http://www.faz.net/-gqe-777im
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 25.02.2013, 08:50 Uhr

Managergehälter Banken sträuben sich gegen Regulierung der Boni

Der Bundesverband deutscher Banken hat vor einer zu starken staatlichen Regulierung von Bonuszahlungen an Banker gewarnt. Aktionäre und Eigentümer sollten frei über das Verhältnis von Boni und Festgehalt entscheiden können, fordert der Bankenverband.

© dapd Die Banken halten den Vorschlag des Europäischen Parlaments zu den Bonuszahlungen für zu weitreichend

Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) hat vor einer zu starken staatlichen Regulierung von Bonuszahlungen an Spitzenbanker gewarnt. „Bereits heute müssen die Institute darauf achten, dass fixe und variable Vergütung in einem angemessenen Verhältnis zueinander stehen““, sagte BdB-Hauptgeschäftsführer Michael Kemmer der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Den Vorschlag des Europäischen Parlaments halte ich daher für zu weitreichend.“

Das Europäische Parlament und die EU-Mitgliedsstaaten beraten derzeit über Regeln zur Begrenzung von Bonus-Zahlungen für Banker. Bislang sind sie zu keinem Ergebnis gekommen. Am Mittwoch soll ein erneuter Einigungsversuch unternommen werden.

Auf dem Tisch lag zuletzt der Vorschlag des Parlaments, ein Verhältnis von Festgehalt und Bonuszahlung von eins zu eins vorzuschreiben. Nur wenn die Aktionäre zustimmen, könnte die Gratifikation doppelt so hoch ausfallen wie das Gehalt. Der  Bankenverband fordere, dass die Aktionäre und Eigentümer frei über das Verhältnis von Boni und Festgehalt entscheiden könnten, berichtete die Zeitung.

Mehr zum Thema

Die neuen Vorgaben sollen im Rahmen des Basel-III-Abkommens für verschärfte Banken-Regeln erlassen werden. Ziel ist, eine Wiederholung der Finanzkrise zu verhindern.

Quelle: Reuters

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Nach dem Brexit-Votum Die Antwort der Wähler auf das Zeitalter der Ungleichheit

Das Brexit-Votum rüttelt die Finanzbranche auf, jetzt warnen gerade die Banker vor Ungleichheit. Das entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Mehr Von Julia Löhr

28.06.2016, 16:50 Uhr | Wirtschaft
Fintech Hub Frankfurt Fintech vs. Banken

Fintech vs. Banken Mehr

16.06.2016, 15:24 Uhr | Wirtschaft
Nicht nur Brexit-Angst Deutsche Bank in der Baisse

Der Aktienkurs der Deutschen Bank ist am Donnerstag auf den niedrigsten Stand seit den achtziger Jahren gefallen. Die generelle Schwäche der Bankaktien ist nicht die einzige Erklärung. Mehr Von Gerald Braunberger

16.06.2016, 18:46 Uhr | Finanzen
Brexit Schulz betont Zusammenhalt der EU

Die Union habe sich auf dieses Szenario vorbereitet, sagte EU-Ratspräsident Donald Tusk nach dem Brexit-Referendum. Martin Schulz, Präsident des Europa-Parlaments, betonte den Zusammenhalt der verbliebenen 27 EU-Mitgliedsstaaten. Eine Kettenreaktion von EU-Austritten fürchtet er nicht. Mehr

24.06.2016, 15:35 Uhr | Politik
Bessere Aussichten Griechenland hofft auf baldige Aufhebung von Kapitalkontrollen

Der Betrag, den Griechen von ihrem Konto abheben können, ist begrenzt - aus Angst vor einer Kapitalflucht. Doch es gibt erste Anzeichen, dass die Beschränkungen bald vorbei sind. Mehr

18.06.2016, 16:59 Uhr | Wirtschaft

Das Herz der EU

Von Holger Steltzner

Der EU-Binnenmarkt ist in Misskredit geraten, viele verteufeln ihn als neoliberal oder verunglimpfen ihn als Machtmittel deutscher Hegemonie. Dabei ist gerade er der wirtschaftliche Motor, der Wachstum und Wohlstand bescherte. Mehr 114 143

„World Wealth Report“ So viele Millionäre leben in Deutschland

Weltweit hat das Vermögen der Millionäre im vorigen Jahr um vier Prozent auf 58,7 Billionen Dollar zugelegt. Deutschland ist dabei unter den vier Ländern mit den meisten Millionären – und hatte überdurchschnittliche Zuwächse. Mehr Von Christian Siedenbiedel 80 61

Abonnieren Sie den Newsletter „Wirtschaft“

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden