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Kommunen fordern Bund soll Schadenersatz für fehlende Kita-Plätze zahlen

 ·  Ab dem 1. August haben Eltern ein Recht auf einen Kita-Platz. Genügend Plätze werden die Kommunen bis dahin aber nicht überall geschaffen haben. Sie verlangen deswegen, dass der Bund drohenden Schadenersatz mit übernimmt.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (14)
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Gerhart Manteuffel
Gerhart Manteuffel (cem_m) - 15.01.2013 22:44 Uhr

Es fehlt in Deutschland an Kitas, Ganztagesschulen und einem neuen Optimismus.

Natürlich ist seit 50 Jahren bekannt, dass das Kindergeld nichts bringt - denn die Demographie-Kurve geht kontinuierlich steil nach unten. Daher hätte man schon in den 70iger Jahren das Kindergeld ersatzlos streichen müssen und es komplett in den Bau neuer Kitas stecken müssen. Bei der Wiedervereinigung hätte man einiges von der DDR lernen können - hat man nicht wollen. Man hätte auch mal von Frankreich oder Schweden lernen können - wollten unsere Politiker nicht. Genau so dämlich wie die 13 Jahre bis zum Abitur oder die Winterzeit ist die Schlafmützigkeit in der Kita-Frage. Es ist daher sinnvoll, dass endlich Druck gemacht wird. Auch finanziell. Grundsätzlich muss ein neuer Optimismus für Deutschland her - nach außen und innen. Zuviel läuft schief, ob in der Integrationspolitik, wo nur einzelne wie Buschkowsky den Mut haben, die Realität drastisch zu beschreiben und dafür vor allem in Neukölln verehrt wird. Aber die meisten anderen Politiker sind ignorante Ideologie-Gutmenschen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.01.2013 12:44 Uhr
Julius Calvelage
Julius Calvelage (julca) - 16.01.2013 12:44 Uhr

Von der DDR lernen

Ich habe diese Zeit nicht bewusst miterlebt und bin mir durchaus im Klaren darüber, dass die Geschichte immer von den "Gewinnern" eben dieser geschrieben wird, aber es fällt auf, dass trotz wahnwitziger Zahlungen, Wirtschafts- und Infrastrukturprojekte der Westen ökonomisch und sozial nach wie vor um zwei Klassen besser dasteht. Inwieweit das mit der realsozialistischen Kinderbetreuung, die unbestreitbar auch einen Indoktrinierungshintergund hatte, zusammenhängt, ist wohl nicht zu beweisen, aber auch nicht auszuschließen. Der Hintergrund für die in Westdeutschland hoch gehaltene, mittlerweile aber auch dank Ganztagsschulen erodierende unabhängige Erziehung in der Familie hat ebenfalls historische Gründe, die in den totalitären (Um-)Erziehungsversuchen derer begründet liegt, die unmittelbar vor der Gründung der DDR in D das Sagen hatten.

Wissenschaftlich steht fest, dass eine optimale Betreuung beinahe aller Kinder in den ersten 2-3 Lebensjahren nur durch die Mutter geschehen kann.

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Svenja Sirisee
Svenja Sirisee (Sirisee) - 15.01.2013 21:17 Uhr

... So ist es mit Vereinbarungen, man vergißt sie ...

... ich will nicht immer auf ARD/ZDF einschlagen, aber offenbar ist es unserem öffentlich-rechtlichen Sendern nicht gelungen, in das Bewußtsein zu verankern, dass der Rechtsanspruch Ergebnis eines politischen Kuhhandels war und uns damals als große Innovation präsentiert wurde. Das weiss offenbar keiner mehr. Soviel zur Halbwertszeit der öffentlich-rechtlichen Sendungen.

Das jetzt wieder einzukassieren, topt Griechenland und zeigt, dass südländische Sitten bei uns längst gang und gäbe sind. Die Verantwortlichen auf kommunaler Ebene sollten sich schämen und in die Minderleisterecke stellen; stattdessen beauftragen sie Gutachten...

