28.01.2013 · Politiker wollen den Wohlstand nicht mehr nur am Wirtschaftswachstum messen. Das verkünden sie heute. Ändern wird sich trotzdem nicht viel. Denn das BIP war schon bisher nicht der einzige Maßstab.
Von Philipp KrohnRichtlinien für Lesermeinungen
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BIP-Zahlen sind haben sicher ihre Fehler. Man kennt sie aber und kann die Zahlen entsprechend selbst bewerten und Zusatzinformationen einbinden zur Beurteilung. Wenn es erstmal anfaengt, dass von der Politik und sonstigen Ethik- und Enquete-Kommissionen Wohlstandswerte und Gluecksbegriffe definiert werden, dann ist der Manipulation noch mehr Tuer und Tor geoeffnet. Dann herrscht nicht nur "Vollbeschaeftigung", nein, dann gibt es in Deutschland nur noch gesunde, zufriedene und ueberglueckliche Mitbuerger.
Messen wir Wohlstand doch am PIP
Politiker Inland Produkt. Da wird noch der Tollheitsfaktor eingerechnet.
Dann geht es allen gut, wenn wir Luxusgehälter und Luxuspensionen,
Haftungsausschluß und Lügenfaktor zum Wohlstandsindex
für das Land errechnen.
Warum fängt man nicht einfach damit an, Arbeitslosenzahlen zu veröffentlichen ...
..., die die Realität abbilden? Dann wäre man einen Schritt weiter. Abgabenlast und Pro-Kopf-Verschuldung sagen auch einiges über Wohlstand und Gerechtigkeit aus.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 28.01.2013 17:00 UhrWeil das noch weniger Aussagekraft hat.
Nein die Arbeitslosenzahlen sagen nichts aus u die pro Kopf Verschuldung
bringt auch nichts
Weil die Inflationsrate aber auch ein nur geringer Schuldenabbau
sofort das Bild verzerrt.
Angenommen, Arbeitslosigkeit in D bleibt und Inflationsrate bei 1,5%
die Verschuldung aber nur 0,35% wie bei Schuldenbremse im GG .
Was soll das dann aussagen ?
Zitat: " Die Politik war doch meist in der Lage, jenseits des
Wachstums auch andere gesellschaftliche Ziele in den Blick zu nehmen."
Und wie erklären Sie uns, dass die deutsche Politik uns wie einen
übergroßen Lemming-Stamm mit Tunnelblick in Richtung
Exportweltmeister treibt, bei steigendem BIP aber erkauft durch
Billiglöhne, prekäre Arbeitsverhältnisse, bei
gleichzeitiger Sendung des Bezahl-Schecks an die Ausfuhrländer
(genannt Rettungsschirm)?
Ich sehe bisher überhaupt keinen Kompass bei den Verantwortlichen
dieses Landes, dass alles Wirtschaften dem Allgemeinwohl dienen soll.
Die Gewinner des BIP-Wachstums seit der Globalisierung sind immer nur
kleine, privilegierte Gruppen.
Natürliche Wachstums-Grenze in Deutschland erreicht
Das einzige Wachstum, was man sich in Deutschland angesichts der
Niedriglöhne noch vorstellen kann, ist in der Sozial-Industrie beheimatet.
Altenpflege, steigende Sozial-Etats, alle möglichen
v.d.Leyen...Gelder, Ausgabensteigerung in der öffentlichen
Verwaltung, Investition in mörderische Drohnen etc. Und das alles
auf Pump.
Von jetzt an gehts bergab.
Eingebettet in eine Rettungsschirm-Gemeinschaft nicht
wettbewerbsfähiger Pleitestaaten mit inkompatibler
Gemeinschaftswährung sitzen die Deutschen in einer Falle, aus der
sie nicht wieder herauskommen.
27% Haftung für 10 oder gar 20? Billionen Euroschulden, bei 5,3
Millionen ALG I und II-Beziehern und einer wahren Arbeitslosigkeit von
fast 13% und einer echten Inflation von 8% bleibt uns nur die Rezession.
Ganze Industriezweige wie Solartechnik oder Stahlerzeugung fallen den
fleißigen Chinesen zum Opfer.
Das Auslaufmodell EU hat seinen Zenith erreicht.
Die Idee ist alt. Schon in den 80-90er Jahren hat Kohonen ein statistisches Verfahren entwickelt, mit dem sich komplexe Systeme wie Volkswirtschaften effektvoll klassifizieren lassen. Mehr dazu erfaehrt man mit Goggle -> Word Poverty Map, oder Kohonen Map, Self Organzing Map. Froeh Googeln !
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