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Krankenversicherung Lieber nicht in die Private

 ·  Krankenversicherungen werden immer teurer. Vor allem die Privaten. Und die Gesundheitsreform macht alles noch viel schlimmer. Ob sich die Private da noch lohnt, bleibt fraglich. Vor allem, weil PKV-Versicherte nur schwer wieder aus ihren Verträgen herauskommen. Von Thomas Schmitt.

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Franz Altmann

Schmarotzer

sind Leute oder Systeme, die,
anstatt für ihr eigenes Leben
möglichst selbst vorzusorgen,
vorsätzlich und systematisch
über ihre Verhältnisse leben.

Diese Definition, Herr Müller, trifft
wohl eher auf die GKV zu. Sie verteilt
nämlich Leistungen, für die die Nutzer
vorher nicht adäquat eingezahlt haben.

(weder individuell auf Basis eines Sparvetrags
noch versicherungsmathematisch nach Risikokalkulation)

Übrigens gibt es keine "kostenlose" Mitversicherung
von irgendwem. Mit "kostenlos" ist immer gemeint,
dass jemand anders bezahlen soll.
(also in der GKV in der Regel
Vielarbeiter und berufstätige Frauen,
deren unnatürlich hohe Beiträge
die "kostenlose" Mitversicherung finanzieren)

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Alexander Kriegel

Schmarotzersystem GKV

Die GKV ist systematisch auf staatliche Subventionen
angewiesen, weil sie keine marktgerechten Tarife für
ihre Leistungen fordern darf.

Ausserdem wird sie aus politischem Populismus immer
wieder angewiesen, versicherungsfremde Leistungen
zu bezahlen, um sich durch Wahlgeschenke Stimmen
zu erkaufen.

Dieses Grundübel aller staatlichen Zwangsversicherungen
wird in der GKV durch dummdreiste Propaganda gegen
sogenannte Besserverdiener auf die Spitze getrieben.

Ein System, das einen verantwortungsvollen, gesundheits-
bewussten Lebensstil systematisch bestraft, kann nicht aus
den roten Zahlen kommen.

Die Umverteilungsdemagogen wie Herr Müller werden das
aber wohl erst kapieren, wenn auch der letzte Leistungs-
erbringer ausgewandert ist. Wer zahlt dann die Party,
Sie Herr Müller ?

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Armin Quentmeier

Sozialistischer Unfug von Frau Schmidt und Herrn Mueller

Wer die PKV als „Schmarotzersystem“ bezeichnet wie Herr Müller oder das System zerschlagen will wie Frau Ulla Schmidt demonstriert in erster Linie das völlige Fehlen von Sachkenntnis oder ideologische Verbohrtheit der übelsten Art. Die Privatversicherten machen ca. 10% aller Versicherten aus, sichern aber den meisten Arztpraxen 30-50% der Einnahmen. Privatversicherte zahlen für die gleiche Leistung mindestens 2,3- bis 3,3 mal mehr. Allein mit den Honoraren aus der gesetzlichen Krankenversicherung könnten viele Praxen gar nicht überleben und würden Pleite machen! Hinzu kommt noch die schon jetzt exorbitante Subventionierung, die Herr Kuiter (s. u.) auf 8 Mrd. Euro beziffert. Die PKV ist ein einigermaßen funktionierendes, weil marktwirtschaftliches System, das erhalten und gestärkt werden sollte. Die Politiker müssen den Bürgern klarmachen, daß sie für ihre Gesundheitsversorgung mehr aus eigener Tasche bezahlen müssen anstatt krampfhaft nach immer neuen Beitragsquellen zu suchen! Es kann nicht angehen, daß für Bier, Schnaps, Zigaretten, Computerspiele und allen möglichen Firlefanz offenbar immer Geld da ist, aber sobald eine Eigenleistung für die eigene Gesundheit erbracht werden soll, ein Wehklagen sondergleichen anhebt.

