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Infrastruktur Ramsauer lässt Handbuch für Großprojekte erarbeiten

 ·  Ob Elbphilharmonie, Hauptstadtflughafen oder Stuttgart 21 - große Bauprojekte in Deutschland verschlingen mehr Geld und Zeit als geplant. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer will das ändern und setzt eine „Reformkommission“ ein.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (19)
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Heino Ewerth
Heino Ewerth (Illoinen) - 19.03.2013 17:11 Uhr

Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen?

Ich dachte solche Handbücher sind eine Voraussetzung?
Eine pauschale Politikerschelte, wie man überall liest und hört, ist mit Sicherheit nicht zielführend, und löst nicht ein einziges Problem, im Gegenteil. Fakt ist, das Großprojekte egal welcher Art, die Vorstellungskraft jedes einzelnen Laien übertreffen. Wer schon selber privat einmal ein Eigenheim gebaut hat, weiß wohl wovon die Rede ist. Auch wenn man einen Generalunternehmer damit beauftragt, kommt es oftmals zu Problemen und in der Regel auch zu Mehrkosten, und oftmals wird aus einem Traum, schnell ein Albtraum mit jahrelangen Rechtsstreit und im besten Fall endet der Streit in der Regel mit einem Vergleich, im schlechtesten Fall, geht der Bauträger Konkurs, und das Eigenheim eine Bauruine. Hier aber geht es um mehr als zwanzigtausend Einzelgewerke, und jedes einzelne Gewerk ist noch einmal unterteilt in weitere Gewerke. Fragen Sie einmal einen Planer, der mit solchen Großprojekten im In- und Ausland Erfahrungen hat

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Hermann Rampf

Punkt eins im Handbuch:

Beraterkosten werden auf 0,1% der Bausumme gedeckelt. Das sind bei einer Milliarde immer noch eine Million.

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Dirk Perschbacher

Reformkommission

Erste Tat, raus mit Ramsauer und den anderen Politclowns, sorry darf man ja nicht sagen, sonst gibt's kein Abendessen. Jeder Betrieb, der eine etwas höhere Investition plant, hat Fachleute oder holt sie sich, lässt einen Anforderungskatalog und Pflichtenheft erstellen. Projektplan mit Milestones, Controlling, etc. Ganz lapidare Sachen, welche tagtäglich so gemacht werden. Nur unsere öffentliche Hand incl. Politiker hat das nicht nötig und ersetzt diese Standards durch Filz und Seilschaften. Lasst die "Macher" an den Kosten partizipieren und schon fuktioniert das ;-)

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Gerold Keefer

Klingt schwer nach "brutalst möglicher Aufklärung" :-)

Ein ähnliches "Buch" hat der Bund übrigens mal vor Jahren als "V-Modell - Vorgehensmodell zur Planung und Durchführung von IT-Vorhaben - Entwicklungsstandard für IT-Systeme des Bundes" erstellen lassen. Das einzige, was sich dadurch verbessert hat, waren die Umsätze der beteiligten Beratungsunternehmen ...

Entscheidend für Erfolg oder Mißerfolg eines Projekt ist der gut oder schlechte Geist von dem sich die Beteiligten leiten lassen. Werden Eigenutz über Gemeinnutz, Politik über Kompetenz und Wunschdenken und windige Versprechen über Zuverlässigkeit und Realismus gestellt, wie es bei deutschen Großprojekten regelmäßig der Fall ist, wir es schief gehen.

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Hermann Rampf

Diese Idee ist so naheliegend,...

...daß es unglaublich wäre, wenn ein solches Handbuch oder zumindest Checklisten nicht längst existierten. Jeder Private führt (einfache) Checklisten aller Art, die ich mal als wesentliche Grundlage von Handbüchern bezeichnen würde.
zB. Kontoführung, Reiseplan, Einkaufszettel, Adressbücher....

