Home
http://www.faz.net/-gqg-rgnu
Mehr Angebote
| Abo|Hilfe
Dienstag, 14. Februar 2012
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Konjunktur / Arbeitsmarkt 2006 bringt kaum Jobs

25.12.2005 ·  Deutschland steht 2006 vor einem respektablen Wirtschaftsaufschwung, Ökonomen erwarten bis zu 1,7 Prozent Wachstum. Doch für eine spürbare Entlastung am Arbeitsmarkt dürfte das nicht reichen.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (1)

Deutschland steht 2006 vor einem respektablen Wirtschaftsaufschwung, der für eine spürbare Entlastung am Arbeitsmarkt aber nicht reichen dürfte. Zu diesem Ergebnis gelangt eine Umfrage der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung bei namhaften Ökonomen.

Besonders optimistisch gibt sich Hans-Werner Sinn, der Präsident des Ifo-Instituts, der 2006 ein Wirtschaftswachstum von 1,7 Prozent für möglich hält. Schon seit dem Sommer 2005 gebe es einen Aufschwung, der stärker sei als alles in den vergangenen fünf Jahren, sagt Sinn: „Nach dem Exportwachstum hat sich auch die Binnennachfrage belebt.“ Grund seien vor allem steigende Investitionen der Unternehmen.

„Ersatzleistungen machen den Arbeitsmarkt kaputt“

Sinn erwartet, daß die Arbeitslosenzahl im nächsten Jahr um 100.000 zurückgehen wird. Der Löwenanteil davon seien Ein-Euro-Jobs. Auch die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten werde zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder leicht steigen.

Eine echte Trendwende am Arbeitsmarkt sieht Sinn jedoch nicht. Er fordert mehr Flexibilisierung im Tarifrecht durch gesetzliche Öffnungsklauseln - denen er in dieser Legislaturperiode aber keine Chance einräumt. Außerdem müsse sich der Sozialstaat ändern: „Die staatlichen Ersatzleistungen machen den Arbeitsmarkt kaputt.“

„Kein Grund, die Korken knallen zu lassen“

Auch Peter Bofinger, Mitglied des Sachverständigenrates, glaubt an ein höheres Wachstum als das von den Wirtschaftsweisen im Herbst prognostizierte eine Prozent. Mit Vorhersagen um etwa 1,5 Prozent könne er sich anfreunden. „Das ist nicht schlecht. Aber das ist kein Grund, die Champagnerkorken knallen zu lassen.“ Man solle den Aufschwung aber auch nicht kleinreden, warnte Bofinger.

„Deutlich bessere Voraussetzungen“ für die Konjunktur konstatiert auch Hermann Remsperger, Vorstandsmitglied und Chef-Volkswirt der Deutschen Bundesbank. Er nennt als positive Einflüsse die weiter günstigen Aussichten für den Export, niedrige Zinsen, ein Ende des Niedergangs der Bauindustrie und eine leichte Besserung am Arbeitsmarkt.

Quelle: rike./gb., Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 25.12.2005, Nr. 51 / Seite 1
Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen

Fremder Leute Kinder

Von Heike Göbel

Eine Debatte, die das Land in Eltern und Kinderlose spaltet, braucht niemand. In der DDR konnten Paare staatliche Wohnungskredite durch Kinder abstottern. Das ist kein Vorbild für eine freiheitliche Gesellschaft. Mehr 3

14.02.2012 17:45 Uhr
  Vortag
Dax 6.728,19 −0,15%
 OK
14.02.2012
Name Kurs Prozent
DAX 6.728,19 −0,15%
FAZ-INDEX 1.500,83 −0,21%
TecDAX 773,85 −0,19%
MDAX 10.253,60 −0,35%
SDAX 5.023,80 +0,24%
REX 421,66 −0,02%
Eurostoxx 50 2.488,29 −0,13%
F.A.Z. EURO INDEX 80,26 −0,27%
Dow Jones 12.841,60 −0,25%
Nasdaq 100 2.559,86 −0,37%
S&P500 1.351,77 +0,68%
Nikkei225 9.052,07 +0,59%
EUR/USD 1,3137 −0,26%
Rohöl Brent Crude 118,21 $ +0,36%
Gold 1.711,50 $ −0,90%
Bund Future 138,58 € +0,19%