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Großprojekte Frankfurt geht in die Breite und in die Höhe

09.10.2007 ·  Nach Jahren der Flaute am Bau strebt Frankfurt wieder in die Höhe. Die Europäische Zentralbank will noch in diesem Monat die Baugenehmigung für ihren neuen Turm am Mainufer beantragen. Und die Messe baut ihre neue Halle 11.

Von Manfred Köhler
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Frankfurt strebt nach Jahren der Flaute am Bau wieder in die Höhe - und im Fall der Messe auch in die Breite: Am Montag legte die Messe Frankfurt GmbH den Grundstein für ihre neue Halle 11. Gemeinsam mit einem neuen Eingangsgebäude wurde die Halle, die auf zwei Stockwerken 23 000 Quadratmeter Ausstellungsfläche bietet, vom Berliner Architektenbüro Hascher Jehle entworfen. Der Komplex soll bis zur nächsten Internationalen Automobil-Ausstellung 2009 fertiggestellt sein und dann, wie die Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) als Aufsichtsratsvorsitzende sagte, von BMW genutzt werden. Roth äußerte zugleich die Hoffnung, vielleicht ließen sich weitere Messen für Frankfurt gewinnen, die Anuga etwa oder die Spielwarenmesse.

Vom zweiten Frankfurter Großprojekt, dem Neubau der Europäischen Zentralbank (EZB), gab es am Montag ebenfalls Neues zu verkünden. Die EZB ließ die Öffentlichkeit wissen, dass sie noch in diesem Monat die Baugenehmigung für den 185 Meter hohen Neubau am Mainufer im Frankfurter Ostend beantragen werde. Direktoriumsmitglied Lorenzo Bini Smaghi lud schon für Oktober 2011 zur Eröffnung des Gebäudes ein, in dem bis zu 1800 Mitarbeiter arbeiten sollen. Das Wiener Architektenbüro Coop Himmelb(l)au hat für den künftigen Sitz der EZB - fernab des Bankenviertels - zwei Doppeltürme entworfen, die durch ein gläsernes Atrium verbunden sind.

Für größere Diskussionen als dieser Entwurf sorgte zuletzt das Vorhaben, die alte Frankfurter Großmarkthalle, die Teil des EZB-Komplexes ist, mit einem Querriegel zu durchstoßen und zwei Anbauten abzureißen. In der 220 Meter langen Halle sollen unter anderem Konferenzräume entstehen. Gegen die Eingriffe in das seit drei Jahren leerstehende Gebäude von 1928 wenden sich die Erben des damaligen Architekten Martin Elsaesser; das Frankfurter Landgericht hat den Streit an den Europäischen Gerichtshof verwiesen. Bini Smaghi äußerte die Hoffnung, es werde zu einer außergerichtlichen Einigung mit den Erben kommen, schließlich gerate das Werk Elsaessers gerade durch die künftige Nutzung wieder ins Rampenlicht. Wenn 2008 die Bauarbeiten wie geplant beginnen, wird es die zweite große Hochhausbaustelle in der Stadt sein - schon im Bau ist der 170 Meter hohe Opernturm in der Innenstadt. Außerdem entstehen über einem neuen Einkaufszentrum an der Hauptwache zwei kleinere Türme.

Quelle: mak./F.A.Z., 09.10.2007, Nr. 234 / Seite 16
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Jahrgang 1961, Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

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