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Renate Simon
Renate Simon (-simon-) - 19.03.2013 01:00 Uhr

In zwei Jahren ein Handbuch für Großprojekte

Die zwei Jahre müssen wir natürlich der Bauzeit hinzurechnen, ist doch klar. Aber was macht z.B. Mehdorn bis dahin? Hätte man mit seiner Anstellung da nicht lieber warten sollen *g*?

Ist von Ramsauer eigentlich schon mal ein verwertbarer Vorschlag gekommen, mir fällt grad keiner ein. Ach es heißt ja, Müllers Mühlen mahlen langsam oder wie war das...

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Jörg Feller

Gibt es schon eine erste Kostenschätzung für das Handbuch?

...

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Klaus Letis

Ganz einfach: ERST Planen, dann Bauen.

Und wenn später iregend welche Politiker ihre neuen Bekanttschaften versogen wollen, einfach kraftig auf die Finger hauen.

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Klaus Demota

Erinnert mich irgendwie...

...an diese schönen Beamtengeschichten: 2 auf dem Flur, Prüfung gehobener und höherer Dienst, der Neue, starker Kaffee usw usw.

Das Handbuch muss auf jeden Fall veröffentlicht werden. Vermutlich selten so gelacht.

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Georg Schuster
Georg Schuster (amwald) - 18.03.2013 20:52 Uhr

experten?? wie ex-mp roland koch??

außer dass koch der fa. bilfingerberger als politischer türöffner dienen soll, hab ich bis heute keine erklärung, was den "kochlöffel" prädestininierte als vorstandsvorsitzender beim größten deutschen baukonzern (hochtief ist bekanntlich mehrheitlich im besitz des präsidenten von real madrid) zu fungieren.
er könnte allenfalls den rat aus seinem firmenbackoffice in die komission einbringen, dass politiker grundsätzlich aus entscheidungsgremien von großprojekten ferngehalten werden müssen.
wobei er damit seinem firmeninteresse schadet, aus einem projekt nach auftragserteilung sich die wurst aufs brot via abkochen der politischen auftraggeber noch dazu zu verdienen.

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Rainer Daeschler
Rainer Daeschler (rdae) - 18.03.2013 20:16 Uhr

Froschkommission

Ich habe hier eher den Eindruck, die Frösche bilden eine Trockenlegungskommission für Sümpfe.

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Conrado Laux West

Ramsauer, geht es noch ?

Eins weiß ich, der Ramsauer hat keine Ahnung, von Nichts! Nur Nebelkerzen, um mal wieder ... Kompetenz zu zeigen.
Großprojekte ja, aber ohne Politiker.
Auch OHNE diese Regierung MERKEL !!!

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M Halblaub
M Halblaub (MHalblaub) - 18.03.2013 19:19 Uhr

§ 1 Politik, Verbände und Bürger dürfen Vorschläge für mögliche Großprojekte machen.

§ 2 Die Bürger stimmen über Vorschlag und Varianten ab.

§ 3 Politiker sind von jedweder Planung ausgeschlossen. Sie moderieren höchstens sich widersprechende Bürgerinteressen.

§ 4 Es gibt eine Blacklist für Politiker, die nicht einmal in die Nähe von Großprojekten kommen dürfen:
- Peter Ramsauer
- Klaus Wowereit
- ...

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Guido Wirtz

Ein Handbuch für Großprojekte also. Für öffentlichen Planer? Oder für Politiker?

Die Naivität hinter diesem Projekt ist schon beeindruckend. Ein Handbuch soll die Probleme miliardenschwerer Projekte ausmerzen.

Davon abgesehen: Wie sollen Großprojekte einigermaßen reibungslos durchgezogen werden, wenn hinter vielen Projekten nicht die Abwägung von Kosten und Nutzen steht sondern politische Ambitionen, die nicht nach Sinn und Machbarkeit fragen? Um diese politischen Ambitionen nicht nicht am fehlenden Kleingeld auflaufen zu lassen, ist eine völlig unrealistische Kostenplanung unabdingbar. Wenn dann noch laufende Änderungen notwendig werden, weil man absehbare Probleme bewusst ignoriert hat, dann fehlt nur noch die laxe Projektkontrolle durch Aufsichtsräte, die ohne Ansehen ihrer Befähigung politisch besetzt werden. Welche Expertise haben z.B. ein Ministerpräsident oder ein regierender Bürgermeister für einen Controllerjob? Von der fehlenden Zeit ganz zu schweigen.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.03.2013 08:42 Uhr
Gerhard Katz

Politiker können alles!

