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Risikoabsicherung

Ideen der Grünen Heute schon was verboten?

Nachtflugverbot, Tempolimit und weg mit den Heizpilzen: Michael Fuchs sammelt Verbotsideen der Grünen. Der Fraktionsvize der CDU empört sich besonders über das donnerstägliche Fleischverbot.

© F1online Vergrößern Du sollst nicht ...den Fischen die Nachtruhe rauben

Unsere Vorfahren waren bekanntlich Jäger und Sammler. Viele Politiker sind es noch heute. Die Wahlkampfsaison ist einziges Halali, und Michael Fuchs hat sich derweil aufs Sammeln verlegt, genauer aufs Sammeln grüner Verbotsideen. Irgendwann fiel dem Fraktionsvize der CDU auf, dass manch ein Grüner am liebsten bis in den Fuchsschen Kühlschrank im schönen Koblenz hineinregieren möchte - was ihn auf die Palme bringt. Nun muss man fairerweise sagen, dass auch nichtgrüne Politiker gerne mal was verbieten. Doch Fuchs’ Grünen-Liste ist inzwischen wirklich imposant.

Los geht’s mit dem im Wahlprogramm festgehaltenen Nachtflugverbot sowie dem Verbot, auf Autobahnen schneller als 120 Kilometer in der Stunde zu fahren und auf zweispurigen Landstraßen mehr als 80. Überall dort, „wo sie es wollen“, sollen die Kommunen zudem das Fahren jenseits der 30 Kilometer in der Stunde verbieten dürfen. Das baden-württembergische Nachtangelverbot, also die Nachtruhe für Fische, haben die Grünen zwar nicht erfunden, wollen es aber behalten. In Sachsen-Anhalt haben sie sich den Kampf gegen die Lichtverschmutzung (nein, kein Tippfehler) auf die Fahnen geschrieben.

Zirkustiere, Heizpilze und Zigarettenautomaten

Die „exzessive Zunahme künstlichen Lichts“ habe negative Auswirkungen auf die nachtaktive Tierwelt, den Tag-Nacht-Rhythmus des Menschen und „die Sichtbarkeit des Sternenhimmels“. Auch in Hannover wollten die Grünen schon mal Straßenlaternen abschalten. Im Bundestag wiederum versuchten sie, Roller mit Verbrennungsmotoren zu verbieten, während der damalige Grünen-Fraktionschef Fritz Kuhn ein Werbeverbot für Geländewagen vorschlug. Eine Gruppe grüner Bundestagsabgeordneter erkundigte sich zudem bei der Regierung, ob diese nicht Weichmacher in Sexspielzeug verbieten wolle.

Ebenfalls weg sollen: Zirkustiere, Heizpilze und Zigarettenautomaten. „Was nicht ins Weltbild passt, verbieten“, nennt Fuchs das. Nun wird ja nichts so heiß gegessen wie gekocht, aber auch diese Plattitüde ist vermintes Gebiet, denn was gekocht wird, möchten manche Grüne gerne mitbestimmen: „Im Sinne des Klima- und Tierschutzes unterstützen wir einen fleischlosen Tag in der Woche“, verkünden etwa SPD und Grüne in Rheinland-Pfalz in ihrem Koalitionsvertrag. Anderswo gibt es, meist auf grünes Drängen hin, die Initiative fleischloser Donnerstag schon.

Das donnerstägliche Fleischverbot

Im nordrhein-westfälischen Meerbusch allerdings mussten die Grünen eine heftige Niederlage hinnehmen. Die Fleischesser der anderen Parteien metzelten ihren Antrag auf ein donnerstägliches Fleischverbot in Kitas und Schulen nieder. „Der mündige Bürger darf nicht mal mehr frei entscheiden, wann und ob er überhaupt ein vegetarisches Gericht essen möchte“, empört sich Fuchs. „Nein, es wird ihm vorgeschrieben. Die Frage, ob das Fleisch vom regionalen Bauern besser oder schlechter ist als die eingeflogene Kiwi aus Übersee, sollen die Grünen selbst beantworten.“

Donnerstag sollte man als Vegetarier wohl besser nicht mit Herrn Fuchs essen gehen. Womit wir doch wieder irgendwie beim Jagen wären.

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Quelle: F.A.Z.

 
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