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Klimaschutz EU findet Kompromiss zu CO2-Vorgaben für Autos

 ·  Das Thema ist heftig umstritten. Aber die EU hat sich auf neue Klimaschutz-Vorgaben für Autos geeinigt. Für das Jahr 2020 gibt es einen Zielwert von 95 Gramm pro Kilometer im Durchschnitt aller europäischen Neuwagen.

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Hans-Ulrich Pietz

Was für ein Kompromis? Es ist der Anfang vom Ende

einiger Nobelmarken in D. Wieder eine Scheibe vom Industriestandort Deutschland.

Wir opfern uns für eine Religion, der Klimabekämpfung.

Der atomfreie Marktflecken Deutschland ist dran schuld, dass nicht nur die Strompreise für Verbraucher steigen und steigen ..schnell und schneller für die Haushalte und Industrie ..Herr und Meister hör mich rufen!

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Hartmut Beucker

So sehr ich gegen Zwang bin, so muß doch die Wirtschaft dazu gezwungen werden,

sparsamere Wirtschaftsgüter zu entwickeln. Bei Heizungen etwa hat man vor Jahren gehört, eine technische Änderung in diese Richtung sei nicht möglich. Kaum galten neue Richtwerte, gings doch. Das unterstelle ich auch bei der Automobilindustrie. Für die ist natürlich ertragreicher, keine neuen Verfahren mit sehr hohen Investitionskosten entwickeln zu müssen. Versteh ich ja auch. Aber die Kosten kommen über die Masse wieder rein. Angesichts dessen kann ich verschmerzen, daß dem Erfindungsgeist per Zwang auf die Sprünge geholfen wird.

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Klaus Ermecke

Nach der Zerstörung der deutschen Energiewirtschaft ...

... kommt jetzt die Autobranche auf's Schafott. Denn dieser wichtigste deutsche Industriezweig lebt von seinen Marken, von der über viele Jahrzehnte hinweg mit einem dreistelligen Milliardenaufwand an Produktentwicklung und Werbung aufgebauten Wertvorstellung, die im In- und Ausland mit Begriffen wie "Mercedes", "BMW", "AUDI" und "Volkswagen" verbunden wird. Vor allem dominieren Deutschlands Marken die Mittel- und Oberklasse. Wenn jetzt die deutschen Autobauer gezwungen werden, in gut ausgestattete aber auch schwere Autos nur noch Kleinwagenmotoren einzubauen, werden diese Marken zerstört. Japaner und Amis können sich die Hände reiben - und die Chinesen, zu denen ein Teil der Produktion dann abwandert.

Es sei bei der Gelegenheit daran erinnert, daß die angebliche Klimagefahr reine Fiktion ist. Eine Reihe von deutschen Physikern und Theoretischen Meteorologen haben den angeblichen "Treibhauseffekt" untersucht und vom physikalischen Standpunkt als "Phantasieprodukt" abgetan.

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Horst Schmidt
Horst Schmidt (Duranyr) - 25.06.2013 10:56 Uhr

Mal etwas differenzieren - ist nämlich durchaus sinnvoll

Das Einsparen von CO2 lässt sich letztlich nur durch effizientere Autos erreichen. Effizienzsteigerungen sind nur durch signifikante Investitionen in die Entwicklung zu erreichen. Diese kommen nicht, wenn man auf rein wirtschaftliche Einflussfaktoren setzt. Bestes Beispiel: USA. Weil Benzin billig ist und es keine entsprechenden Regulierungen gibt, sind die Motoren auf einem Entwicklungstand wie in Europa vor 20 Jahren - nur mit mehr Hubraum.
Jetzt wird Benzin mittel- und langfristig nicht billiger, sondern teurer. Viele Städte in den Wachstumsmärkten, vor allem China, leiden unter erheblichen Smog-Problemen. Selbst wenn man alle Öko-Aspekte herauslässt: Effizientere Automobile haben bereits jetzt Wettbewerbsvorteile, und diese werden steigen. Auch wenn man die Konzerne da etwas zwingen muss. Und mit den Ausnahmeregeln wird sichergestellt, dass man auf dem Weg dahin nicht verhungert. Die Grenzwerte sind v.a. für nichteuropäische Hersteller ein Problem.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.06.2013 12:08 Uhr
Klaus Ermecke

"wenn man die Konzerne da etwas zwingen muss"

Herr Schmidt, welches Leitbild haben Sie vom Menschen, von der Wirtschaft, von der Politik? Das der DDR-ähnlichen Planwirtschaft? Mein Leitbild ist das der FREIHEIT, wie sie sich in den Artikeln 12 (Berufsfreiheit), 14 (Eigentumsschutz) und 1 GG (Würde des Menschen, darunter fällt insbesondere auch die Selbstbestimmung über die eigene Präferenzstruktur) niedergelegt ist.

