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Logistik Preisabsprachen bei Luftfracht?

15.02.2006 ·  Europäische und amerikanische Behörden ermitteln gegen mehrere Fluglinien. Ihr Verdacht: Preisabsprachen im Luftfrachtgeschäft. Auch die Lufthansa ist dabei. In Amerika drohen Haftstrafen, in Europa hohe Geldbußen.

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Die Europäische Union und die Vereinigten Staaten haben Ermittlungen gegen mehrere Fluglinien wegen des Verdachts von Preisabsprachen im Luftfrachtgeschäft eingeleitet. Auch die Lufthansa ist nach eigenen Angaben betroffen.

Die EU-Kommission und das amerikanische Justizministerium teilten am Dienstag mit, mehrere Firmen würden untersucht. British Airways, Air France KLM, Cargolux, SAS und Lufthansa bestätigten Ermittlungen. Dagegen sagten FedEx und die Deutsche Post, sie seien nicht kontaktiert worden. Die Fluggesellschaften machten keine genaueren Angaben, sondern bestätigten lediglich die Untersuchungen.

Verdacht auf verbotene Preisabsprachen

Die EU-Kommission habe Grund zu der Annahme, daß die Unternehmen verbotene Preisabsprachen getroffen haben, teilte die Behörde in Brüssel mit. Das amerikanische Justizministerium erklärte, die Wettbewerbsbehörde sei eingeschaltet worden und koordiniere sich sowohl mit der EU als auch mit weiteren internationalen Kartellbehörden. Die Bundespolizei FBI teilte mit, sie habe die Fracht-Terminals von KLM und Air France am Chicagoer Flughafen O'Hare durchsucht. Es habe keine Festnahmen gegeben und es sei keine Anklage erhoben worden, sagte ein Sprecher.

„Die Kartellbehörden ermitteln zurzeit wegen möglicher Kartellverstöße im Bereich Luftfracht“, teilte Lufthansa in Frankfurt mit. „Lufthansa wird die Ermittlungen der Behörden vollumfänglich unterstützen“, hieß es in einer knappen Mitteilung weiter.

Noch keine Details

Details könnten wegen der laufenden Ermittlungen nicht genannt werden. Die Konzerntochter Lufthansa Cargo sowie die Frachttochter von Air France-KLM sind weltweit die größten Luftfrachttransporteure. Durch billige neue Anbietern aus Osteuropa und den arabischen Ländern waren sie in den vergangenen Jahren massiv unter Preisdruck geraten.

In den Vereinigten Staaten gelten Kartellverstöße als Straftaten und können Gefängnisstrafen zur Folge haben. In der EU werden Geldbußen von bis zu zehn Prozent eines Jahresumsatzes verhängt.

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