07.02.2013 · Zwei Drittel des EU-Finanzrahmens fließen in die Hilfen für Bauern und die Strukturförderung. Die Sparmaßnahmen indes sollen auch weiter Innovationen treffen. Wer dieses Verhältnis in Brüssel in Frage stellt, erntet meist verständnislose Blicke.
Von Hendrik Kafsack, BrüsselRichtlinien für Lesermeinungen
Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.
Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.
Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.
Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.
Warum will sich die EU eigentlich nicht mit den Bauern anlegen? Sollten die etwa etwas Besseres
... sein als Industriearbeiter oder Bankangestellte? Auch solche Behauptungen wie "... und die Wettbewerbsfähigkeit in Europa fördern. Die Zahlen aber sprechen ein anderes Bild. Weiterhin werden mehr als zwei Drittel des Finanzrahmens von einer Billion Euro in die Hilfen für die europäischen Bauern und die Strukturförderung fließen." Wie man mit Subventionen etwa die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft fördern will, dürfte das Geheimnis europäischer Politik sein. Auch eine Vermischung von Begriffen wie "Hilfen für europäische Bauern" und Strukturförderung dienen nur dazu die Bürger für dumm zu verkaufen. Wer sehen möchte wie eine wettbewerbsfähige Landwirtschaft ohne Subventionen funktioniert braucht sich das nur in Neuseeland anzusehen. Dort kann man eine der leistungsfähigsten Landwirtschaften sehen und die verkauft ihre Produkte erfolgreich am Weltmarkt. Nur die gesamte Landwirtschaft der EU kann das nicht, ob das wohl an den üppigen Subventionen liegt?
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.02.2013 08:50 UhrLesen Sie doch noch mal
Die Förderung der Wettbewerbsfähigkeit meint nicht die
Landwirtschaft, sondern die allgemeine EU-Wettbewerbsfähigkeit. So
wie einst Preussen in Schulen investierte, um seine Bevölkerung
besser auszubilden und damit international wettbewerbsfähig wurde.
Der Artikel sagt, anders als Ihre Lesart, dass das Festhalten an den
Subventionen für die Landwirtschaft genau diese notwendigen
Investitionen in die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit verhindern.
Im Übrigen sollte man sich nichts vormachen: Wenn die Subventionen
für die Lebensmittelherstellung - und die fängt exakt beim
Bauern an - kürzt, muss zweierlei in Kauf nehmen: Entweder wir
bekommen billige Lebensmittel aus Nicht-EU-Ländern wie China, in
denen alles mit Chemie bis zum Umfallen zugekleistert wird (dagegen sind
unsere Bauern echt harmlos!) oder die Preise für Lebensmittel
steigen. Aber dann ist das Geschrei hier genauso groß!
dabei würde es allerhöchste zeit, daß hier endlich mal
ein subventionsabbau
begonnen wird. kassieren die doch nicht ca die hälfte des ganzen eu-haushalts,
wird doch auch auf iesem sektor erheblich betrogen. all das muss irgendwann
mal ein ende haben. aber die feigen politiker machen zu lasten anderer immer
weiter genauso wie bei griechenland und den deutschen
stützeempfängern von
der wiege bis zur bahre. einfach nur noch zum k.....
Gibt es in 20 Jahren überhaupt noch Bauern?
Dass Bauern von der EU gemässtet werden, wurde uns wir ja seit 1965 zu genüge erzählt. Laut www. agrarticker.de vom 4.12. 2012 gab es in 2010 in D 185.305 landwirtschaftliche Betriebe, von denen nur 30 % einen Betriebsnachfolger haben. Wenn Landwirt ein so einträglicher Beruf wäre, wieso diese negative Entwicklung? Am besten finde ich ja die Bionade Bourgeoisie der Grünen und ihre Kampftruppen Greenpeace, BUND, NABU etc die die Kleinbauern fördern wollen. Wenn sie sich nicht beeilen werden sie keine mehr finden. Zumindest nicht in der EU.
Die Bauern scheinen eine bessere Lobby zu haben.
Die Zustände in Spanien mit der Jugendarbeitslosigkiet scheinen auf
weinig Empathie zu stoßen.
ist eben doch ein Arbeiter und Bauern Staat.
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.02.2013 19:24 UhrKenne sie etwa
einen Arbeiter und Bauern Staat in dem es den Arbeitern gut geht?
wieso "Arbeiter"
wie kommen sie auf die Idee dass die EU was für Arbeiter tut, ausser diese abzuzocken???
Irgendwie will da jemand die Geschichte doch wiederholen
Das was hier angeblich für die „Bauern“ ausgegeben wird
sind die Subventionen für die Agrarindustrie. Und diese dienen der
Expansion in Richtung Osten und Süden. Und das genau ist nicht neu.
Schon in der Weimarer Republik verfolgte man dieselbe Politik. Mit den
bekannten Konsequenzen. Verarmung der Bauern in Ost und West.
Nationalistische Bewegungen im Osten (das aktuelle Ungarn lässt
einem daran erinnern!), sozialistische im Westen. Am Ende hatten wir den
Faschismus in Deutschland und in Italien und den 2. Weltkrieg. Die
Eroberung des Ostens mit friedlichen Mitteln scheiterte an einer durch
Subventionen scharf gemachte aber ökonomisch nicht erfolgreichen
Agrar-, wie Maschinenbauindustrie und einer völlig
unterkapitalisierten Landwirtschaft in Europas Osten. Irgendwie will da
jemand die Geschichte doch wiederholen.
Das war doch von Anfang an Geld der Industriekerne Europas an die Agrarprovinzen -
als Ausgleich für deren Marktöffnung!
So ans ländliche Frankreich schon 1 Milliarde DM in 1961 von D.
Das ist dann Basis der EU.
Die Agrarausgaben müssen kontinuierlich sinken
Die jährliche Summe der Agrarausgaben müsste bis 2020 kontinuierlich sinken. Dann wird man prüfen müssen wo Ausgaben gekürzt werden können.
| Name | Wert | Änderung | |
|---|---|---|---|
| F.A.Z.-Index | -- | -- | |
| Dax | -- | -- | |
| Dow Jones | -- | -- | |
| Euro in Dollar | -- | -- | |
| F.A.Z.-Anleih… | -- | -- | |
| Gold | -- | -- | |
| Rohöl Brent | -- | -- | |
| Bund Future | -- | -- | |