Auf der Griechenlandskala eine glatte 6, zumal die Kommunen begreift im Zuge des Konjunkturpakets II Bundesmittel abgegriffen hatten, um dafür Kitas zu bauen.

Kuhhandel zu Lasten des Bundes ist das ...

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fred meier
fred meier (Sikasuu) - 15.01.2013 20:57 Uhr

Autos sind viel wichtiger als Kinder!

Ich bekommen keine Baugenehmigung für ein 2 Familienhaus, wenn ich nicht die dazugehörenden Parkflächen ausweise. Keine Nutzungsänderung für einen Laden ohne Parkplatznachweiß oder Ablösesumme! Kann ich ja verstehen, da gibt es Gesetze, Behörden, viele Mitarbeiter, die sich um Autos und Autofahrer und den Verkehr kümmern.
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Eltern kann ich zu Minilöhnen einstellen OHNE mich um den Nachwuch zu kümmern. Der wird für mich erst interesant wenn er >18 Jahre und möglichst voll ausgebildet ist.
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Wenn es dann keinen gibt (Fachkräftemangel) kaufen wir uns den einfach in der Welt zusammen. Die gesellschaftlichen Probleme gehen mich dann nichts an.
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Ich brauche Arbeitskräfte!
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Ich werde meinen Kindern raten, darauf zu achten, das die Enkel 4 Räder und einen Motor haben. Damit wird man hier ernster genommen mt mit 2 Beinen und < 1m.
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Brummige Gruesse
Sikasuu

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fred meier
fred meier (Sikasuu) - 15.01.2013 20:40 Uhr

Seit >5 Jahren gibt es das Gesetz! 6 Monate VOR dem Inkrafttreten bemerken unsere "Eliten"....

...das ab 1 August ca. 20.000 Erzieher fehlen, zu wenig Platz (Baulich) in den Kitas ist und sie vergessen haben, die gesetzlichen Vorgaben richtig um zu setzen.
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Wie Ramsauer, Wowi und Platzeck. "Fachleute" mit überragender politischer Kompetenz aber mit NULL Ahnung in langfristiger Planung und Umsetzung versprochener Aufgaben.
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Dabei wimmeln unsere "Schaltstellen" Bund,Land,Kommune von Juristen und Verwaltungsleuten UND haben die Leute aus der Innung, (die mit Sachkenntniss) seit mehreren Jahren gerufen: Wir müssen uns darauf vorbereiten hier sind die Zahlen!
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Einfach nur noch peinlich.
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Wie sagte unsere Kanzlerin so schon auf dem "Bildungsgipfen" vor ca 2-3 Jahren: Kinder sind wichtig! Aber zur Chefsache hat sie es nicht gemacht.
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Erziehung, Kita, Schule... "das Gedöns" wie ein ehrenwerter Kanzler mal so schön zu sagen pflegte, bingen ja keinen politischen Vorteil
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Brummig
Sikasuu
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Ps. Für Kinder reichen kurzgumgeschulte Arbeuitslose. meinte Fr.v.d.Laien kürzlich .:-(((

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Chi Tamago
Chi Tamago (tamago) - 15.01.2013 19:57 Uhr

Cotainer - eine Lösung

des Problems?
In zumindest einem Land, das ich kenne, stellt die Verbannung in einen Container eine Bestrafung für Fehlverhalten dar. Und Deutschland sieht darin die Lösung zur Verwahrung von 3 bis 5 Jährigen?

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Maria Mund
Maria Mund (M.Maria) - 15.01.2013 19:24 Uhr

