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Im Gespräch: Gerd Sonnleitner vom Bauernverband „Bauern können wieder bessere Preise durchsetzen“

 ·  Die Bauern dürfen sich freuen sich: Diesen Mittwoch beginnt nicht nur der Bauerntag in Berlin - sie erhalten auch weiter Staatshilfen. Bauernpräsident Sonnleitner verteidigt dies und lobt die Klimavorteile einer 8000-Liter-Kuh.

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Harry LeRoy
Harry LeRoy (Cimon) - 03.07.2010 17:33 Uhr

Ackerbau und Viehzucht sind nicht das Bankgewerbe!

Im Hinblick auf die Landwirtschaft sollte sich der Staat keinesfalls dieselbe Nachlässigkeit und Gleichgültigkeit erlauben, wie er dies beispielsweise im Finanz- und Bankengewerbe getan hat! Denn einen Zusammenbruch des Weltfinanzmarktes übersteht der Staat ohne Mühen, doch ein Zusammenbruch des Agrarmarktes dagegen nicht; noch heute zeugt der Fall des Alten Reiches in Ägypten davon, was einer Gesellschaft widerfährt, die ihre Menschen nicht mehr ernähren kann. Es ist also unter allen Umständen darauf zu achten, dass die lebensnotwendigen Agrarprodukte möglichst im Land hergestellt werden, dass die Bauern einen Nettoverdienst von Facharbeitern haben und das hiesige Kulturland erhalten bleibt. Denn im Bezug auf Ackerbau- und Viehzucht sollte man sich nicht von den einfältigen Freihandels- und Marktdemagogen leiten lassen, denn hierin gibt es keine Gegenmittel mehr, wenn einmal die Versorgung zusammengebrochen ist; auch kann man das verwilderte Kulturland, die fehlenden Arbeitskräfte und Maschinen nicht von heute auf morgen wieder ersetzen, sollte man auf dem Weltmarkt keine Agrarprodukte mehr erwerben können. Die Landwirtschaft ist zu wichtig für Überleben und Wohlfahrt des Staates als dass man sie dem Markt überlassen könnte!

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