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Koalitionsverhandlungen : Union und SPD wollen vorerst kein Fracking in Deutschland

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Ein Protestschild von Fracking-Gegnern in einem Feld bei Nordwalde Bild: dpa

Umweltpolitiker von Union und SPD haben sich auf einen vorläufigen Stopp der umstrittenen Fracking-Technologie verständigt. Der Einsatz von giftigen Chemikalien bei der Gasförderung aus tiefen Gesteinsschichten soll dauerhaft verboten werden.

          Union und SPD streben ein Moratorium für die umstrittene Gasförderung aus tiefen Gesteinsschichten im Koalitionsvertrag an. Wie zuvor bereits grundsätzlich beschlossen, übermittelten die Leiter der Arbeitsgruppe Umwelt, Katherina Reiche (CDU) und Ute Vogt (SPD), der federführenden AG Energie einen entsprechenden Textvorschlag.

          Darin heißt es: „Trinkwasser und Gesundheit haben für uns absoluten Vorrang. Wir werden deshalb für ein Moratorium sorgen, das einen Verzicht dieser Technologie bei der unkonventionellen Erdgasgewinnung vorsieht, bis ausreichende wissenschaftliche Erkenntnisse vorliegen und alle Risiken für Gesundheit und Umwelt bewertet und ausgeschlossen werden.“ Der Einsatz von giftigen Chemikalien solle dauerhaft verboten werden.

          Zunächst hatte die „Süddeutsche Zeitung“ über den Passus berichtet, der nun aber noch von der AG Energie und der großen Runde gebilligt werden muss.

          Beim Fracking wird unter hohem Druck ein Gemisch aus Wasser, Chemikalien und Chemie in den Boden gepresst, um Gestein aufzuspalten und das darin enthaltene Gas zu fördern. In Amerika sorgt diese Methode derzeit für einen Gasboom. In Deutschland gibt es aber Proteste gegen entsprechende Pläne. Anwohner und Umweltschützer fürchten vor allem um das Grundwasser, sollte die Chemie einmal austreten.

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