Kostspieliges Sanierungsprogramm

Wäre nicht nur in Beton und Steine, d.h. in Räumlichkeiten investiert worden, sondern gezielt in mehr Plätze unterm Strich, sähe die Situation anders aus. Beispiel: 1,2 Mio Investitionskosten aus dem U3-Ausbauprogramm, um eine 3-gruppige Kita (bisher nur Ü3) mit 75 Plätzen in eine 3-gruppige Kita mit 60 Plätzen (davon 2 reine Regelgruppen und eine reine U3-Gruppe) umzuwandeln.
Zwar haben wir jetzt (in NRW) gewertet an der Bausubstanz und Ausstattung dank dieses "versteckten Sanierungsprogramms" gut ausgestattete KiTas, aber kaum zusätzliche Plätze, denn inzwischen bleiben ganz viele Kinder Ü3 mit schon vorher geltendem Rechtsanspruch "außen vor". Hier sollte ganz klar bei jeder einzelnen Kommune nachgehakt werden, wie viele Plätze vor den enormen Investitionen aus dem U3-Ausbauprogramm existierten und wie viele danach geboten werden. Ich fürchte bzw. hoffe, die Zahlen (Gesamtinvestition pro wirklich in KiTas ZUSÄTZLICH geschaffenem Platz) öffenen manchen Verantwortlichen die Augen.

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Julius Calvelage
Julius Calvelage (julca) - 15.01.2013 17:57 Uhr

Gestern Polemik, heute Realität

Kinder, die in Containern zwischengelagert werden, damit beide Eltern sich möglichst in Vollzeit ausbeuten lassen können. Nicht selten auch noch aus freien Stücken. Kein Wunder, dass die Satire in Deutschland am Boden liegt, die Wirklichkeit ist einfach schneller.

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Alfred Vomberg

Klagewelle

Wäre es gerecht, Eltern die keinen Platz bekommen, freiwillig einen Ausgleich zu zahlen?

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Closed via SSO

Rechtsanspruch auf Aufbewahrung?

Na, dann ist ja alles bestens. Mütter an die Arbeitsfront und die Kinder in Container.
Und viele Feministen machen gute Miene zum bösen Spiel.

Wer genau hatte diese äußerst unkluge Idee mit dem Rechtsanspruch?

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Chi Tamago
Chi Tamago (tamago) - 15.01.2013 16:20 Uhr

Container? - Jawoll, Abstellkammern

für die Kinder der Nutzmenschwirtschaft. Wird sicherlich akzeptiert in einem Land, in dem Kleinkinder auch mal 40 Stunden am Stück das Kita-Leben genießen dürfen.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.01.2013 17:49 Uhr
Chi Tamago
Chi Tamago (tamago) - 15.01.2013 17:49 Uhr

Ja, Frau Müller, die und viele andere meine ich

Die Kostenangaben zu einem Kitaplatz in der Krippe Nidulus war irreführend. Allein die Gehälter der notwendigen Erzieher (bei einem akzeptablen Schlüssel und bei ordentlicher Qualifikation) belaufen sich auf 60 T€ pro Monat. Das ist etwas mehr als 1000 € pro Platz. Da sind aber nicht eingerechnet die Abschreibung fürs Gebäude, die Energiekosten, das Essen, Verbrauchsartikel, die Verwaltungskosten, etc. So ein Platz kostet sicherlich 1500 € im Monat. Gebt den Müttern 2/3 des Geld. Sonst folgt zwingend, daß Grundschulen auch um Schlafhäuser erweitert werden müssen!
Außerdem wird es im Sommer gar nicht genug qualifizierte Erzieher für so viele Kinder geben.

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Kai-Uwe Lensky

Vielleicht sollte man sich einfach an den Begriff

"Soziale Marktwirtschaft" erinnern.
Die CDU schwätzt zwar viel von konservativen Werten, aber an der Zerstörung der klassischen Familie hat sie viel mehr Anteil, als jede Homoehe hätte.

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Andrea Müller
Andrea Müller (ADrea) - 15.01.2013 16:56 Uhr

Sie meinen die Kinder ...

... der McDonalds Mitarbeiterin und des Staplerfahrers aus einem anderen FAZ-Artikel, die gemeinsam nur 2000 EUR erwirtschaften können? Oder diejenigen, der alleinerziehenden Mutter, die sonst nicht anders weiß, wie sie sich und das Kind sonst durchbringen soll? Ja, in der Tat: Solche Arbeitsverhältnisse sind ein Unding. Was schlagen Sie dagegen vor?

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15.01.2013, 15:43 Uhr

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