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Haushalt : So unwahrscheinlich ist Trumps Wachstums-Erfolg

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Gerade in Belgien gelandet: Donald befindet sich auf seiner ersten Auslandsreise und ist nun in Europa. Bild: AFP

Donald Trump will Steuern senken und den Haushalt ausgleichen. Damit das klappt, muss Amerikas Wirtschaft schneller wachsen. Wie unwahrscheinlich das ist, hat ein Ökonom nun nachgerechnet.

          Die Wirtschaftspläne des amerikanischen Präsidenten Donald Trump basieren auf einer zentralen Annahme: höherem Wirtschaftswachstum. Das Bruttoinlandsprodukt der größten Volkswirtschaft der Welt werde langfristig um 3 Prozent pro Jahr wachsen, darauf setzt der frühere Immobilienunternehmer. Sein gerade eingebrachter erster Haushaltsentwurf beispielsweise hängt ganz wesentlich davon ab.

          Von den vorgesehenen staatlichen Ausgabenkürzungen von (brutto) 4,3 Billionen Dollar über die kommenden zehn Jahre sollen sich mehr als 2 Billionen alleine dadurch ergeben, dass die Wirtschaft schneller wächst. Nur aufgrund dieser Annahme ergibt sich aus Trumps Haushaltsplanung auch die Möglichkeit, das Budget in zehn Jahren auszugleichen, also jene berühmte schwarze Null zu erreichen, die der deutsche Staat derzeit schafft.

          Das Problem dabei ist: Fachleute halten diese Annahme für ziemlich unrealistisch. Die Fachleute des anerkannten parteiunabhängigen Congressional Budget Office etwa sagen eine langfristige Wachstumsrate von 1,9 Prozent voraus. Eine regelmäßig erhobene Umfrage unter Spitzenökonomen in amerikanischen Unternehmen (Blue Chip survey) ergibt eine langfristiges Wirtschaftswachstum von 2 Prozent.

          Trump ist optimistischer andere Präsidenten

          Nicht auszuschließen ist natürlich, dass die Fachleute daneben liegen werden und dass Trumps Annahme eintrifft. Allerdings: Eine solche Abweichung zwischen der Vorhersage der Profis und der offiziellen Prognose des Weißen Hauses hat es in allen 24 Haushaltsentwürfen der drei amerikanischen Präsidenten Bill Clinton, George W. Bush und Barack Obama nicht gegeben, hat der Ökonom Jason Furman nachrecherchiert.

          Furman war Wirtschaftsberater Obamas und forscht nun für die Denkfabrik Peterson Institute for International Economics in New York. „Tatsächlich ist der Optimismus in der Vorhersage der Trump-Regierung verglichen mit dem Blue Chip größer als der jeder anderen Administration mindestens seit dem Jahr 1984“, schreibt Furman (hier geht es zu seiner Analyse, auf Englisch) – damals war Ronald Reagan amerikanischer Präsident.

          Der Ökonom hat nun zusätzlich eine umfangreiche eigene Analyse angestellt darüber, ob und wie die amerikanische Wirtschaft langfristig jedes Jahr um durchschnittlich 3 Prozent größer werden kann. Er hat dafür 10 Millionen Simulationen durchgeführt, um eine mögliche Bandbreite für die Wachstumsrate zu ermitteln. Dafür hat er Faktoren wie historische Produktivitätszuwächse, geleistete Arbeitsstunden pro Arbeitnehmer und die Erwerbsbeteiligung vielfältigst miteinander kombiniert.

          Im Mittel hat er eine Wachstumsrate von 1,8 Prozent herausbekommen. Zugleich liegen neunzig Prozent seiner Simulationsergebnisse im Bereich zwischen 0,7 und 3 Prozent – Trumps Annahme liegt also ziemlich am Rand der möglichen Ereignisse.

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