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Andreas Altmann
Andreas Altmann (Andi78) - 18.12.2006 20:34 Uhr

Lieber Herr Müller aua, aua, aua

bitte mal ganz sachlich bleiben. Das Wort heisst Krankenversicherung. Eine Versicherung bewertet ein persönliches Risiko und ermittelt bedarfsgerechte Beiträge. Ich möchte auf Quersubventionen und dergleichen gar nicht eingehen, aber wenn das Wort Solidarität im Zusammenhang mit Gesundheitsvorsorge und Krankenversicherungen fällt, kräuseln sich mir die Zehnägel.
Wenn das System GKV (welches ich derzeit überlege zu verlassen) wirklich solidarisch wäre, dann müssten sofort alle Raucher und übergewichtigen Sportmuffel rausgeschmissen werden, denn ich bezahle deren Faul- und Dummheit nicht mit.
Solidarisch, dass ich nicht lache... was hat bitte meine Gesundheit mit meinem Einkommen oder dem Einkommen anderer Versicherten zu tun....Einfach mal gar nichts.
Das einzige, was dieses Gesundheitssystem retten würde, wäre die Schaffung von Transparenz, Wettbewerb und Controlling. Wie kann es sein, dass wir das teuerste aber gleichzeitig auch nur mittelmäßig effizientes Gesundheitssystem im internationalen Vergleich haben. Da ist eine derartige Ineffizienz drin, da wird, so glaube ich, jedem Angst und Bange, wenn er sich damit mal ein wenig auseinander setzt.... Tipp:Man schaue doch einfach mal in die Schweiz oder nach Skandinavien...

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Wolfgang P. Bayerl Dr.

Rolf Mueller, "Schmarotzer"

ein Schmarotzer gibt Geld von anderen aus, lieber Herr Müller!!! Und das tut die GKV sei Jahren, sie lebt u.a. von Zuschüssen der PKV, reicht Ihnen das immer noch nicht ????
Auch bei der PKV gibt es Kranke und Rentner, also auch hier besteht ein Solidarsystem. Sie sind schlicht unverschämt und uninformiert! Privatpaqtienten zahlen schlicht mehr für ein vergleichbare Leistung als GKV-Patienten, mehr und nicht weniger! Das sollte endlich mal in ihren Schädel.
Die Gesundheitsministerin ist gerade dabei dieses funktionierende System zu zerstören. Seriöse Gründe hierfür gibt es nicht, außer primitive klassenkämpferische Neidkomplexe. Es gibt auch eine große Zahl weniger wohlhabender Selbständige, die keinen Anspruch auf den hohen Arbeitgeberanteil haben und sich bdeshalb nur eine Privatversicherung mit stark eingeschränkten Leistungen "leisten" können.

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Mischa Rehde
Mischa Rehde (Fliege5) - 18.12.2006 18:56 Uhr

@Lieber Herr Müller

Bitte sachlich bleiben.

Ich bin es langsam leid, diese Begriffe wie "Schmarotzersystem".

Man kann vernünftig miteinander diskutieren und umgehen.

Aber nicht auf Lauterbachschen Niveau.

Denn im übertragenen Sinne assoziert so mancher auch die Versicherten und Mitarbeiter als solche (Schmarotzer).

Und das ist mehr als übel.

Deshalb weise ich diese Bezeichnung als kleiner privatversicherter Selbständiger mit 10.000 Euro Bruttojahreseinkommen vor Steuern entschieden zurück.

Ja, Herr Müller, von wegen wohlhabend. Eine eigenartige Definiton von Reichtum.

Das gilt für viele privat versichete Selbständige, Freiberufler und Beamte.

Aber darüber muss man sich schon informieren!

Und was ist das für eine Gerechtigkeit in der GKV, wo der kleine Selbständige mit 1.000 Euro Bruttoeinkommen für 1.857 Euro Beitrag bezahlen muss?

Allein, ohne AG-Zuschuss.

"Lieber nicht in die Private"! Das hätte Ulla Schmidt gern.



