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Klimaschutz EU findet Kompromiss zu CO2-Vorgaben für Autos

Das Thema ist heftig umstritten. Aber die EU hat sich auf neue Klimaschutz-Vorgaben für Autos geeinigt. Für das Jahr 2020 gibt es einen Zielwert von 95 Gramm pro Kilometer im Durchschnitt aller europäischen Neuwagen.

© ddp Vergrößern Die EU findet einen Kompromiss für neue Klimaschutz-Vorgaben für Autos

Die EU hat sich auf neue Klimaschutz-Vorgaben für Autos geeinigt. Vertreter von EU-Staaten, Europaparlament und EU-Kommission gingen am späten Montagabend mit einem Kompromiss auseinander, wie die irische EU-Ratspräsidentschaft mitteilte. Diplomaten betonten allerdings, als verlässlich könne der Beschluss erst gelten, wenn die Botschafter der 27 EU-Staaten am Donnerstag grünes Licht geben. Das Thema ist heftig umstritten.

Mit den Vorgaben will die EU festlegen, wie die europäischen Autobauer Grenzwerte des klimaschädlichen Gases Kohlendioxid (CO2) erreichen können. Für das Jahr 2020 gibt es einen Zielwert von 95 Gramm pro Kilometer im Durchschnitt aller europäischen Neuwagen. Zum Einsatz sollen dabei nun auch spezielle Boni für Elektroautos oder andere schadstoffarme Fahrzeuge kommen.

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Mit Hilfe dieser Supercredits können sich Hersteller solche Fahrzeuge gleich mehrfach für ihre Klimabilanz anrechnen lassen und müssen so weniger bei konventionellen Wagen sparen. Im Jahr 2020 sollen sich die Autobauer für jedes schadstoffarme Fahrzeug zwei anrechnen lassen können, erklärten EU-Diplomaten. 2023 soll dieser Bonus auslaufen. Weiterhin einigten sich die Unterhändler, dass Europa auch für die Zeit nach 2020 CO2-Zielwerte festlegen will.

Zahlen legten sie aber noch nicht fest. Auch die Testverfahren zur Bestimmung des Spritverbrauchs sollen überholt werden, damit sie genauer den wirklichen Verbrauch der Fahrzeuge widerspiegeln. Nicht nur die Botschafter müssen der Einigung zustimmen, auch Minister der EU-Staaten müssen noch grünes Licht geben. Voraussichtlich im Juli votieren der Ausschuss und das Plenum des Europaparlaments darüber.

Greenpeace kritisierte den EU-Kompromiss wegen seiner „Schlupflöcher“. Die Umweltschützer bemängelten, der neue Grenzwert des klimaschädlichen Gases Kohlendioxid (CO2) sei eine Subventionierung deutscher Spritschlucker. Der Einigung zufolge können sich die Hersteller mit Hilfe von Boni für Elektroautos oder andere schadstoffarme Fahrzeuge diese gleich mehrfach für ihre Klimabilanz anrechnen lassen und müssen so weniger bei konventionellen Wagen sparen. Die sogenannten Supercredits seien nichts anderes als Verschmutzungsrechte, kritisierte Greenpeace.

Quelle: FAZ.NET/dpa

 
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