Home
http://www.faz.net/-gqe-761j2
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
CIO View

Handelsstreit China erhebt Strafzölle auf Chemikalien - BASF betroffen

Auf zwei Chemikalien erhebt die Volksrepublik ab dem 28. Januar Strafzölle. Betroffen ist auch Branchenprimus BASF. Das Unternehmen hat aber bereits signalisiert, den Zoll zu akzeptieren.

© AFP China hält die eigene Fahne hoch im Handelsstreit

China hat im schwelenden Handelsstreit mit der Europäischen Union (EU) und den Vereinigten Staaten neue Zölle auf zwei Chemikalien erhoben. Von dem Schritt ist neben den amerikanischen Unternehmen Equistar Chemicals und Eastman Chemical auch der Branchenprimus BASF betroffen.

China will ab dem 28. Januar auf die beiden Substanzen, die als Lösungsmittel eingesetzt werden, Abgaben zwischen 9,3 und 18,8 Prozent erheben, teilte das chinesische Handelsministerium auf seiner Webseite mitteilte. „In Europa und den Vereinigten Staaten produziertes Glykol und Diethylenglykol werden billig auf den chinesischen Markt gebracht, was der heimischen Industrie erheblichen Schaden zugefügt hat“, begründete das Ministerium den Schritt. Die Zölle sollten über fünf Jahre erhoben werden.

Strafzölle auch in der Solar- und Autobranche

China auf der einen Seite sowie die Vereinigen Staaten und die EU auf der anderen Seite werfen sich gegenseitig Protektionismus vor und haben in den vergangenen Jahren immer wieder Strafzölle in verschiedenen Bereichen wie der Solar- oder Autobranche erhoben. Die Volksrepublik hat beispielsweise Anti-Dumping-Zölle auf Autoimporte aus Amerika erhoben, die Vereinigen Staaten wiederum verlangen hohe Abgaben auf Stahltürme für Windkraftanlagen aus chinesischer Produktion. Auch die Welthandelsorganisation WTO wurde in dem Streit bereits eingeschaltet.

Mehr zum Thema

In dem Fall der zwei Chemikalien hat sich BASF bereits entschieden, die Zölle zu akzeptieren. Der Konzern schaltete sich nicht groß in das Verfahren ein, das zur Entscheidung über die Strafzölle führte. „Wir nehmen Anti-Dumping-Verfahren sehr ernst und sind bemüht, entsprechende Vorwürfe zu entkräften“, erklärte eine Sprecherin. BASF zufolge ist das aber stets mit einem hohen Personal- und Kostenaufwand verbunden, was nicht bei allen Produkten Sinn ergebe.

Quelle: Reuters

 
()
Permalink

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Provinz Shandong Toter bei Explosion in chinesischer Chemiefabrik

In der ostchinesischen Stadt Huantai ist mindestens ein Mensch bei einer Explosion in einem Chemiewerk getötet worden. Die Detonation sei auch in zwei Kilometer Entfernung noch zu gewesen spüren, heißt es. Es soll mindestens neun Verletzte geben. Mehr

22.08.2015, 20:09 Uhr | Gesellschaft
Seegebietsstreit China um Entspannung bemüht

Der amerikanische Außenminister John Kerry hat den chinesischen Präsident Xi Jinping getroffen. Kerry erklärte in Peking, er habe die Sorgen der Vereinigten Staaten über den Umfang der chinesischen Territorialansprüche dargelegt. Dabei geht es um Hoheitsrechte im Südchinesischen Meer, unter anderem um die Spratly-Inseln. Mehr

17.05.2015, 11:30 Uhr | Politik
Katastrophe in Tianjin Behörden melden 85 Feuerwehrmänner als vermisst

Tröpfchenweise gibt Chinas Führung Informationen zur Katastrophe in Tianjin preis: Die Art der gelagerten Chemikalien, die tatsächlich im Einsatz gewesenen Feuerwehrmänner. Die Skepsis in der Bevölkerung, ob sie wirklich alles erfährt, wächst. Mehr

16.08.2015, 07:56 Uhr | Gesellschaft
Videografik So funktioniert Fracking

Bei umstrittenen Fracking wird unter hohem Druck ein Gemisch aus Wasser, Sand und Chemikalien in den Boden gepresst, um undurchlässige Gesteinsschichten aufzuspalten und das darin enthaltene Erdgas oder Erdöl zu fördern. Die Bundesregierung will Fracking in Deutschland in unkonventionellen Lagerstätten in Schieferschichten sowie Kohleflözen oberhalb von 3000 Metern grundsätzlich verbieten. Mehr

10.05.2015, 12:44 Uhr | Wirtschaft
Explosionsunglück in Tianjin 23 Verantwortliche festgenommen

Noch immer werden Menschen unter den Trümmer im Hafen der chinesischen Stadt Tianjin vermisst. Die Untersuchungen haben Vetternwirtschaft und Verstöße gegen Sicherheitsvorschriften enthüllt.  Mehr

27.08.2015, 05:52 Uhr | Gesellschaft

Veröffentlicht: 25.01.2013, 14:34 Uhr

Verunsicherung

Von Gerald Braunberger

Geldpolitik und Finanzmärkte gelangen derzeit nicht zu einer übereinstimmenden Interpretation der Wirtschaftslage. Das diesjährige Treffen von Jackson Hole belegte eine nachhaltige Verunsicherung. Mehr 0


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --
Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden

Grafik des Tages Microsoft wächst langsamer als die Konkurrenz

Für Microsoft gab es in dieser Woche Grund zum Feiern. Doch nachdem Apple Microsoft beim Umsatz längst überflügelt hat, kommt nun auch Google näher ran. Mehr 1