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Kommentar : Roms Zombiebanken

Rom tat nichts, um seine Banken nach dem Ausbruch der Finanz- und Euro-Krise zu sanieren. Deswegen dürfen die Risiken der Geldhäuser nun nicht sozialisiert werden.

          Rom tat nichts, um seine Banken nach dem Ausbruch der Finanz- und Euro-Krise zu sanieren. Während in Frankreich, Großbritannien oder Deutschland die Banken ihr Eigenkapital merklich erhöhten und sogar manche Wackelbank teils mit Hilfe staatlicher Garantien abgewickelt wurde, passierte in Italien wenig.

          Stattdessen kauften italienische Banken wohl auch auf Wunsch der Regierung im großen Stil Staatsanleihen, im Gegenzug sank die Kreditvergabe an die dortigen Unternehmen, doch das kümmerte Rom nicht. Die Europäische Zentralbank in ihrer fragwürdigen Doppelrolle als Aufseherin macht bis heute gute Miene zum bösen Spiel.

          Ihr jüngster Stresstest für Banken ergab einen Eigenkapitalbedarf für die ganze Währungsunion von gerade einmal 10 Milliarden Euro, obwohl allein in Italiens Bankbilanzen faule und wacklige Kredite in Höhe von 360 Milliarden Euro stecken. Das ist der Hintergrund, vor dem Rom und seine Verbündeten in Brüssel, Frankfurt und anderswo jetzt eine gemeinsame Euro-Einlagenversicherung von Bankkunden fordern. Berlin darf seine Hand dazu nicht reichen. Die Risiken von Roms Zombiebanken dürfen nicht sozialisiert werden.

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