Freiheit bedeutet, daß Sie selbst bestimmen sollen, ob Sie die nächsten 30.000 Euro, die Sie ersparen, lieber in Aktien, in ein Auto oder eine Schönheits-OP stecken, (oder ein Studium Generale der Naturwissenschaften zum Kennenlernen der Rolle des CO2) und ob Sie ggf. ein ein Auto mit großem oder kleinem Motor wählen. Aber erheben Sie nicht den Anspruch, Ihre Präferenz auch Ihren Mitmenschen aufzwingen zu wollen, denn damit setzen Sie die Freiheitsrechte des Grundgesetzes außer Kraft.

Bereits seit mehreren Jahrzehnten war die deutsche Politik dadurch gekennzeichnet, daß Ängste geschürt wurden. Das rächt sich jetzt.

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Peter Haeckmann

@Horst Schmidt

Das hört sich alles erst einmal ganz gut an.

Nur ist es so, dass die deutsche Autobranche Heere von spezialisierten Experten beschäftigt, deren einziger beruflicher Existenzgrund der zukünftige wirtschaftliche Erfolg des eigenen Unternehmens ist. Es braucht wirklich keine wie auch immer motivierten Bürokraten aus Brüssel, die die Unternehmen zu ihrem eigenen Glück drängen.

Oder glauben Sie wirklich, die Politik kennt sich besser in Unternehmensführung aus als die Unternehmen selbst? Wenn ja, dann können wir die Diskussion hier gleich beenden. Dann geht es nämlich nur noch um Ideologie.

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Johannes Eckstein
Johannes Eckstein (dc-3) - 25.06.2013 10:16 Uhr

Idiotie

Ein weiterer idiotischer Auswuchs grünsozialistischer Eurodiktatur. Aber was soll man sich aufregen - bis 2020 wird Europa dank weiterer verrückter Euro-Vorschriften so verarmt sein, dass Autofahren sowieso unerschwinglich und und für die CO2-Produkton marginal wird. Ach ja, und wo bleibt bitteschön der CO2-Zielwert für die von Kohle-, Öl- und Gaskraftwerken erzeugte KWh Strom?

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Peter Haeckmann

Morgenthau-Plan mal anders

Wo liegt der umweltbezogenen Nutzen der gesetzlichen Beschränkung des Flottenverbrauchs? Dazu habe ich noch kein vernünftiges Argument gehört oder gelesen.

Vielleicht wird der Anstieg der CO2-Konzentation durch diese Vorgaben etwas verlangsamt. Aber die globale CO2-Endkonzentration ist unabhängig von EU-Gesetzen. Der Rest der Welt verbrennt voller Freude den Teil des Öls, den die Europäer durch ihre selbst auferlegte Zurückhaltung freispielen.

Die wirtschaftlichen Risiken sind jedoch enorm und betreffen viele Europäer unmittelbar: durch Arbeitslosigkeit, Steuerausfälle etc. Wer hat denn hier die Güterabwägung vorgenommen? Wer sagt, dass ein etwas verzögerter Eintritt - nicht die Verhinderung - von globalen CO2-Effekten so viel wert ist, dass man dafür viele wirtschaftliche Existenzen opfern darf?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.06.2013 11:33 Uhr
Klaus Ermecke

"verzögerter Eintritt ... von globalen CO2-Effekten"

Herr Haeckmann, vergessen Sie die "globalen CO2-Effekte" - sie sind ein unter politischem Druck (staatlichen Berufungsmonopol von Professoren, Zuteilung der Forschungsbudgets) herbeifabulierter Unsinn.

Bevor Sie sich über "globale Effekte" und CO2 Sorgen machen, bitte ich Sie, sich einmal an die letzten Monate in Ihrer eigenen Stadt zu erinnern. Da war es monatelang kalt, richtig? Und düster? Bei uns hier war es das, es war kalt, und zwar nicht wegen fehlenden CO2s in der Luft, sondern wegen der fast durchgehenden Bewölkung. Nur an wenigen Tagen war es warm - weil die Sonne schien!

Es wird warm, wenn der Himmel blau ist, und DAS gilt auch im globalen Maßstab. Seit 1983 gibt es globale Satellitenmessungen der Bewölkung, und die zeigen eine enorme Schwankungsbreite. Von 1987 bis 2000 stieg der Anteil des "Blauen Himmels" um fast 19 Prozent. Der Bevölkerung wurde das verschwiegen - sie soll die CO2-Märchen glauben.

Genaueres dazu lesen Sie in "Rettung vor den Klimarettern".

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25.06.2013, 09:25 Uhr

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