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Kommentar : Trumps unechte Siege

Auch Donald Trump wird die Realität der Globalisierung nicht ändern. Vieles von dem, was er als Erfolg verkauft, wäre ohnehin geschehen.

          Verderben will es sich noch kein Manager mit dem künftigen amerikanischen Präsidenten Donald Trump, der erst am Ende der kommenden Woche in sein Amt eingeführt werden wird. Nimmt Trump die Autoindustrie und ihre Produktion in Mexiko ins Visier, werden eilig Investitionen in den Vereinigten Staaten ins Schaufenster gestellt.

          So entstehen stets Meldungen, die Trump als Erfolg feiern kann, noch bevor er irgendein Gesetz durchgebracht hat. Doch so wird es nicht weitergehen.

          Hinter den Kulissen ballen die Manager der Autoindustrie die Faust oder schütteln wenigstens mit dem Kopf. Noch weiß niemand, ob man es hier mit einem Irren zu tun hat.

          Nur, weil alle Welt im Moment glaubt, die Politik Trumps werde am Ende vor allem wirtschaftsfreundlich sein, macht man gute Miene zum bösen Spiel. Trump wird die Realitäten der Globalisierung aber nur verzerren und nicht verschieben können. Grundsätzliches wird sich an den Produktionsstrukturen in der Industrie allenfalls noch einmal durch den Siegeszug des 3-D-Drucks ändern.

          Protektionismus und Handelsschranken aber führen nicht nachhaltig zum Erfolg. Apropos: Auch die kurzfristigen Siege, die Trump derzeit verbucht, überstehen kaum einen Realitätstest. Vieles wäre so oder so passiert oder hat keine größere Bedeutung für die Revitalisierung der amerikanischen Wirtschaft.

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