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Handelsstreit China will mit EU wegen Strafzöllen verhandeln

 ·  Die Billigimporte von chinesischen Solarmodulen nach Europa sorgen weiter für Ärger zwischen den Handelspartnern. Die EU droht China mit Strafzöllen. Jetzt will China direkte Verhandlungen mit der EU-Kommission aufnehmen.

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Der Streit über billige Solarimporte zwischen China und der Europäischen Union sorgt weiter für Verstimmung zwischen den Handelspartnern. Am Montag will China nun direkte Verhandlungen mit der EU-Kommission über drohende Strafzölle auf chinesische Solarprodukte aufnehmen. Das kündigte Chinas Handelsministerium am Sonntag laut einer Meldung der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua an.

Die EU will Solar-Billigimporten aus China mit einem durchschnittlichen Zollsatz von 47 Prozent belegen. Im Einzelfall sollen die Strafzölle bei bis zu 70 Prozent liegen. Offiziell  verkündet werden sollen die Einführung von Strafzöllen nach Anhörung der EU-Staaten am 5. Juni. Für die chinesische Solarbranche wäre der EU-Markt damit faktisch geschlossen.

Die EU-Staaten führen jährlich aus der Volksrepublik Module im Wert von rund 21 Milliarden Euro ein - die Hälfte der chinesischen Exporte. China ist für die EU nach den Vereinigten Staaten der zweitwichtigste Handelspartner.

Solar, Telekommunikation, Stahl

Ministerpräsident Li Keqiang hatte die EU daher scharf angegriffen. Die Verfahren gegen chinesische Solarprodukte und Telekommunikationsimporte werde europäischen Kunden schaden und könne zu Protektionismus führen, zitierte die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua aus einer Rede Li Keqiang in der Schweiz. „Dem treten wir entschieden entgegen. In der derzeitigen Wirtschaftslage sollen Länder einen stabilen und offenen Handel aufrechterhalten.“ China hatte seinerseits kürzlich eine Anti-Dumping-Untersuchung zu Importen von Stahlrohren aus Europa eröffnet.

Li befindet sich auf seiner ersten Auslandsreise nach der Amtsübernahme im März. An diesem Sonntag ist er zu Gast in Berlin und Brandenburg. Deutschland ist das einzige EU-Land auf der Reiseroute. Zuvor war er in Indien, Pakistan und der Schweiz.

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26.05.2013, 11:24 Uhr

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