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Inflation Die Preise steigen - die Verbraucher leiden

14.03.2008 ·  Die Verbraucherpreise sind im Februar auf Jahressicht um 2,8 Prozent gestiegen. Vor allem Lebensmittel, Energie und Bildung wurden teurer. Trotz des Aufschwungs und höherer Einkommen können sich die Bürger deshalb immer weniger leisten, wie aus einem Zeitungsbericht hervorgeht.

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Die Verbraucherpreise sind im Februar auf Jahressicht um 2,8 Prozent gestiegen. Gegenüber dem Vormonat Januar habe die Teuerungsrate 0,5 Prozent betragen, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit. Es bestätigte damit die vorläufigen Zahlen vom 29. Februar. Im Januar hatte die Teuerungsrate auf Jahressicht ebenfalls bei 2,8 Prozent gelegen.

Die hohe Teuerungsrate im Februar 2008 ist wesentlich von deutlich gestiegenen Preisen für Energie geprägt. Die Preise für leichtes Heizöl stiegen im Jahresvergleich um 32,9 Prozent, Kraftstoffe wurden rund 11,8 Prozent teurer. Strom verteuerte sich um 7,1 Prozent. Ohne Einrechnung der Preisentwicklung für Mineralölprodukte hätte die Teuerungsrate bei 2,3 Prozent gelegen.

Höchster Preisanstieg im Bildungswesen

Die Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke erhöhten sich im Februar 2008 gegenüber Februar 2007 im Schnitt um 7,4 Prozent. Die deutlichsten Teuerungen waren mit fast 23,7 Prozent bei Milchprodukten und Eiern zu beobachten. Nach der erheblichen Preiserhöhung im Vorjahr kostete Butter allerdings 3,4 Prozent weniger als im Vormonat, seit Dezember 2007 sind die Butterpreise um 13,7 Prozent gesunken. Dafür wurde Margarine 6,2 Prozent teurer. Eine Preissteigerung von 6,3 Prozent gab es auch bei Schokoladentafeln nach relativer Preisstabilität in den Jahren 2006 und 2007. Gemüse wurde 1,7 Prozent billiger.

Den höchsten Preisanstieg gab es im Bildungswesen, wo sich die Einführung der Studiengebühren in einigen Bundesländern in einer Teuerungsrate von 34,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat niederschlug.

Deutsche können sich vor ihrem Einkommen weniger leisten

Der starke Preisanstieg ist laut einem Zeitungsbericht auch mitverantwortlich dafür, dass sich die Bundesbürger trotz des Wirtschaftsaufschwungs von ihrem Einkommen immer weniger leisten können. Das gehe aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP-Fraktion hervor, heißt es in dem Bericht. Demnach ist das Nettoeinkommen eines durchschnittlichen Arbeitnehmerhaushalts in den vergangenen drei Jahren deutlich langsamer gestiegen als die Teuerungsrate. Die Kaufkraft der Haushalte sei also stetig gesunken - obwohl die Bundesregierung zuletzt beteuerte, dass der Aufschwung auch bei den
normalen Menschen angekommen sei.

Der Abwärtstrend bei den preisbereinigten Nettoeinkommen hat sich laut dem Bericht zuletzt sogar noch verstärkt: Konnte sich eine Familie mit zwei Kindern 2004 immerhin noch 0,4 Prozent mehr für ihr Geld leisten als ein Jahr zuvor, so nahm ihre Kaufkraft in den beiden Folgejahren um jeweils 1,1 Prozent und 2007 sogar um 1,3 Prozent ab. Ähnlich sehe es bei einem ledigen Arbeitnehmer ohne Kinder aus.

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