http://www.faz.net/-gqe-7j87o

Koalitionsverhandlungen : Union und SPD wollen vorerst kein Fracking in Deutschland

  • Aktualisiert am

Ein Protestschild von Fracking-Gegnern in einem Feld bei Nordwalde Bild: dpa

Umweltpolitiker von Union und SPD haben sich auf einen vorläufigen Stopp der umstrittenen Fracking-Technologie verständigt. Der Einsatz von giftigen Chemikalien bei der Gasförderung aus tiefen Gesteinsschichten soll dauerhaft verboten werden.

          Union und SPD streben ein Moratorium für die umstrittene Gasförderung aus tiefen Gesteinsschichten im Koalitionsvertrag an. Wie zuvor bereits grundsätzlich beschlossen, übermittelten die Leiter der Arbeitsgruppe Umwelt, Katherina Reiche (CDU) und Ute Vogt (SPD), der federführenden AG Energie einen entsprechenden Textvorschlag.

          Darin heißt es: „Trinkwasser und Gesundheit haben für uns absoluten Vorrang. Wir werden deshalb für ein Moratorium sorgen, das einen Verzicht dieser Technologie bei der unkonventionellen Erdgasgewinnung vorsieht, bis ausreichende wissenschaftliche Erkenntnisse vorliegen und alle Risiken für Gesundheit und Umwelt bewertet und ausgeschlossen werden.“ Der Einsatz von giftigen Chemikalien solle dauerhaft verboten werden.

          Zunächst hatte die „Süddeutsche Zeitung“ über den Passus berichtet, der nun aber noch von der AG Energie und der großen Runde gebilligt werden muss.

          Beim Fracking wird unter hohem Druck ein Gemisch aus Wasser, Chemikalien und Chemie in den Boden gepresst, um Gestein aufzuspalten und das darin enthaltene Gas zu fördern. In Amerika sorgt diese Methode derzeit für einen Gasboom. In Deutschland gibt es aber Proteste gegen entsprechende Pläne. Anwohner und Umweltschützer fürchten vor allem um das Grundwasser, sollte die Chemie einmal austreten.

          Weitere Themen

          Studenten werden Bauherren

          Wegen zu hoher Mieten : Studenten werden Bauherren

          In den Uni-Städten fehlt es an bezahlbaren Wohnungen. Heidelberger Studenten sind selbst aktiv geworden und bauen ihr eigenes Wohnheim. Die geplante Miete ist so niedrig, dass das Modell Schule machen könnte.

          China eröffnet 55-Kilometer-Brücke Video-Seite öffnen

          Megaverkehrsprojekt : China eröffnet 55-Kilometer-Brücke

          Der chinesische Staatspräsident Xi Jinping hat am Dienstag die Hongkong-Zhuhai-Macau-Brücke freigeggeben. Das Bauwerk mit einer Gesamtlänge von etwa 55 Kilometern verbindet drei Wirtschaftsregionen im Süden Chinas: Die Finanzmetropole Hongkong, die Sonderwirtschaftszone Zhuhai und die ehemalige portugiesische Kolonie Macau.

          Topmeldungen

          Siemens-Chef Kaeser : Politischer Geisterfahrer

          Schuster, bleib bei deinen Leisten: Diese Volksweisheit sollte auch der Chef von Siemens beherzigen. Der oft politische Joe Kaeser hat das Talent, ausgerechnet in den wichtigen Momenten zu schweigen – oder sich gar taktlos zu äußern. Ein Kommentar.
          Es geht weiter abwärts im Dax.

          Börsen unter Druck : Dax fällt auf Zwei-Jahres-Tief

          Die globalen Aktienmärkte haben am Dienstag eine weitere Abwärtsbewegung begonnen, die in Deutschland den Dax auf ein Zwei-Jahres-Tief geführt hat.
          Wangerooge: Der Beginn eines stürmischen Tages

          Herbstwetter : Nordseeküste muss sich auf Sturmflut einstellen

          Wegen eines erwarteten Sturmtiefs sind an der Nordsee mehrere Fährverbindungen eingestellt worden. Aber nicht nur im hohen Norden werden am Dienstag Sturmböen erwartet. Es kann zu Behinderungen im Schienenverkehr kommen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.