04.03.2010 · Die Europäische Zentralbank hat einem Eingreifen des Währungsfonds in Griechenlands Schuldenkrise abermals eine Absage erteilt. „Ich glaube nicht, dass dies angemessen wäre“ sagte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet im Anschluss an eine Ratssitzung. Den Leitzins lässt die EZB derweil unverändert.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat einem Eingreifen des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Griechenlands Schuldenkrise abermals eine Absage erteilt. „Ich glaube nicht, dass dies angemessen wäre“, sagte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet im Anschluss an die Ratssitzung, bei der der Leitzins unverändert bei einem Prozent belassen wurde. Auch die Bank von England ließ ihren Leitzins am Donnerstag unverändert bei 0,5 Prozent. Die Euro-Länder würden bei Bedarf abgestimmt und entschlossen handeln, um die Finanzstabilität der Währungsunion als Ganzes zu sichern, sagte Trichet. Mitglied im Euro-Raum zu sein, sei allein schon eine große Hilfe.
Die EZB begrüßte das neue Sparprogramm der griechischen Regierung. Spekulationen über einen Austritt Griechenlands aus der Währungsunion bezeichnete Trichet als absurd. Die europäischen Institutionen hätten gut funktioniert.
Der EZB-Rat beschloss außerdem, die Liquiditätshilfen für die Banken weiter zu verringern. Seit Beginn der Finanzkrise können sich die Banken so viel Geld leihen, wie sie wünschen. Diese Vollzuteilung zum Leitzins wird für die wöchentlichen und monatlichen Geschäfte mindestens bis Oktober fortgesetzt. Für die Geschäfte mit drei Monaten Laufzeit wird dagegen von April an wieder eine begrenzte Geldmenge versteigert. Zudem wird das letzte sechsmonatige Finanzierungsgeschäft Ende März nicht mehr zum derzeitigen Leitzins von 1 Prozent vollzogen, vielmehr müssen die Banken den durchschnittlichen Zins des kommenden halben Jahres zahlen. Die EZB verringert also Zug um Zug weiter die Hilfen, tut dies allerdings in kleinen Schritten. Eine Annäherung des Marktzinses für Tagesgeld, der bei etwa 0,35 Prozent liegt, an den Leitzins sei dadurch kurzfristig nicht zu erwarten, sagte Trichet.
Sollen Kinderlose einen „Solidarzuschlag" zahlen?
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.848,03 | +1,42% |
| FAZ-INDEX | 1.526,72 | +1,43% |
| TecDAX | 778,36 | +0,73% |
| MDAX | 10.441,40 | +1,41% |
| SDAX | 5.048,27 | +1,17% |
| REX | 422,26 | −0,26% |
| Eurostoxx 50 | 2.520,31 | +1,24% |
| F.A.Z. EURO INDEX | 81,56 | +1,37% |
| Dow Jones | 12.949,90 | +0,35% |
| Nasdaq 100 | 2.584,24 | −0,31% |
| S&P500 | 1.361,23 | +0,23% |
| Nikkei225 | 9.384,17 | +1,58% |
| EUR/USD | 1,3138 | +0,07% |
| Rohöl Brent Crude | 119,95 $ | −0,08% |
| Gold | 1.723,00 $ | +0,58% |
| Bund Future | 138,50 € | −0,16% |