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Kuiter1 (Kuiter1) - 18.12.2006 17:35 Uhr

Lieber gar nicht

Die größte und am weitesten verbreitete Krankheit ist die Dummheit. Es lebe das allgemeine Wahlrecht!
Die privaten subventionieren die gesetztlichen mit ca. 8 Mrd. Euro pro Jahr. Das Gejammer der Ärzte wird nach Abschaffung der PKV noch größer werden - müssen.
Mein Haupttarif in der PKV ist jetzt um fast 20% gestiegen und ich überlege mir bestimmt nicht, in die Gesetzliche zurückzukehren. Aber vielleicht gar nicht versichern! Die PKV gehört abgestraft, weil sie jahrzehntelang vorgegaukelt hat, dass die Rückstellungen für's Alter nicht berechenbar und damit nicht zu einer anderen PKV mitnehmbar seien.
Die Tarifvergleiche Gesetzlich-Privat greifen vielfach zu kurz. Beispiel: Zahnersatz kostet 5.000 Euro. PKV bezahlt 4.500 und die gesetzliche 800 Euro.
Wenn hier immer von Solidarität geredet wird, dann über das Steuersystem und nicht innerhalb von Krankenkassen.
Betroffen ist ohnehin die gleiche Gruppe. Die Privatversicherten zahlen 50% der Einkommensteuer! Deshalb sollten auch nur sie das Wahlrecht bekommen! Die anderen dürfen räsonieren: über Solidarität und soziale Gerechtigkeit als Sonderform von Gerechtigkeit.

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harryhain (harryhain) - 18.12.2006 17:02 Uhr

Aua - Herr Müller

Gott sei Dank sind die meisten gesund. Und das sich niemand seinen Gesundheitszustand aussuchen kann ist höchst zweifelhaft. "Wenn das Kind erst einmal in den Brunnen gefallen ist", kann es sich die Falldauer und die Folgen des Aufpralles nicht mehr aussuchen. Was ist aber davor?

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Michael Krause
Michael Krause (MFK1) - 18.12.2006 16:49 Uhr

Planungssicherheit?

Die derzeitigen Pläne zur Gesundheitsreform beweisen nur eines: Planungssicherheit und Vertrauensschutz gibt es in staatlich regulierten Märkten nicht.

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Rolf Mueller

Schmarotzersystem

Welchen Sinn macht eine Krankenversicherung, die Kranke gar nicht oder nur zu erhöhten Konditionen versichert? Schließlich kann sich keiner seinen Gesundheitszustand aussuchen.

Auch in Ihrem Beitrag wird wieder einmal deutlich, dass die PKV ein Schmarotzersystem darstellt, das vornehmlich Gesunde und Gutverdienende vor ihrem Beitrag zu einem solidarisch finanzierten Gesundheitswesen verschonen soll.

Gegen eine private Zusatzversicherung für Leistungen jenseits der medizinischen Notwendigkeit ist sicher nichts einzuwenden. Aber gibt es auch nur ein sinnvolles Argument dafür, dass ausgerechnet Wohlhabende sich nicht an der Gesundheitsversorgung von Rentnern, chronisch Kranken oder Armen beteiligen sollen?

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Dr. Andreas Frick

Alternative

Durch die Gesundheitsreform gibt es auch eine Alternative zur privaten Vollversicherung, die aber kaum bekannt ist und auch nicht beworben wird: Man bleibt in der gesetzlichen Versicherung und stellt diese auf Kostenerstattung um. Dazu schließt man eine private Zusatzversicherung ab, die die Kosten deckt, die über die gesetzliche Kostenerstattung hinausgehen. (Nach einem Jahr kann man jederzeit wieder von der Kostenerstattung zur Sachleistung wechseln!) So bleibt man in der gesetzlichen Kasse, ist aber faktisch Privatpatient.

Trotz der hohen Kosten für eine private Versicherung sollte man immer bedenken, daß man als gesetzlich Versicherter in der Regel deutlich schlechter behandelt wird und manche Therapien, obwohl sie lebensverlängernd und ohne Alternative sind, von den gesetzlichen Kassen nicht gezahlt werden (dürfen), was unnötig zum Tod führen kann. Private Krankenversicherung ist leider auch keine Garantie für optimale Behandlung, aber die meisten Ärzte haben Angst vor einer Kürzung der Rechnung, was sehr motivierend auf die Qualität wirkt.

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