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Gipfeltreffen zum Finanzrahmen Die EU will sich nicht mit den Bauern anlegen

 ·  Zwei Drittel des EU-Finanzrahmens fließen in die Hilfen für Bauern und die Strukturförderung. Die Sparmaßnahmen indes sollen auch weiter Innovationen treffen. Wer dieses Verhältnis in Brüssel in Frage stellt, erntet meist verständnislose Blicke.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (11)
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Rolf-Dirk Maehler

Warum will sich die EU eigentlich nicht mit den Bauern anlegen? Sollten die etwa etwas Besseres

... sein als Industriearbeiter oder Bankangestellte? Auch solche Behauptungen wie "... und die Wettbewerbsfähigkeit in Europa fördern. Die Zahlen aber sprechen ein anderes Bild. Weiterhin werden mehr als zwei Drittel des Finanzrahmens von einer Billion Euro in die Hilfen für die europäischen Bauern und die Strukturförderung fließen." Wie man mit Subventionen etwa die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft fördern will, dürfte das Geheimnis europäischer Politik sein. Auch eine Vermischung von Begriffen wie "Hilfen für europäische Bauern" und Strukturförderung dienen nur dazu die Bürger für dumm zu verkaufen. Wer sehen möchte wie eine wettbewerbsfähige Landwirtschaft ohne Subventionen funktioniert braucht sich das nur in Neuseeland anzusehen. Dort kann man eine der leistungsfähigsten Landwirtschaften sehen und die verkauft ihre Produkte erfolgreich am Weltmarkt. Nur die gesamte Landwirtschaft der EU kann das nicht, ob das wohl an den üppigen Subventionen liegt?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.02.2013 08:50 Uhr
Peter Müller

Lesen Sie doch noch mal

Die Förderung der Wettbewerbsfähigkeit meint nicht die Landwirtschaft, sondern die allgemeine EU-Wettbewerbsfähigkeit. So wie einst Preussen in Schulen investierte, um seine Bevölkerung besser auszubilden und damit international wettbewerbsfähig wurde. Der Artikel sagt, anders als Ihre Lesart, dass das Festhalten an den Subventionen für die Landwirtschaft genau diese notwendigen Investitionen in die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit verhindern.

Im Übrigen sollte man sich nichts vormachen: Wenn die Subventionen für die Lebensmittelherstellung - und die fängt exakt beim Bauern an - kürzt, muss zweierlei in Kauf nehmen: Entweder wir bekommen billige Lebensmittel aus Nicht-EU-Ländern wie China, in denen alles mit Chemie bis zum Umfallen zugekleistert wird (dagegen sind unsere Bauern echt harmlos!) oder die Preise für Lebensmittel steigen. Aber dann ist das Geschrei hier genauso groß!

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Otto Kaldrack

bauern in der EU

dabei würde es allerhöchste zeit, daß hier endlich mal ein subventionsabbau
begonnen wird. kassieren die doch nicht ca die hälfte des ganzen eu-haushalts,
wird doch auch auf iesem sektor erheblich betrogen. all das muss irgendwann
mal ein ende haben. aber die feigen politiker machen zu lasten anderer immer
weiter genauso wie bei griechenland und den deutschen stützeempfängern von
der wiege bis zur bahre. einfach nur noch zum k.....

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Hans Elmsheuser

Gibt es in 20 Jahren überhaupt noch Bauern?

Dass Bauern von der EU gemässtet werden, wurde uns wir ja seit 1965 zu genüge erzählt. Laut www. agrarticker.de vom 4.12. 2012 gab es in 2010 in D 185.305 landwirtschaftliche Betriebe, von denen nur 30 % einen Betriebsnachfolger haben. Wenn Landwirt ein so einträglicher Beruf wäre, wieso diese negative Entwicklung? Am besten finde ich ja die Bionade Bourgeoisie der Grünen und ihre Kampftruppen Greenpeace, BUND, NABU etc die die Kleinbauern fördern wollen. Wenn sie sich nicht beeilen werden sie keine mehr finden. Zumindest nicht in der EU.

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Klaus Letis

Bauern und Arbeiterstaat

Die Bauern scheinen eine bessere Lobby zu haben.
Die Zustände in Spanien mit der Jugendarbeitslosigkiet scheinen auf weinig Empathie zu stoßen.

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Florian Meier
Florian Meier (Flo635) - 08.02.2013 08:23 Uhr

Die EUDSSR

ist eben doch ein Arbeiter und Bauern Staat.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.02.2013 19:24 Uhr
Florian Meier
Florian Meier (Flo635) - 08.02.2013 19:24 Uhr

Kenne sie etwa

einen Arbeiter und Bauern Staat in dem es den Arbeitern gut geht?

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Klaus Hessenauer

wieso "Arbeiter"

wie kommen sie auf die Idee dass die EU was für Arbeiter tut, ausser diese abzuzocken???

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Herold Binsack
Herold Binsack (Devin08) - 07.02.2013 23:26 Uhr

Irgendwie will da jemand die Geschichte doch wiederholen

Das was hier angeblich für die „Bauern“ ausgegeben wird sind die Subventionen für die Agrarindustrie. Und diese dienen der Expansion in Richtung Osten und Süden. Und das genau ist nicht neu. Schon in der Weimarer Republik verfolgte man dieselbe Politik. Mit den bekannten Konsequenzen. Verarmung der Bauern in Ost und West. Nationalistische Bewegungen im Osten (das aktuelle Ungarn lässt einem daran erinnern!), sozialistische im Westen. Am Ende hatten wir den Faschismus in Deutschland und in Italien und den 2. Weltkrieg. Die Eroberung des Ostens mit friedlichen Mitteln scheiterte an einer durch Subventionen scharf gemachte aber ökonomisch nicht erfolgreichen Agrar-, wie Maschinenbauindustrie und einer völlig unterkapitalisierten Landwirtschaft in Europas Osten. Irgendwie will da jemand die Geschichte doch wiederholen.

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Fritz Garbor

Das war doch von Anfang an Geld der Industriekerne Europas an die Agrarprovinzen -

als Ausgleich für deren Marktöffnung!
So ans ländliche Frankreich schon 1 Milliarde DM in 1961 von D.
Das ist dann Basis der EU.

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Ulrich Gröschel

Die Agrarausgaben müssen kontinuierlich sinken

Die jährliche Summe der Agrarausgaben müsste bis 2020 kontinuierlich sinken. Dann wird man prüfen müssen wo Ausgaben gekürzt werden können.

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07.02.2013, 17:50 Uhr

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