02.03.2005 · Die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall kostet deutsche Firmen fast 30 Milliarden Euro im Jahr - mit sinkender Tendenz, wie das Institut der deutschen Wirtschaft berechnet hat. Grund sei der „historisch niedrige Krankenstand“.
Unternehmen in Deutschland müssen immer weniger Geld wegen der Krankheit ihrer Mitarbeiter ausgeben.
Wie das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) am Mittwoch mitteilte, kostete die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall nach aktuellen Berechnungen deutsche Firmen 2003 fast 30 Milliarden Euro. Dies seien 5,5 Prozent oder 1,75 Milliarden Euro weniger als im Vorjahr. Für den Rückgang habe ein „historisch niedriger Krankenstand“ gesorgt. Bei den Arbeitnehmern, die bei einer Betriebskrankenkasse versichert sind, reduzierte sich die Zahl der Krankschreibungen laut IW binnen Jahresfrist von 14,3 auf 13,5 Tage.
Krankenstand nur noch bei 3,4 Prozent
Arbeitgeber sind in Deutschland verpflichtet, bei Krankheit bis zu sechs Wochen das volle Gehalt weiterzubezahlen. In den IW-Zahlen für 2003 sind auch 4,3 Milliarden Euro an Sozialversicherungsbeiträgen eingerechnet. Nicht enthalten sind dagegen die Kosten der Arbeitsvertretung von Kranken.
Nach Angaben des Bundessozialministeriums ist der Krankenstand im vergangenen Jahr weiter gesunken. Nachdem Arbeitnehmer 2003 rund 3,6 Prozent ihrer Arbeitszeit fehlten, waren es nach vorläufigen Daten 2004 nur noch 3,4 Prozent. In den 70er Jahren, als die Lohnfortzahlung eingeführt wurde, waren es noch mehr als fünf Prozent gewesen. Nach einer Schätzung des Ministeriums von Ende vergangenen Jahres dürften die Unternehmen 2004 im Vergleich zum Vorjahr damit bei der Lohnfortzahlung nochmals rund eine Milliarde Euro an Ausgaben gespart haben.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.384,82 | −0,67% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2454 | −0,28% |
| Rohöl Brent Crude | 105,05 $ | −1,68% |
| Gold | 1.579,50 $ | 0,00% |
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