnerhöhung von drei Prozent bei einer Laufzeit des Tarifvertrages von 14 Monaten, sagte der Verhandlungsführer der nordrhein-westfälischen Metall-Arbeitgeber, Horst-Werner Maier-Hunke, am Mittwoch bei Gesprächen mit der IG Metall in Köln.
Die Gewerkschaft fordert bisher allerdings für die bundesweit 3,6 Millionen Beschäftigten der Branche 6,5 Prozent mehr Geld. Zudem sollen die Auszubildenden unbefristet übernommen werden, und die Betriebsräte sollen beim Einsatz von Zeitarbeitskräften in den Unternehmen mitbestimmen dürfen.
Zur Ausbildung sagte Maier-Hunke, die Arbeitgeber wollten Mitgliedsunternehmen unterstützen, Auszubildende möglichst unbefristet zu übernehmen. Bei der Zeitarbeit lehnten die Unternehmen erweitere Mitbestimmungsrechte ab.