Deshalb kann ein homo polticus auch in sämtlichen ministrablen Fachgebieten eines Regierungsapparates tätig sein. Von Gesundheit über Finanzen bis Verteidigung.

Sie müssen nur die Phrasen und Worthülsen jeweils etwas anpassen.

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Christian Bickel

Terminus Technicus: Lametta

"Ein Mitglied des Aufsichtsgremiums sagte dem Spiegel, Stadt, Region und Land müssten die Rechnung für diese Sonderwünsche mit begleichen: Wer Lametta will, muss es auch bezahlen." Das schönste Lametta hat sich bekanntermaßen Kurt Beck geleistet: ICE Haltestelle Montabaur. Angeblich hat dieser positive Effekte, aber liegt auch nicht im Interesse der Bahn. Lametta sollte nicht von der Bahn gebaut werden, dann braucht sie auch nicht den Kopf dafür hinzuhalten.

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fred meier
fred meier (Sikasuu) - 18.03.2013 21:53 Uhr

Die Naivität hinter diesem Projekt ist schon beeindruckend.

Das ist doch serh ungerecht, diese Abwertung.
.
Die Kommission wird ganz einfach und modern Vorgehen:
.
1. Die lassen sich das Inhalteverzeichniss der Internets ausdrucken.
.
2. Streichen dort die wichtigsten Beiträge zu dem Thema an.
.
3. Lassen sich die übersetzen
und tippen
.
4. die Stellen daraus ab die für deutsche Großprojekte wichtig sind.
.
Und schon klappt es auch mit dem Handbuch und den Großprojekten.
Steht doch alles im Netz, man muss es bloß finden
.
Meint
Sikasuu
.
Ps. zwei Jahre braucht man dazu schon. Das o.a. Inhaltsvereichniss ist ja recht groß.
Passt also zum Thema Großprojekte! Was Ramsauer anfängt wird auch was.
.
Er hat hoffentlich den Etat/Zeitrahmen dieses Projektes so flexibel geplant, das Kostensteigerungen /Zeitüberschreitungen abgefangen werden können.Rein wirtschaftlich ist da Projekt bis wenigstens 500Mio.€ rentabel, wenn es damit gelingt die Kostensteigerung b.b. von S21/BER usw.... zu erklären.

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Closed via SSO
Björn Hiemer (bhiemer) - 18.03.2013 18:45 Uhr

Siebzig Jahre Großprojekte, und keiner weiß, wo er hingucken muss

Das ist eben das Problem bei Großprojekten. Entweder, man beschäftigt jemanden mit Expertise. Oder, man nörgelt eben alle anderen raus, wie in Berlin ja sozusagen unumgänglich. Einen Plan für ein Großprojekt... herrje, das hätte alle Beteiligten überfordert. Weil ja auch nur Dummköpfe am Werk, Politiker eben.

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Closed via SSO

Und wenn ich sonst dann nichts mehr weiss....

....dann gründen wir 'nen Arbeitskreis.

Herr Ramsauer ist der Inbegriff des kreativen Verwaltungswallachs. Das genau sind die Menschen, die meinen uns regieren zu müssen. Diese Typen haben mich schon auf dem örtlichen Landratsamt geärgert, nun sind sie in Berlin angekommen. Und das schlimme ist, sie verdienen für ihre schlechte Leistung auch noch Geld.

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18.03.2013, 15:19 Uhr

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Von Patrick Bernau

Helmpflicht auf E-Bikes, Null Promille am Steuer, kein Fleisch auf dem Teller! Wer als Politiker bekannt werden will, muss neue Regeln erfinden oder neue Verbote fordern. Gut ist das nicht. Mehr 12 30


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