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Handelsstreit : China erhebt Strafzölle auf Chemikalien - BASF betroffen

  • Aktualisiert am

China hält die eigene Fahne hoch im Handelsstreit Bild: AFP

Auf zwei Chemikalien erhebt die Volksrepublik ab dem 28. Januar Strafzölle. Betroffen ist auch Branchenprimus BASF. Das Unternehmen hat aber bereits signalisiert, den Zoll zu akzeptieren.

          China hat im schwelenden Handelsstreit mit der Europäischen Union (EU) und den Vereinigten Staaten neue Zölle auf zwei Chemikalien erhoben. Von dem Schritt ist neben den amerikanischen Unternehmen Equistar Chemicals und Eastman Chemical auch der Branchenprimus BASF betroffen.

          China will ab dem 28. Januar auf die beiden Substanzen, die als Lösungsmittel eingesetzt werden, Abgaben zwischen 9,3 und 18,8 Prozent erheben, teilte das chinesische Handelsministerium auf seiner Webseite mitteilte. „In Europa und den Vereinigten Staaten produziertes Glykol und Diethylenglykol werden billig auf den chinesischen Markt gebracht, was der heimischen Industrie erheblichen Schaden zugefügt hat“, begründete das Ministerium den Schritt. Die Zölle sollten über fünf Jahre erhoben werden.

          Strafzölle auch in der Solar- und Autobranche

          China auf der einen Seite sowie die Vereinigen Staaten und die EU auf der anderen Seite werfen sich gegenseitig Protektionismus vor und haben in den vergangenen Jahren immer wieder Strafzölle in verschiedenen Bereichen wie der Solar- oder Autobranche erhoben. Die Volksrepublik hat beispielsweise Anti-Dumping-Zölle auf Autoimporte aus Amerika erhoben, die Vereinigen Staaten wiederum verlangen hohe Abgaben auf Stahltürme für Windkraftanlagen aus chinesischer Produktion. Auch die Welthandelsorganisation WTO wurde in dem Streit bereits eingeschaltet.

          In dem Fall der zwei Chemikalien hat sich BASF bereits entschieden, die Zölle zu akzeptieren. Der Konzern schaltete sich nicht groß in das Verfahren ein, das zur Entscheidung über die Strafzölle führte. „Wir nehmen Anti-Dumping-Verfahren sehr ernst und sind bemüht, entsprechende Vorwürfe zu entkräften“, erklärte eine Sprecherin. BASF zufolge ist das aber stets mit einem hohen Personal- und Kostenaufwand verbunden, was nicht bei allen Produkten Sinn ergebe.

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