http://www.faz.net/-gqe-8f92i
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
F.A.Z.-Index -- --
DAX ® -- --
Dow Jones -- --
EUR/USD -- --

Veröffentlicht: 28.03.2016, 19:00 Uhr

F.A.Z. exklusiv Ökonomen sprechen sich für Erhalt des Bargelds aus

Einschränkungen in der Bezahlung mit Bargeld werden kritisch gesehen. Grund ist vor allem die Sorge vor einem staatlichen Machtmissbrauch.

von
© dpa Seit Wochen diskutieren Politik und Wirtschaft über Erhalt oder Beschränkung des Bargeldes.

Die deutschen Volkswirtschaftsprofessoren sind mehrheitlich gegen Einschränkungen von Barzahlungen. Dies ergab das Ökonomenpanel, eine Umfrage des Ifo-Instituts in Zusammenarbeit mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Demnach äußerten 54 Prozent der teilnehmenden 185 Professoren, Barzahlungen sollten nicht eingeschränkt werden. 44 Prozent befürworteten eine Obergrenze. 2 Prozent sprachen sich für eine vollständige Abschaffung des Bargelds aus.

Philip Plickert Folgen:

In Kommentaren äußerten viele den Verdacht, dass mit Einschränkungen für Bargeld die Kontrolle des Staates auch über rechtstreue Bürger ausgeweitet werde. Es drohe Machtmissbrauch. Einige Ökonomen äußerten aber auch Verständnis für den Vorstoß des Bundesfinanzministeriums für eine Obergrenze. Dadurch würden zwar kriminelle Geschäfts nicht verhindert, doch wäre die Aufdeckung und Beweissicherung leichter. Die Mehrheit der Professoren hält als Folge von Bargeld-Einschränkungen wirtschaftliche Nachteile für realistisch. 54 Prozent erwarten geringe oder starke ökonomische Nachteile, 21 Prozent dagegen geringe wirtschaftliche Vorteile, 2 Prozent sehen sogar starke Vorteile.

Mehr zum Thema

F.A.Z. Mehr dazu in der F.A.Z. vom 29.03.2016. Am Vorabend schon in der F.A.Z. -App und als E-Paper.

Die Ansichten, welche Motive hinter der von der Europäischen Zentralbank (EZB) geplanten Abschaffung des 500-Euro-Scheins stehen, sind gespalten. 40 Prozent der antwortenden Wirtschaftsprofessoren glauben an die offizielle Begründung, dass dieser Schritt dazu diene, gegen Kriminelle vorzugehen. 20 Prozent hingegen sagen, die Abschaffung der höchsten Banknote diene dazu, "um Spielraum für höhere Strafzinsen auf Einlagen der Banken bei der Notenbank zu gewinnen". 20 Prozent sagen, dass beide Motive hinter dem Vorhaben stehen.

Quelle: F.A.Z.

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Wider die Fremdbestimmung Wir brauchen ein Digitalgesetz

Digitalkonzerne streben nach Profit und scheren sich nicht um Rechtsordnungen. Damit dürfen wir uns nicht abfinden. Es ist nicht zu spät, Freiheit und Grundrechte gegen die Digitalisierer zu verteidigen. Ein Vorschlag. Mehr Von Markus Runde

22.08.2016, 16:07 Uhr | Feuilleton
Ein Jahr Flüchtlingskrise Im Land der Helfer

Sie sind die Dienstleister der Kanzlerin: Ehrenamtliche, die seit einem Jahr Fulltime arbeiten. Doch was wird, wenn bald nichts mehr zu tun ist? Mehr Von Ralph Bollmann und Jenni Thier

24.08.2016, 12:56 Uhr | Wirtschaft
Baden-Württemberg Die seltsamen Geheimabsprachen von Grün-Schwarz

Dass Grüne und CDU im Südwesten keine Wunschehe bilden, war von Beginn an klar. Die Bruchlinien treten nun in der Diskussion um geheime Absprachen auf. Um einen Streit zu vermeiden, hat man unliebsame Projekte nur im Geheimen geregelt. Mehr Von Rüdiger Soldt, Stuttgart

22.08.2016, 13:23 Uhr | Politik
Wolfsburg VW einigt sich mit Lieferanten

Der Streit zwischen Volkswagen und zwei Lieferanten der Prevent-Gruppe ist nach einem Verhandlungsmarathon beigelegt. VW hat mitgeteilt, dass die betroffenen Standorte nun schrittweise die Wiederaufnahme der Produktion vorbereiten würden. Über weitere Inhalte der Einigung sei Stillschweigen vereinbart worden. Mehr

23.08.2016, 19:29 Uhr | Wirtschaft
Deutschland im Ernstfall Das sind Details des neuen Zivilschutz-Konzepts

Die Bundesregierung fordert zum Hamstern auf, heißt es jetzt. Doch im neuen Zivilverteidigungskonzept steht noch viel mehr drin. Etwa zu einer möglichen Wiedereinführung der Wehrpflicht. Mehr Von Thomas Gutschker

22.08.2016, 12:12 Uhr | Politik

r>g

Von Patrick Bernau

Die Reichen werden immer reicher, die Armen immer ärmer. Was für ein Unsinn. Mehr 2 26

Abonnieren Sie den Newsletter „Wirtschaft“

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden

Grafik des Tages Welches Land wirtschaftet am besten?

Deutschland erzielt im ersten Halbjahr einen stattlichen Haushaltsüberschuss. Das können auch andere Länder. Mehr 1