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Kommentar : Kleines Immergrün

Gute Stimmung bei den Grünen. Bild: dpa

Die Grünen haben auf ihrem Parteitag ungewöhnlich viel Geschlossenheit demonstriert. Woher kommt dieses unerwartet hohe Maß an Parteidisziplin?

          Ein Grünen-Parteitag ohne Stolperer für die Parteiführung? Undenkbar. In der CDU sorgte es für Schnappatmung, als der Parteitag die doppelte Staatsbürgerschaft ablehnte – gegen den Willen der Kanzlerin. Bei den Grünen dagegen ist es systemimmanent, Pläne des Vorstands zu durchkreuzen, selbst wenn das den Aktionsradius der Partei und ihre Machtoptionen beschneidet. Ein Basta von oben, ein Appell an mehr Realismus und Solidarität mit der Führung kann nach hinten losgehen.

          Gemessen daran, war der jüngste Grünen-Parteitag ein Ausbund an Parteidisziplin. Abgesehen von ein paar Ausreißern – der schlimmste von ihnen aus dem inzwischen sogar von Grünen als Parallelwelt erkannten Berliner Bezirk Kreuzberg – war der Wille spürbar: Wir wollen regieren und uns dieses Mal nicht im Weg stehen.

          Zwar musste die Parteispitze schlucken, dass die Ehe für alle nun die rote Linie jeglicher Koalitionsverhandlungen ist. Und den Kohleausstieg hat sie sicherheitshalber selbst vordatiert. Angesichts der desolaten Umfragen aber dämmert es den Grünen, dass sie ohne Geschlossenheit und zumindest einen Hauch realpolitischer Spielräume die eigene Bedeutungslosigkeit herbei diskutieren.

          Energische Rede : Hofreiter betont Regierungswillen der Grünen

          Henrike Roßbach

          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

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          Quelle: F.A.Z.

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