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Luftfahrt Airbus-Betriebsräte schalten sich ein

06.10.2006 ·  Vertreter der Airbus-Mitarbeiter wollen mit der Unternehmensführung über die Bewältigung der A380-Krise beraten. Auch auf politischer Ebene tut sich etwas: Die Schwierigkeiten werden Thema im deutsch-französischen Ministerrat.

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Die Betriebsräte des krisengeschüttelten Flugzeugbauers Airbus wollen gemeinsam mit der Arbeitgeberseite eine Steuerungsgruppe einberufen. Diese soll herausarbeiten, mit welchen Arbeitszeitmaßnahmen den Lieferproblemen beim A380 entgegengewirkt werden kann.

„Bevor die Arbeitnehmer anfangen zu sparen, brauchen wir eine Analyse der Probleme. Das wird Wochen und Monate dauern“, sagte Airbus-Gesamtbetriebsratsvorsitzender Rüdiger Lütjen am Freitag nach einer Konferenz in Hamburg. Airbus habe mit dem sogenannten „SiduFlex“-Konzept (Sicherheit durch Flexibilität) ein kompliziertes Arbeitszeitmodell. Dieses soll Auftragsschwankungen in der Luftfahrtbranche unter anderem durch Arbeitszeitkonten und den Einsatz von Leiharbeitskräften ausgleichen. Daher seien bis 2012 betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen.

„Die Unternehmenskultur muß sich ändern“

Die Betriebsräte beschlossen in Hamburg, auf nationaler und europäischer Ebene mit der Unternehmensführung über die Bewältigung der A380-Krise zu beraten. „Ich bin weit davon entfernt, eins zu eins zu übernehmen, was das Management vorlegt“, sagte Lütjen.

Video: Airbus bekennt sich zu Hamburg

Die Bezirksleiterin der IG Metall Küste, Jutta Blankau kritisierte das Risikomanagement bei Airbus. „Die Unternehmenskultur muß sich ändern“, sagte sie. Bei der Konferenz hatten sich Arbeitnehmervertreter aus allen Airbus-Standorten getroffen. Sie bekräftigten ihre Geschlossenheit: „Zwischen uns paßt kein Blatt“, erklärten sie.

Airbus wird Thema im Ministerrat

Die Schwierigkeiten bei Airbus durch die Turbulenzen beim A380 werden außerdem ein Thema beim 7. Deutsch-Französischen Ministerrat in der kommenden Woche in Paris sein. Bei dem Treffen beider Kabinette dürften die Standort- und Beschäftigungssicherheit in Deutschland und Frankreich erörtert werden, sagte Vize-Regierungssprecher Thomas Steg am Freitag in Berlin. Allerdings solle strikt darauf geachtet werden, nicht unternehmerische Entscheidungen in Frage zu stellen.

Am Deutsch-Französischen Ministerrat wird das gesamte Bundeskabinett teilnehmen. Lediglich Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD), der sich auf einer Auslandsreise befindet, werde durch seinen Staatssekretär vertreten, hieß es. Neben Gesprächen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit dem französischen Staatspräsidenten Jacques Chirac wird auch der deutsch-französische Sicherheitsrat tagen.

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