Home
http://www.faz.net/-gqg-797kt
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Im Namen des Verbraucherschutzes EU verbannt Olivenöl-Kännchen

Die Angelegenheit sei nicht lustig, sondern wichtig für den Verbraucherschutz, sagt ein Sprecher der EU-Kommission: Ab 2014 will die Behörde Olivenöl-Kännchen aus Restaurants verbannen - aus hygienischen Gründen.

© dpa Vergrößern Bald verboten: Kännchen mit Olivenöl auf dem Tisch eines französischen Restaurants

In den Restaurants der EU-Staaten darf künftig kein offenes Olivenöl mehr auf den Tischen stehen. Ein entsprechendes Verbot der EU-Kommission soll vom 1. Januar 2014 gelten, sagte ein Sprecher der Kommission. Offene Karaffen mit Olivenöl seien dann streng verboten: Olivenöl müsse stets in einem „besonders verschlossenen und nicht wieder auffüllbaren Gefäß“ auf dem Tisch stehen.

Dies soll dem Verbraucherschutz dienen: Damit werde  sichergestellt, dass der Restaurantkunde kein minderwertiges Öl  angedreht bekomme, sagte der Sprecher, der auch auf  Hygiene-Probleme hinwies. Für ebenfalls auf Gasthaustischen zu  findende Essigkaraffen, Tabascoflaschen oder Salzstreuer gibt es  jedoch keine Regelung.

Die Neuregelung ist Teil eines Aktionsplans der EU, um das Image von europäischem Olivenöl bei Verbrauchern zu fördern - die Europäische Union ist größter Hersteller, Konsument und Exporteur von Olivenöl der Welt. Demnach müssen auf Olivenölflaschen generell Herkunft und Art des Produkts künftig besser und lesbarer ausgezeichnet werden. Die Bestimmungen passierten in dieser Woche ein Expertengremium der EU-Mitgliedstaaten, von denen sich eine Mehrheit dafür aussprach. Die Kommission bekam somit grünes Licht, ihre Pläne umzusetzen.

Während der Kommissionssprecher von einer „guten Nachricht für die Verbraucher“ sprach, kam deutliche Kritik aus dem deutschen Verbraucherministerium. „Deutschland hatte aus guten Gründen gegen die Pläne der EU-Kommission gestimmt“, sagte ein Sprecher. Es sei zu befürchten, dass die Regelung vor allem zu mehr Abfall von Lebensmitteln und von Verpackungen führen werde.

Die Kommission sei von einer Mehrheit der Mitgliedstaaten gebeten worden, sich mit den offenen Olivenölfläschchen oder -karaffen zu befassen und diese Frage zu regeln, sagte der Sprecher der EU-Behörde. Er sagte nicht, um welche Länder es sich handelt. Restaurantbesucher könnten jedoch ab Jahreswechsel endlich sicher sein, dass in der Flasche auch tatsächlich das Olivenöl sei, welches auf dem Etikett versprochen werde.

Quelle: DPA/AFP

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Bisher keine Strafanzeige Hells Angels halten sich an Symbolverbot

Symbole gelten für Rockergruppen wie die Hells Angels als Zeichen für Macht und Privilegien. Doch die Symbole sind in der Öffentlichkeit verboten. Bislang präsentieren sich die Rocker in diesem Bereich als brave Jungs. Mehr

07.12.2014, 09:05 Uhr | Rhein-Main
Thomas de Maizière verbietet ’Islamischen Staat’

Die Terrororganisation sei eine Bedrohung auch für Deutschland, sagte der Bundesinnenminister am Freitag in Berlin und hat mit sofortiger Wirkung Aktivitäten der Terrorgruppe Islamischer Staat verboten. Mehr

12.09.2014, 12:15 Uhr | Politik
CDU Verschleierte Antwort auf Burka-Antrag

Die Frankfurter CDU kämpft gegen eine Vollverhüllung von Frauen. Sie müsse per Gesetz verboten werden, fordert der Kreisvorsitzende. Doch die Bundespartei will sich in Köln nicht festlegen. Mehr Von Tobias Rösman

10.12.2014, 09:05 Uhr | Rhein-Main
Katze gekocht, frittiert oder gebraten

Katzenfleisch und dazu ein Bier, so lassen es sich manche Vietnamesen im Restaurant gut gehen. Offiziell ist es verboten, Katzenfleisch als Essen anzubieten, doch die Behörden schreiten offenbar nicht ein. Mehr

28.07.2014, 13:25 Uhr | Gesellschaft
Unerlaubte Preisabsprachen Millionen-Kartellbuße gegen Briefumschlag-Hersteller

Unerlaubte Zusammenarbeit von Firmen ist in Europa verboten. Denn solche Kartelle treiben die Preise in die Höhe. Wer dennoch kungelt, muss mit Bußgeldern rechnen. Nun geht die EU-Kommission gegen vier Hersteller von Briefumschlägen vor. Mehr

11.12.2014, 13:04 Uhr | Wirtschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 17.05.2013, 15:13 Uhr

Bescherung im Bundesrat

Von Heike Göbel

Die jüngsten Beschlüsse im Bundesrat bringen den Ländern mehr Geld. Für den Bund ist das nicht so gut. Mehr


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Grafik des Tages Lehrer und Schüler sind zufrieden mit der Computerausstattung an Schulen

Lehrer und Schüler sind eigentlich zufrieden mit ihrer Internet- und Computer. Doch welche Gruppe ist kritischer mit der Ausstattung? Mehr 1

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden